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Rede von Johann Saathoff (Parl. Staatssekretär bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) – Fragestunde

dip / rede 14.10.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 101. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 3: Fragestunde.

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Rede von Johann Saathoff (Parl. Staatssekretär bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) – Fragestunde Sehr geehrter Herr Abgeordneter, ehrlich gesagt, habe ich gerade das Gefühl, dass die Fragestunde ein bisschen redundant wird. – Es gibt eine breit angelegte Umfrage in der Bundesrepublik Deutschland dazu, was die Menschen eigentlich für angemessen halten, wenn es um die Ausgaben im Bundeshaushalt für Entwicklungszusammenarbeit geht. Die Antwort ist: 10 Prozent. – Die Realität ist: Wir geben 1,7 Prozent aus. – Ich weiß also nicht, wie Sie aus Ihren Bürgergesprächen heraus berichten können, dass die Menschen der Meinung sind, wir gäben zu viel dafür aus. Trotzdem lassen Sie mich noch mal sagen, dass Entwicklungspolitik eine Frage der Solidarität und zugleich im deutschen Interesse ist. Das heißt, das gehört zusammen. Wenn die BMZ-Mittel weiter gekürzt würden, würden sich viele innenpolitische Herausforderungen weiter verschärfen. Denken Sie an das, was wir gerade besprochen haben: Fluchtbewegungen, die weltweite Sicherheitslage, zunehmende Extremwetterereignisse und den Klimawandel. Und übrigens: Die Folgen des Klimawandels sehen Sie nicht nur in anderen Ländern, nicht nur in unseren Partnerländern, sondern auch in der Bundesrepublik Deutschland. Unterhalten Sie sich mal mit Landwirtinnen und Landwirten darüber, was das für die Erntezyklen und die Möglichkeit, bestimmte Früchte anzubauen, bedeutet! Oder fahren Sie mal an die Küste, und fragen Sie die Menschen, was sie davon halten, wenn der Meeresspiegel steigt!

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