polradar

Schriftliche Frage 131 von Nicole Höchst (AfD): Welche Konsequenzen zieht die Bundesregierung aus neueren Bewertungen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, sog. Weltklimarat…

dip / schriftliche_frage 05.06.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 1. Juni 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Im Graph öffnen

Text

Schriftliche Frage 131 von Nicole Höchst (AfD): Welche Konsequenzen zieht die Bundesregierung aus neueren Bewertungen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, sog. Weltklimarat… Frage 131 (Nicole Höchst, AfD): Welche Konsequenzen zieht die Bundesregierung aus neueren Bewertungen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, sog. Weltklimarat) und aus wissenschaftlichen Debatten über die Eintrittswahrscheinlichkeit bisher häufig zugrunde gelegter Hochrisiko- bzw. Worst-Case- Klimaszenarien für ihre bisherige Klima- und Transformationspolitik, insbesondere hinsichtlich der Angemessenheit, Verhältnismäßigkeit und wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen zur Erreichung der Klima- und Emissionsziele für die Jahre 2030 und 2040, und prüft sie vor diesem Hintergrund eine Anpassung oder Neubewertung ihrer bisherigen Klimapolitik? Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter vom 5. Juni 2026: Mit der nationalen Klimaschutzpolitik hat die Bundesrepublik Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt erhebliche Hebel, um innerhalb der EU und international einen wirksamen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels zu leisten. Mit dem Übereinkommen von Paris hat sich die internationale Staatengemeinschaft zum Ziel gesetzt, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur deutlich unter 2 Grad Celsius zu halten und Anstrengungen zu unternehmen, sie auf 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Deutschland hat sich national, europäisch und international dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2045 Nettotreibhausgasneutralität zu erreichen. Nach dem aktuellen „Emissions Gap Report“ des Umweltprogramms der Vereinten Nationen ist die Staatengemeinschaft weiterhin nicht auf Kurs zu den Zielen des Übereinkommens von Paris. Aktuelle Politiken führen demnach ungefähr zu 2,8 Grad Celsius globaler Erwärmung. Das ist eine sehr ernste Projektion, bei der auch in Deutschland mit hohen Schäden und Risiken zu rechnen ist. Daher besteht weiterhin die Notwendigkeit eines konsequenten Klimaschutzes. Einen Bedarf für eine Anpassung oder Neubewertung der Klimapolitik der Bundesregierung gibt es nicht. Der Wegfall des Extrem-Szenarios ist vielmehr auch ein Erfolg wirksamer Klimapolitik, der insbesondere durch den weltweiten Ausbau erneuerbarer Energien, technologische Fortschritte sowie internationale Klimaschutzmaßnahmen begründet ist.

Relationen