Tatverdächtigenbelastungszahl in Bezug auf ausgewählte Bevölkerungsgruppen
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Tatverdächtigenbelastungszahl in Bezug auf ausgewählte Bevölkerungsgruppen
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/60
21. Wahlperiode 23.04.2025
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Martin Hess, Dr. Bernd Baumann, Dr. Gottfried Curio, Steffen
Janich, Dr. Christian Wirth und der Fraktion der AfD
Tatverdächtigenbelastungszahl in Bezug auf ausgewählte Bevölkerungsgruppen
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2024 erhält nun erstmals Daten zur
Entwicklung der Tatverdächtigenzahlen von Deutschen und Nichtdeutschen
unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung. Damit ist es inzwischen
möglich, vergleichende Aussagen zur Kriminalitätsbelastung zu machen. Die
Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) ist das Verhältnis der ermittelten
Tatverdächtigen insgesamt ab acht Jahren, errechnet auf 100 000 Einwohner des
entsprechenden Bevölkerungsanteils (www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/
StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2024/Polizeiliche_Kri
minalstatistik_2024/Polizeiliche_Kriminalstatistik_2024_node.html).
Aus diesem praktizierten Vorgehen der Bundesregierung ergeben sich für die
Fragesteller weitergehende Fragen, wie sich die
Tatverdächtigenbelastungszahlen denn in Bezug auf ausgewählte Delikte und weiter konkretisierte
Bevölkerungsgruppen (gemeldete Einwohnerzahlen dieser Gruppen) entwickelt haben.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche TVBZ ergibt sich im Hinblick auf deutsche Tatverdächtige (TV)
und die unter Gewaltkriminalität (PKS-Summenschlüssel 892000) in
absoluten Zahlen jeweils zehn führenden nichtdeutschen Staatsangehörigkeiten
(vgl. letzter Absatz der Vorbemerkung der Fragesteller) mit Wohnsitz in
Deutschland (bitte jeweils auch nach TVBZ männlich, TVBZ weiblich
neben TVBZ insgesamt sowie danach in einer gesonderten Tabelle jeweils
nach folgenden Altersgruppen aufschlüsseln: Kinder ab 8 bis unter 14
Jahren, Jugendliche 14 bis unter 18 Jahren, Heranwachsende 18 bis unter
21 Jahren und Erwachsene ab 21 Jahren jeweils mit der Differenzierung
männlich, weiblich in Bezug auf die erfragten Bevölkerungsgruppen)?
2. Welche TVBZ ergibt sich für die in Frage 1 jeweils definierten
Bevölkerungsgruppen in Bezug auf Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen
(PKS-Summenschlüssel 892500; bitte vollumfänglich wie in der Antwort
zu Frage 1 aufschlüsseln)?
3. Welche TVBZ ergibt sich für die in der Antwort zu Frage 1 jeweils
definierten Bevölkerungsgruppen in Bezug Vergewaltigung, sexuelle Nötigung
und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall einschließlich mit
Todesfolge (PKS-Summenschlüssel 111000; bitte vollumfänglich wie in der
Antwort zu Frage 1 aufschlüsseln)?
4. Welche TVBZ ergibt sich für die in der Antwort zu Frage 1 jeweils
definierten Bevölkerungsgruppen in Bezug auf Raubdelikte (PKS-
Summenschlüssel 210000; bitte genauso wie in der Antwort zu Frage 1
aufschlüsseln)?
5. Welche TVBZ ergibt sich für die unter der Antwort zu Frage 1 jeweils
definierten Bevölkerungsgruppen in Bezug auf gefährliche und schwere
Körperverletzung (PKS-Summenschlüssel 222000; bitte vollumfänglich wie in
der Antwort zu Frage 1 aufschlüsseln)?
Berlin, den 17. April 2025
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
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ISSN 0722-8333]
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