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Erklärung von Josephine Ortleb (SPD) – Zu Protokoll gegebene Reden zur Beratung des Antrags der Fraktion der CDU/CSU: Gesamtgesellschaftliches Bewusstsein für die Wechseljahre …

dip / rede 18.10.2024 · WP 20 · Original ↗

Teil von Protokoll der 195. Sitzung des 20. Deutschen Bundestages · TOP 28: Zu Protokoll gegebene Reden zur Beratung des Antrags der Fraktion der CDU/CSU: Gesamtgesellschaftliches Bewusstsein für die Wechseljahre der Frau – Für eine nat. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.

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Erklärung von Josephine Ortleb (SPD) – Zu Protokoll gegebene Reden zur Beratung des Antrags der Fraktion der CDU/CSU: Gesamtgesellschaftliches Bewusstsein für die Wechseljahre … „Ich war plötzlich ein völlig anderer Mensch – ich habe mich selbst nicht mehr erkannt.“ – „Meine Knochen sind heute 15 Jahre älter, als ich es eigentlich bin.“ – „Das reißt einen aus dem Leben.“ Das sind Zitate von meinen Kolleginnen über ihre Menopause, die im Rahmen unserer Fraktionskampagne zum Welttag der Menopause im letzten Jahr entstanden sind. Ich selbst bin noch nicht von der Menopause betroffen. Aber ich stehe heute hier an der Seite all der Frauen, die die Menopause durchleben und dabei oft unsichtbar bleiben – in der Gesellschaft, in der Politik und sogar in der medizinischen Versorgung. Das darf nicht sein! Die Menopause ist keine Krankheit, aber sie ist wesentlich für die Frauengesundheit, genau wie die Pubertät, die Familienplanungsphase oder eine Schwangerschaft. In all diesen Phasen müssen Frauen die bestmögliche medizinische Versorgung bekommen. Deshalb setzen wir uns für ein Gesundheitssystem ein, das Frauen in jeder Lebensphase unterstützt – ohne Tabus und ohne Diskriminierung! Es ist schön, dass die CDU/CSU jetzt eine Menopausenstrategie fordert, aber ich frage mich schon: Wo war diese Initiative, als sie die Möglichkeit hatte, die Gesundheit von Frauen zu stärken? Und bevor Sie sagen, dass die Ampel wieder an allem schuld ist: Die Menopause gibt es nicht erst seit drei Jahren. Seien Sie doch ehrlich: Sie haben es das letzte Jahrzehnt verpasst, strukturelle Defizite im Gesundheitsbereich anzugehen. Wir als SPD-Bundestagsfraktion setzen nun alles daran, diese Versäumnisse aufzufangen. Meine Kollegin Wiebke Esdar hat dafür gekämpft, dass es im Haushalt des Forschungsministeriums erstmals einen Haushaltstitel für Frauengesundheit gibt. Diesen Titel möchten wir zukünftig mit mehr Geld ausstatten, um noch mehr Forschung zur Frauengesundheit zu ermöglichen, zum Beispiel zur Menopause. Was wir als Ampel machen, ist der erste Schritt hin zu einer nationalen Strategie Frauengesundheit; denn alleine eine Menopausenstrategie reicht nicht aus. Wir wollen die Gesundheitsleistungen für Frauen strukturell verbessern und Ungleichheiten im Gesundheitsbereich endlich reduzieren. Dafür müssen wir in den Blick nehmen, was für Frauen relevant ist: Wir müssen spezifische Frauenkrankheiten besser berücksichtigen. Wir müssen eine ganzheitliche Forschung für Gesundheitsfragen von Frauen fördern. Und wir müssen reproduktive Gesundheit stärken, insbesondere beim Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen. Das ist kein ideologisches Thema, sondern eine Frage der medizinischen Grundversorgung. Jede Frau muss das Wissen und die Kontrolle über ihren eigenen Körper haben – ohne Hürden und ohne Stigmatisierung! Deshalb ist es an der Zeit, Frauengesundheit endlich sichtbar zu machen. Nicht nur auf dem Papier, sondern mit echten Taten!

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