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Rede von Alexander Jordan (CDU/CSU) – Technologieoffenheit im Verkehrssektor gewährleisten – Privilegierung der Elektromobilität beenden

dip / rede 16.10.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 103. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 37: Technologieoffenheit im Verkehrssektor gewährleisten – Privilegierung der Elektromobilität beenden.

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Rede von Alexander Jordan (CDU/CSU) – Technologieoffenheit im Verkehrssektor gewährleisten – Privilegierung der Elektromobilität beenden Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Im Antrag der AfD läuft einiges verkehrt. Sie reduzieren die Elektromobilität ausschließlich auf ihre Kosten. Sie schreiben, der Hochlauf der Elektromobilität koste den Staat bis 2030 in Summe 39 Milliarden Euro. Die eben schon angesprochene steigende Unabhängigkeit von Rohölimporten – man kann diese auf 14 Milliarden Euro allein in demselben Zeitraum beziffern – unterschlagen Sie. Die relative Kostenersparnis für die Nutzerinnen und Nutzer von Elektroautos – jetzt besonders sichtbar – unterschlagen Sie. Der Verkauf von Elektroautos wirft heute zwar noch nicht genügend Gewinn ab, aber Sie unterschlagen, dass deutsche Hersteller ohne diese Fahrzeuge schon jetzt jährlich CO2-Strafzahlungen in zweistelliger Milliardenhöhe riskieren würden. Das gehört alles zur Bilanz. Und auch bei den Herstellern malen Sie wieder ein durchgehend schwarzes Bild, das nicht der Realität entspricht. Die deutsche Wirtschaft schwenkt um auf Wachstum. Unser heimischer Automarkt ist im September 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent gewachsen. Richtig ist: Aktuell sehen wir die prozentual größten Zuwächse bei chinesischen Herstellern und auch bei der Marke Tesla. Aber abgesehen von den Marken Mercedes und Volkswagen konnten auch alle deutschen Marken im gleichen Zeitraum wachsen. Es sind auch die deutschen Hersteller, die davon profitieren. Und Sie können damit rechnen: Sobald die deutschen Hersteller ihre Portfolios umgestellt und das A-Segment vollständig abgedeckt haben, werden auch sie wieder vom wachsenden Markt profitieren. Und es gibt auch neue Wertschöpfungen. Die Errichtung der Ladeinfrastruktur quer durch das Land bringt den Ausbau des Stromnetzes voran und ist ein echter Wachstumsmotor. In meinem Wahlkreis gibt es ein sehr erfolgreiches Unternehmen, welches Wallboxen herstellt, Hardware und Software – made in Germany. Die sind auf Wachstumskurs und stellen ein! Ich stimme zu: Die Elektroautoförderung hat auch viele Mitnahmeeffekte mit sich gebracht. Das muss man kritisieren, und das muss man auch besser machen. Aber das muss ja auch überall der Anspruch sein: es besser zu machen. Ihr Anspruch hingegen ist, alles schlechtzureden. Sie zitieren aus der Studie der TU München, dass Elektroautos im Durchschnitt nur 41 Prozent CO2 einsparen, und im Worst Case, wenn nur mit Kohlestrom produziert und geladen wird, sogar 21 Prozent mehr CO2 ausgestoßen wird. Das kann man so sehen, wenn man wie Sie Experte im Ausstoßen von Halbwahrheiten und Unwahrheiten ist. Denn im gleichen Absatz stellt diese Studie klar, dass auch eine CO2-Reduktion um 89 Prozent möglich ist und erreicht wird. Das unterschlagen Sie, obwohl das der springende Punkt ist. Wie schaffen wir es, dass diese 89 Prozent nicht die Ausnahme bleiben, sondern zur Regel werden? Das schaffen wir mit Netzausbau, mit erneuerbaren Energien, mit Speichern, mit bidirektionalem Laden und mit intelligentem Lademanagement.

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