Vorwürfe israelischer Einflussnahme und Desinformationskampagnen
Originaltext der Frage(n):<br /> <br /> Verfügt die Bundesregierung über eigene Erkenntnisse, dass laut Medienberichten Israel mittels der staatlichen Einrichtung "Israeli Government Advertising Agency" bezahlte Werbekampagnen durchführt bzw. durchgeführt hat, um UN-Organisationen und andere internationale Initiativen zu diskreditieren sowie gezielt die öffentliche Meinung in Deutschland und anderen Ländern zu beeinflussen, insbesondere im Rahmen einer Desinformationskampagne, die darauf abzielt, die Hungersnot in Gaza zu leugnen (vgl. www.dw.com/de/faktencheck-was-wir-%C3%BCber-israels-bezahlte-propaganda-werbekampagne-wissen/a-73891470), und wenn ja, welche, und hat die Bundesregierung Kenntnis davon, dass es in diesem Zusammenhang Versuche des israelischen Botschafters Ron Prosor gab, durch Zuschriften an Mitglieder des Deutschen Bundestages Einfluss auf die Meinungsbildung zu nehmen, wie mir zuletzt bekannt wurde durch eine E-Mail vom 24. Oktober 2025 an die Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, in der er diese dazu aufrief, sich gegen ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) vom 22. Oktober 2025 auszusprechen, in dem sich der IGH zu den humanitären Verpflichtungen Israels in den besetzten palästinensischen Gebieten äußerte, und wenn ja, wie positioniert sich die Bundesregierung hierzu, insbesondere mit Blick auf die Pflicht zur Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten des Empfangsstaates gemäß Artikel 41 Absatz 1 Satz 2 des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen?
Zeitachse
- 07.11.2025 drucksache Mündliche Frage 21/2666 Fragen für die Fragestunde der 39. Sitzung des Deutschen Bundestages am Mittwoch, dem 12. November 2025
- 12.11.2025 plenarprotokoll Mündliche Frage/Schriftliche Antwort 21/39 Protokoll der 39. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages
Abstimmungen
Keine namentlichen Abstimmungen (abgeordnetenwatch) verknüpft.