Schriftliche Frage 97/98 von Zada Salihović (DIE LINKE): Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung (vorzugsweise aus Mikrozensusdaten) im Jahr 2025 und im Jahr 2024 jeweils die anhand des Bu…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 12. Oktober 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
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Schriftliche Frage 97/98 von Zada Salihović (DIE LINKE): Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung (vorzugsweise aus Mikrozensusdaten) im Jahr 2025 und im Jahr 2024 jeweils die anhand des Bu…
Frage 97 (Zada Salihović, Die Linke):
Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung (vorzugsweise aus Mikrozensusdaten) im Jahr 2025 und im Jahr 2024 jeweils die anhand des Bundesmedians berechneten Armutsgefährdungsquoten (als Indikator zur Messung relativer Einkommensarmut, entsprechend dem EU- Standard definiert als der Anteil an Personen, deren Äquivalenzeinkommen weniger als 60 Prozent des Medians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung in Privathaushalten beträgt) in den 13 sächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten sowie im Freistaat Sachsen insgesamt?
Frage 98 (Zada Salihović, Die Linke):
Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung im Jahr 2025 und im Jahr 2024 jeweils die anhand des Bundesmedians berechneten Armutsgefährdungsquoten der Rentner*innen bzw. Pensionär*innen in den 13 sächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten sowie im Freistaat Sachsen insgesamt?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Kerstin Griese vom 16. Oktober 2026:
Die Fragen 97 und 98 werden gemeinsam beantwortet. Die Armutsrisikoquote ist eine statistische Maßgröße für die Einkommensverteilung. Sie liefert keine Information über individuelle Bedürftigkeit. Ihre Höhe hängt u. a. von der zugrundeliegenden Datenbasis, der Bezugsgröße (50 Prozent, 60 Prozent oder 70 Prozent des mittleren Einkommens/regionaler Bezug) und der Gewichtung der Haushaltsmitglieder bei der Bestimmung des Nettoäquivalenzeinkommens ab. Der Indikator ist insbesondere für Teilpopulationen sehr volatil und kann je nach Datenquelle unterschiedlich ausfallen. Einer Konvention folgend werden 60 Prozent des mittleren mit der neuen OECD-Skala gewichteten Einkommens verwendet. Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder berechnen die Armutsrisikoquote auf Basis des Bundesmedians auf Grundlage von EU- SILC (auch genannt MZ-SILC). Die Messung der Armutsrisikoquote auf Länderebene und innerhalb eines Landes erfolgt aufgrund des größeren Stichprobenumfangs mit dem Mikrozensus (auch genannt MZ- Kern). Für die Berechnung wird der Landesmedian verwendet. Weitere Informationen dazu sind auch auf der Seite der amtlichen Sozialberichterstattung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder abrufbar: www.statistikportal.de/de/sbe/erlaeuterung-bundesmedian. EU-SILC Daten für die Armutsrisikoquote auf Grundlage des Bundesmedians für Sachsen für 2024 und 2025 können auf der folgenden Seite der amtlichen Sozialberichterstattung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder abgerufen werden. Armutsgefährdung nach soziodemografischen Merkmalen, Bundesländer (Tabelle AR3.13 Sachsen): www.statistikportal.de/sites/default/files/ 2026-04/AR.3%20Armutsgef%C3%A4hrdungsquote%2C%20Bundesl %C3%A4nder.xlsx. Soweit Daten für Regionen innerhalb von Sachsen für 2024 und 2025 vorliegen können diese auf den folgenden Seiten der amtlichen Sozialberichterstattung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder abgerufen werden. Armutsgefährdungsquoten NUTS II (Landesmedian, regionaler Median) ab 2021: www.statistikportal.de/sites/default/files/2026-05/A4%20Armu tsgef%C3%A4hrdungsquoten%20NUTS%20II%20%28Landesmedian %2C%20regionaler%20Median%29.xlsx. Armutsgefährdungsquoten Raumordnungsregionen (Landesmedian, regionaler Median) ab 2021: www.statistikportal.de/sites/default/files/202 6-05/A5%20Armutsgef%C3%A4hrdungsquoten%20Raumordnungsregi onen%20%28Landesmedian%2C%20regionaler%20Median%29.xlsx.
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