Rede von Dr. Klaus Wiener (CDU/CSU) – Technologieoffenheit im Verkehrssektor gewährleisten – Privilegierung der Elektromobilität beenden
Teil von Protokoll der 103. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 37: Technologieoffenheit im Verkehrssektor gewährleisten – Privilegierung der Elektromobilität beenden.
Text
Rede von Dr. Klaus Wiener (CDU/CSU) – Technologieoffenheit im Verkehrssektor gewährleisten – Privilegierung der Elektromobilität beenden
Ja, zunächst einmal vielen Dank für die Blumen.
„Guter Parlamentarier“, das höre ich natürlich gerne.
„Menschengemacht“, das ist ja das Problem. Natürlich sagen Sie, dass es einen Klimawandel gibt. Aber Sie lassen nicht erkennen, dass Sie sehen, dass ein Großteil dessen, was passiert, eben doch menschengemacht ist. Weil der CO2-Ausstoß – man kann’s ja auch nachlesen – anhand der Partikel, die sich inzwischen in der CO2-Atmosphäre befinden, dass die aus dem Verbrennen fossiler Brennstoffe kommen. Und noch mal: Hundertprozentig sicher können wir uns nie sein, aber es gibt sehr viel wissenschaftliche Evidenz dafür. Und wenn es diese Evidenz gibt, dann muss man doch ein gutes Risikomanagement betreiben. Denn wenn wir wirklich eine Klimakatastrophe bekämen, dann wären die Folgen für die Menschheit katastrophal. Insofern muss ich mich doch vorbereiten. Ich kann doch nicht einfach sagen: Das liegt nur an abgeholzten Wäldern oder dergleichen. – Insofern noch mal: Gutes Risikomanagement bedeutet, dass man sich darauf vorbereitet. Der Fehler in der Vergangenheit war, dass wir Ökonomie und Ökologie zu wenig verbunden haben. Das machen wir jetzt stärker. Aber das zu ignorieren, finde ich ganz schwierig.
Zu den Kernkraftwerken. Wir haben ja als Fraktion keinen Hehl daraus gemacht, dass wir es gerne gesehen hätten, wenn wir die drei Kernkraftwerke, die noch da waren und 2023 abgeschaltet wurden, weitergenutzt hätten. Ich glaube, das hätte einen Unterschied gemacht, sowohl bei den Preisen am Strommarkt als auch beim CO2-Ausstoß. Leider wurde damals vom ehemaligen Wirtschaftsminister nur geprüft, was ein Weiterbetrieb für den Winter 2022/2023 bringt. Da ist man viel zu kurz gesprungen. Ich glaube, wenn man ehrlich geprüft hätte, hätte man sie weiterlaufen lassen können.
Über einen Neueinstieg haben wir hier schon Millionen Mal diskutiert. Gerade die Kraftwerke der zweiten und dritten Generation sind technologisch eben nicht so, dass man sagen könnte: Da gibt es kein Problem. – Wir sagen: Wenn wir etwas machen, dann mit Weiterentwicklungen; „Kernfusion“ ist ein Stichwort, vielleicht auch „kleine modulare Reaktoren“. Aber da muss man sehen, wohin die Reise geht. Einen Wiedereinstieg in die Kraftwerke der zweiten und dritten Generation wollen wir als Partei nicht.
Herzlichen Dank!
Relationen
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