Schriftliche Frage 122 von Lars Haise (AfD): Inwiefern verändert sich durch die jüngste wissenschaftliche Einstufung des extremen Treibhausgasszenarios RCP8.5 als unplausibel beziehungs…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 26. Mai 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
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Schriftliche Frage 122 von Lars Haise (AfD): Inwiefern verändert sich durch die jüngste wissenschaftliche Einstufung des extremen Treibhausgasszenarios RCP8.5 als unplausibel beziehungs…
Frage 122 (Lars Haise, AfD):
Inwiefern verändert sich durch die jüngste wissenschaftliche Einstufung des extremen Treibhausgasszenarios RCP8.5 als unplausibel beziehungsweise dessen faktische Streichung aus den maßgeblichen Projektionen des Weltklimarats (IPCC) die Einschätzung der Bundesregierung bezüglich der für Deutschland und global zu erwartenden Schäden durch den anthropogenen Klimawandel, und welche konkreten Anpassungen oder Veränderungen in der nationalen Klimaschutzund Klimaanpassungspolitik (insbesondere mit Blick auf das Bundes-Klimaanpassungsgesetz und die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel) leitet die Bundesregierung hieraus ab (bitte begründen, falls keine Änderungen der Einschätzung oder der Klimapolitik erfolgen, www.w elt.de/wissenschaft/plus69f9ba3f472693c1c1ff25a f/klima-warum-klimaforscher-ihre-beliebte-horror prognose-ploetzlich-abschaffen.html)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter vom 27. Mai 2026:
Das Szenario RCP8.5 wird als Extremszenario bezeichnet, weil es den extrem ungünstigen Fall der Entwicklung der globalen Treibhausgasemissionen beschreibt. Durch die weltweite schrittweise Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energien ist dieses Extremszenario obsolet geworden. Gleichwohl führen nach dem aktuellen „Emissions Gap Report“ des Umweltprogramms der Vereinten Nationen aktuelle Politiken immer noch ungefähr zu 2,8 Grad globaler Erwärmung. Das ist ein sehr ernstes Risikoszenario, bei dem weltweit und auch in Deutschland mit hohen Schäden zu rechnen ist. Nicht Extremszenarien, sondern diese wahrscheinliche Klimaentwicklung bildet die zentrale Grundlage für die europäische und internationale Klimapolitik. An der Notwendigkeit eines konsequenten Klimaschutzes hat sich daher nichts geändert. Auch wirkungsvolle nationale Klimaanpassungspolitik ist vor diesem Hintergrund unverändert wichtig. Weder das Bundes- Klimaanpassungsgesetz noch die Deutsche Anpassungsstrategie hängen an einem einzelnen Szenario.
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