Rede von Rita Schwarzelühr-Sutter (Parl. Staatssekretärin beim Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit) – Fragestunde
Teil von Protokoll der 76. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 2: Fragestunde.
Text
Rede von Rita Schwarzelühr-Sutter (Parl. Staatssekretärin beim Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit) – Fragestunde
Sehr geehrter Herr Kollege, wenn Sie Rastatt als Beispiel nehmen, dann müssen Sie auch genau darauf achten, was dort passiert ist.
In Rastatt wurde Kompost aus Papierschlämmen verwendet. Dafür war kein Agrarkonzern verantwortlich, und zu jener Zeit war das mit dieser Mischung auch tatsächlich erlaubt. Deswegen, glaube ich, ist es schwierig, zu sagen: Die Agrarkonzerne sind verantwortlich, und die Landwirte sind gezwungen.
Bei mir vor Ort gibt es einen Landwirtschaftsring, der den Kalkschlamm, der bei der Aufbereitung des Kühlwassers eines Atomkraftwerks anfällt, in die Erde verbringt. Er ist aber nicht dazu gezwungen. Wichtig ist, dass man daraus lernt, nämlich lernt, was da drin ist, und dass man es nicht einfach auf den Acker gibt.
Das Traurige dabei ist tatsächlich, dass diese Ackerfläche nicht mehr zur Verfügung steht. Die Landwirte können diese Fläche nicht mehr verwenden. Es ist tatsächlich sehr schwierig, dieses Problem vor Ort zu lösen, sodass wieder angebaut werden kann.
Ich glaube, hier muss „Lessons learned“ gelten, und man muss mit den Erkenntnissen entsprechend umgehen. Das ist jetzt wichtig: Was darf auf den Acker? Was darf ausgebracht werden? Und was muss grundsätzlich verboten werden?