Schriftliche Frage 72 von Lisa Badum (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Daten zu den maximalen jährlichen Fördervolumen für die Jahre 2026 bis 2030 (ohne Fracking, wie von Bundeskanzler Friedrich Merz in d…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. April 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
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Schriftliche Frage 72 von Lisa Badum (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Daten zu den maximalen jährlichen Fördervolumen für die Jahre 2026 bis 2030 (ohne Fracking, wie von Bundeskanzler Friedrich Merz in d…
Frage 72 (Lisa Badum, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Welche Daten zu den maximalen jährlichen Fördervolumen für die Jahre 2026 bis 2030 (ohne Fracking, wie von Bundeskanzler Friedrich Merz in der Regierungsbefragung am 25. März 2026 zugesichert, vgl. Plenarprotokoll 21/67, S. 8045 A) liegen der Bundesregierung vor dem Hintergrund vor, dass der Koalitionsausschuss vom 12. April 2026 beschlossen hat, neue heimische fossile Gasvorkommen zu erschließen (bitte in Terrawattstunden sowie als prozentualen Anteil am deutschen Primärenergieverbrauch des Jahres 2024 angeben), und falls keine entsprechenden Daten vorliegen, auf welcher Faktenbasis beruht die Annahme der Bundesregierung, mit neuen fossilen Bohrungen Deutschlands Abhängigkeiten im Energiebereich signifikant reduzieren zu können?
Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 28. April 2026:
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Hannover erfasst jährlich die geschätzten sicheren und wahrscheinlichen Reserven sowie die Produktion der Erdöl- und Erdgasfelder in Deutschland. Die Reserven werden auf der Basis internationaler Standards ermittelt und beruhen auf den Meldungen der in Deutschland operierenden Erdöl- und Erdgasfirmen. Bei den an das LBEG berichteten Erdgasproduktions- und Reservendaten wird zwischen Rohgas und Reingas unterschieden. Die Rohgasmenge entspricht dem der Lagerstätte entnommenen Volumen, wohingegen das Reingas auf einen Energieinhalt, den sogenannten spezifischen Heizwert des Gases von 9,77 Kilowattstunden pro Kubikmeter, normiert ist und eine kaufmännische Größe darstellt. (https://nibis.lbeg.de/doi/DOI.aspx?doi=10.48476/geofakt_42_3_2 025n). Nach diesem Bericht beliefen sich am 1. Januar 2025 die Summen der geschätzten sicheren und wahrscheinlichen Erdgasreserven Deutschlands auf 34,7 Mrd. Kubikmeter Rohgas. Die sicheren und wahrscheinlichen Reingasreserven betrugen am Stichtag 32,2 Mrd. Kubikmeter. Der deutsche Gasverbrauch 2024 betrug 844 Terawattstunden und damit 25,8 Prozent am Primärenergieverbrauch. In ihrem jüngsten Beschluss hat die Koalition betont, ausgewählte heimische Gasvorkommen erschließen zu wollen. Bergrechtliche Genehmigungen von Projekten müssen durch die zuständigen Bergbehörden der Länder entschieden werden.
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