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Rede von Andreas Bleck (AfD) – Bei der Weltbiodiversitätskonferenz in Jerewan ein starkes Signal zum Schutz unserer Lebensgrundlagen setzen

dip / rede 16.10.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 103. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 35: Bei der Weltbiodiversitätskonferenz in Jerewan ein starkes Signal zum Schutz unserer Lebensgrundlagen setzen.

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Rede von Andreas Bleck (AfD) – Bei der Weltbiodiversitätskonferenz in Jerewan ein starkes Signal zum Schutz unserer Lebensgrundlagen setzen Werter Herr Präsident! Werte Damen und Herren! Bei keiner Partei liegen Anspruch und Wirklichkeit, Schein und Sein so weit auseinander wie bei den Grünen. Früher waren Sie eine Friedens- und Umweltschutzpartei, heute sind Sie eine Kriegs- und Umweltzerstörungspartei. Im Zeitraffer vom Paulus zum Saulus. Darüber kann auch Ihr Antrag zur Weltbiodiversitätskonferenz in Eriwan nicht hinwegtäuschen. Ich habe noch keinen Antrag zum Naturschutz gelesen, der heuchlerischer und verlogener ist als dieser. Die geforderte Erhöhung der Zahlungen für den internationalen Schutz der Biodiversität stellt eine weitere Belastung des deutschen Steuerzahlers für ein weiteres nationales Transferleistungssystem dar. Die geforderte Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung und die geforderte Unterschutzstellung von 30 Prozent der Land- und Meeresflächen stellen einen massiven Eingriff in die Eigentumsrechte dar und gefährden die Land- und Forstwirtschaft mit Flächenstilllegungen und Wiedervernässungen. Selbstverständlich lehnen wir diese Forderungen entschieden ab! Wer beim internationalen Schutz von Biodiversität solche Forderungen aufstellt, muss sich am nationalen Schutz messen lassen. Werfen wir einen kurzen Blick auf das Versagen der Grünen beim Naturschutz: Förderung von Biogasanlagen und Begünstigung von Energiemaismonokulturen, Beschränkung der Zahl der kollisionsgefährdeten Brutvogelarten und Reduzierung der Abstände von Windrädern, Einstufung von Windrädern als überragendes öffentliches Interesse und als Fall für die öffentliche Sicherheit, Abschaffung bzw. Einschränkung der Umweltverträglichkeitsprüfung für LNG-Terminals und Windräder usw. usf. Die Liste grüner Angriffe auf den Naturschutz ist so lang, dass man sie auf eine Klopapierrolle schreiben müsste. Seit Gründung des Bundesumweltministeriums hat noch keine Partei den nationalen Naturschutz so hart angegriffen wie die Grünen. Gleichzeitig fordern die Grünen in ihrem Antrag die Stärkung des internationalen Naturschutzes. An wie vielen lichterloh brennenden Hanfplantagen muss man eigentlich vorbeigelaufen sein, um sich diese naturschutzpolitische Schizophrenie anzukiffen, verehrte Damen und Herren der Grünen? Während sich die Grünen gegen die Abholzung des brasilianischen Tropenwaldes einsetzen, geht ihnen die Abholzung deutscher Wälder für Windräder nicht konsequent und schnell genug. Deutschland ist ein stark bewaldetes Land. Der Wald ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie Erholungsraum für Menschen. Er ist Holzlieferant und Trinkwasserreservoir. Deshalb brauchen wir den Schutz dieses wichtigen Ökosystems. Deutschland ist auch ein dicht besiedeltes Land. Es gibt viele verschiedene Flächennutzungskonflikte. Deswegen brauchen wir Flächenschonung statt Flächenfraß. Mit dem Bau und Betrieb von Flächenfraßenergien in Wäldern machen wir jedoch genau das Gegenteil. In Deutschland stehen sogar sage und schreibe über 5 000 Windräder in Schutzgebieten; davon liegen sogar über 500 in Vogelschutzgebieten. Windräder fördern die Biodiversität in Vogelschutzgebieten etwa so wie Kohlekraftwerke die Luftqualität in Luftkurorten. Windräder haben in Wäldern und Schutzgebieten nichts, aber auch gar nichts verloren, Herr Ebner! Werte Damen und Herren der Grünen, Ihr Antrag führt zu zunehmenden Kosten für den Steuerzahler, massiven Einschränkungen für die Land- und Forstwirtschaft sowie fortschreitender Entmündigung der nationalen Parlamente durch supranationale Gremien. Festzuhalten ist und bleibt: Die Natur muss nicht von den Grünen, sondern vor den Grünen geschützt werden. Vielen Dank.

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