Schriftliche Frage 1 von Matthias Helferich (AfD): Wie viele durch alliierte Siegermächte im und nach dem zweiten Weltkrieg geraubte Kulturgüter Deutschlands befinden sich nach Kenntnis der B…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 13. April 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundeskanzlers und des Bundeskanzleramtes.
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Schriftliche Frage 1 von Matthias Helferich (AfD): Wie viele durch alliierte Siegermächte im und nach dem zweiten Weltkrieg geraubte Kulturgüter Deutschlands befinden sich nach Kenntnis der B…
Frage 1 (Matthias Helferich, AfD):
Wie viele durch alliierte Siegermächte im und nach dem zweiten Weltkrieg geraubte Kulturgüter Deutschlands befinden sich nach Kenntnis der Bundesregierung noch immer im Ausland (vgl. hierzu etwa: www.youtube.com/watch?v=ppKwe 93Z7qU), und welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung gegenwärtig, um deutsche Kulturgüter zu restituieren (bitte nach Ländern und Arten der Kulturgüter aufschlüsseln)?
Antwort des Staatsministers Dr. Wolfram Weimer vom 15. April 2026:
Zum Ende des Zweiten Weltkriegs sowie danach kam es zu umfangreichen Verlagerungen von Kulturgütern aus Deutschland insbesondere durch die sowjetischen Trophäenbrigaden. In der Nachkriegszeit kam es bereits zu Rückführungen durch die UdSSR. Nach Erkenntnissen der Bundesregierung werden in Russland noch über eine Million kriegsbedingt verbrachte Kunst- und Kulturgüter, rund 3,6 Millionen Bücher aus öffentlichen Einrichtungen und Privatsammlungen sowie Archivgut von mehreren Regalkilometern Länge vermutet. Deutschland beansprucht grundsätzlich die Rückführung aller Kulturgüter, die unter Verletzung des Völkerrechts von sowjetischen Truppen in die UdSSR abtransportiert wurden und sich heute in Russland befinden. Aufgrund des russischen völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der daraus resultierenden aktuellen politischen Situation findet mit Russland zurzeit kein Austausch zu Rückführungsfragen statt. Der Umfang privater Diebstähle von Kulturgütern durch alliierte Soldaten während und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist der Bundesregierung nicht bekannt. Diese, auf Einzelaktionen beruhenden, Diebstähle stehen in keinem Vergleich zum systematischen Vorgehen sowjetischer Trophäenbrigaden. Mit weiteren Staaten finden Gespräche zu Rückführungsfällen bei Bedarf und fallbezogen statt.
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