Rede von Katja Keul (Staatsministerin im Auswärtigen Amt) – Fragestunde
Teil von Protokoll der 72. Sitzung des 20. Deutschen Bundestages · TOP 2: Fragestunde.
Text
Rede von Katja Keul (Staatsministerin im Auswärtigen Amt) – Fragestunde
Die Bundesregierung steht zu ihrer Verantwortung für die Bevölkerung von Mali, die Sahelregion und das deutsche Engagement im Rahmen der Vereinten
Nationen. Nicht zuletzt geht es bei unserem Engagement im Sahel auch um deutsche Sicherheitsinteressen.
Mit der Entscheidung, dem Bundestag im Mai 2023 ein strukturiertes Auslaufmandat vorzulegen, wird der MINUSMA-Einsatz nach dann über zehn Jahren
auslaufen. Dieser Zeitplan trägt insbesondere der Transitionsphase und der für Februar 2024 vorgesehenen Präsidentschaftswahl in Mali Rechnung.
Die Bundesregierung hat unmittelbar nach ihrer Entscheidung die Vereinten Nationen, die Gastregierung in Mali, am deutschen Kontingent angelehnte Nationen
und weitere enge Partner unterrichtet. Die Reaktionen waren durchweg positiv. Hierbei stand im Vordergrund, dass die Bundesregierung das Mandat mit ausreichendem
Vorlauf strukturiert auslaufen lässt und mit dem Wahldatum einen für alle gut nachvollziehbaren Schlusspunkt für das Engagement setzt. Dabei hat die Bundesregierung
ihre Zusagen gegenüber den Vereinten Nationen im Blick.
Wir sind auch bis Mai 2024 nicht bedingungslos in Mali. Es gilt selbstverständlich – und wie im Mandat des Bundestages angelegt – weiterhin, dass das
Schutz- und Versorgungsniveau für unsere Soldatinnen und Soldaten gewährleistet sein muss. Wir werden uns außerdem mit Nachdruck für die nötigen Rahmenbedingungen
einsetzen, die es unserem Kontingent erlauben, seine Aufgaben gemäß Mandat erfüllen zu können.
Relationen
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