Schriftliche Frage 140 von Dr. Dietmar Bartsch (DIE LINKE): Wie hoch müsste nach Kenntnis der Bundesregierung aktuell der monatliche Bruttolohn bei einer Vollzeitbeschäftigung sein, um nach 45 Beitrag…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 6. Juli 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
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Schriftliche Frage 140 von Dr. Dietmar Bartsch (DIE LINKE): Wie hoch müsste nach Kenntnis der Bundesregierung aktuell der monatliche Bruttolohn bei einer Vollzeitbeschäftigung sein, um nach 45 Beitrag…
Frage 140 (Dr. Dietmar Bartsch, Die Linke):
Wie hoch müsste nach Kenntnis der Bundesregierung aktuell der monatliche Bruttolohn bei einer Vollzeitbeschäftigung sein, um nach 45 Beitragsjahren eine gesetzliche Rente (Rentenzahlbetrag) auf dem Niveau der aktuellen Armutsschwelle für Alleinstehende (1.445 Euro) zu erhalten, und wie viele Vollzeitbeschäftigte verdienen derzeit bundesweit weniger (bitte insgesamt sowie anteilig und für die ostdeutschen Bundesländer aufgeschlüsselt)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Kerstin Griese vom 9. Juli 2026:
Unter der Annahme von 45 Jahren sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung wäre rein rechnerisch für das Jahr 2025 ein Bruttomonatsentgelt von 3.771 Euro erforderlich, um 1/45 der Entgeltpunkte zu erreichen, die nötig wären, um den erfragten Rentenzahlbetrag in Höhe von 1.445 Euro (Armutsschwelle für einen Single im Jahr 2025 in Deutschland) zu erhalten. Diese abstrakte Modellrechnung unterstellt ein über 45 Jahre konstantes Lohnverhältnis. Es wird darauf hingewiesen, dass aus der Höhe des sozialversicherungspflichtigen Entgelts eines einzelnen Jahres nicht auf einen Erwerbsverlauf und ebenso wenig auf die Einkommenssituation im Alter geschlossen werden kann. Hinzu kommt, dass das Ergebnis nicht stabil ist, da die Rentenhöhe mangels Vorliegens des endgültigen Durchschnittsentgelts für 2025 mit dem vorläufigen Durchschnittsentgelt gemäß Anlage 1 zum Sechsten Buch Sozialgesetzbuch berechnet werden musste. Daten darüber, wie viele Vollzeitbeschäftigte im Jahr 2025 bundesweit und in den ostdeutschen Bundesländern weniger als 3.771 Euro verdient haben, liegen in der Statistik der Bundesagentur für Arbeit noch nicht vor.
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