Schriftliche Frage 129 von Andreas Bleck (AfD): Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung zu möglichen Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Spannungen im Nahen Osten auf die Prod…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 30. März 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
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Schriftliche Frage 129 von Andreas Bleck (AfD): Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung zu möglichen Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Spannungen im Nahen Osten auf die Prod…
Frage 129 (Andreas Bleck, AfD):
Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung zu möglichen Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Spannungen im Nahen Osten auf die Produktionskapazitäten der Düngemittelindustrie sowie auf die Versorgung mit Düngemitteln in Deutschland vor (www.agrarheute.com/markt/due ngemittel/duengerpreise-steigen-rekordtempo-lan dwirte-duengerpreisen-total-geschockt-639487)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf vom 2. April 2026:
Der Konflikt am Persischen Golf, die faktische Sperrung der Straße von Hormus und die infolgedessen stark gestiegenen Energiepreise wirken sich mittelbar auch auf den deutschen Düngemittelmarkt aus. Seit Beginn des Iran-Krieges sind die Tagespreise für neue Düngerbestellungen stark gestiegen. Nach Auskunft des Handels sind die Auswirkungen auf die aktuelle Düngesaison vorerst jedoch gering, denn die landwirtschaftlichen Betriebe haben etwa 60 bis 80 Prozent ihres saisonalen Bedarfs an Stickstoffdünger bereits eingekauft. Aufgrund des Anstieges der Tagespreise sind die landwirtschaftlichen Betriebe bei neuen Düngemittelkäufen aktuell zurückhaltend. Dies könnte sich gegebenenfalls auf die dritte Düngergabe (Qualitätsgabe) und damit die Qualität der diesjährigen Getreideernte auswirken. Die weiteren Entwicklungen auf dem Düngemittelmarkt, wie auch die möglichen Auswirkungen auf die kommende Anbausaison, hängen von der Dauer des Konfliktes ab. Auf die Produktionskapazitäten der Düngemittelindustrie haben die Entwicklungen bisher ebenfalls kaum Auswirkungen. Die Versorgung mit Erdgas als Hauptrohstoff für die Stickstoffdüngerproduktion ist nach Herstellerangaben derzeit gesichert. Die Bundesregierung beobachtet die Entwicklungen auf den nationalen und internationalen Düngemittelmärkten sehr genau.
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