Rede von Ute Kumpf (SPD) – Höll, Dr. Axel Troost, Werner Dreibus,
Teil von Protokoll der 95. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages · TOP ZP 8: Höll, Dr. Axel Troost, Werner Dreibus,.
Text
Rede von Ute Kumpf (SPD) – Höll, Dr. Axel Troost, Werner Dreibus,
Liebe Kolleginnen und Kollegen Parlamentarische
Geschäftsführer! Ich kann verstehen, dass Sie jetzt, zum
Ende der Woche, ein bisschen Zirkus machen wollen. Es
gibt einen parlamentarischen Brauch. Wir sind das
Parlament, und wir sollen über diesen Antrag debattieren. Für
mich als Abgeordnete ist es zunächst einmal gar nicht
relevant, ob die Ministerin auf der Regierungsbank sitzt
oder ob wir uns auseinandersetzen.
(Widerspruch beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN)
Ute KumpfIch glaube, wir sind Manns und Frau genug, uns
inhaltlich zu streiten.
(Dr. Dagmar Enkelmann [DIE LINKE]: Dann
brauchen wir gar keine Minister!)
– Ein bisschen langsam! – Wir sind heute dabei, Anträge
zu beraten. Ich weiß gar nicht, warum Sie so
autoritätsgläubig sind. Hier ist heute der Platz, diese Debatte zu
führen. Warum suchen Sie Ihre Mutter? Ich glaube, wir
können hier auch ohne Mutter debattieren, und wir
haben genügend Zeit, diese Debatte ordentlich, auch ohne
die Ministerin, fortführen zu können.
Noch ein Wort: Alle reden davon, dass es im
Zusammenhang mit der Kinderbetreuung ein großes Problem
gibt, nämlich die Männer. Ich sage immer: Bei der Frage
der Kinderbetreuung schwächeln die Männer. Sie
nehmen ihre Pflichten nicht wahr. Es ist gut, dass der
Staatssekretär unsere Anregungen in der Debatte
entgegennimmt. Die Ministerin ist bei ihren Terminen gut
aufgehoben.
(Beifall bei Abgeordneten der SPD und der
CDU/CSU)