Antisemitische Straftaten im zweiten Quartal 2026
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Antisemitische Straftaten im zweiten Quartal 2026
Deutscher Bundestag Drucksache 21/7941
21. Wahlperiode 09.09.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Katrin Fey, Clara Bünger, Doris Achelwilm, Anne-Mieke
Bremer, Mandy Eißing, Dr. Gregor Gysi, Luke Hoß, Ferat Koçak, Jan
Krampe, Sonja Lemke, Bodo Ramelow, David Schliesing, Aaron Valent, Donata
Vogtschmidt, Christin Willnat und der Fraktion Die Linke
Antisemitische Straftaten im zweiten Quartal 2026
Die Zahl antisemitischer Straftaten bewegt sich in der Bundesrepublik
Deutschland nach wie vor auf hohem Niveau. Obwohl der übergroße Anteil der Taten
dem Rechtsextremismus zuzuordnen ist, zeigen verschiedene Untersuchungen,
wie beispielsweise die im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführten
„Mitte-Studien“ (vgl. Mitte-Studie 2025: Die angespannte Mitte) oder die
Leipziger Autoritarismus-Studie (vgl. Leipziger Autoritarismus-Studie 2024 |
Heinrich-Böll-Stiftung), dass Antisemitismus in der gesamten Gesellschaft
verbreitet ist. Antisemitismus ist Teil der deutschen Geschichte, existiert nach wie
vor auch in tradierten Motiven und hat auch Wurzeln in der christlichen Kultur.
Antisemitische Straftaten bedrohen jüdische Menschen in Deutschland und
stellen einen Angriff auf unsere Demokratie dar. Die Fraktion Die Linke erfragt
seit 2008 quartalsmäßig die Zahlen antisemitischer Straftaten.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie viele antisemitische Straftaten wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung im zweiten Quartal 2026 verübt (bitte nach Anzahl, Datum, Art und
Motivation der Straftat, Bundesländern und Ort aufschlüsseln)?
2. Wie viele Tatverdächtige wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
wegen antisemitischer Straftaten im zweiten Quartal 2026 festgenommen
(bitte nach Bundesländern, Art und Motivation der Straftaten
aufschlüsseln)?
3. Wie viele Personen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung im zweiten
Quartal 2026 bei Überfällen mit antisemitischer oder zu vermutender
antisemitischer Motivation
a) leicht verletzt,
b) schwer verletzt bzw.
c) getötet
(bitte nach Bundesländern und Motivation der Straftat aufschlüsseln)?
4. Wie viele Nachmeldungen hat es zu den in den Fragen 1 bis 3 erfragten
Sachverhalten bis jetzt für das Jahr 2026 gegeben, und wie verteilen sie sich
auf die einzelnen Quartale?
5. Welche gezielten bundesweiten Operationen der Polizei hat es wegen
überregionaler antisemitischer Straftaten mit welchem Ergebnis gegeben?
Berlin, den 4. September 2026
Heidi Reichinnek, Sören Pellmann und Fraktion
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ISSN 0722-8333
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