Schriftliche Frage 226 von Adam Balten (AfD): Welche Kenntnisse liegen der Bundesregierung zur deutschen Düngemittelproduktion (maximal mögliche jährliche Erzeugungsmenge in Abhängigkeit…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 7. April 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
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Schriftliche Frage 226 von Adam Balten (AfD): Welche Kenntnisse liegen der Bundesregierung zur deutschen Düngemittelproduktion (maximal mögliche jährliche Erzeugungsmenge in Abhängigkeit…
Frage 226 (Adam Balten, AfD):
Welche Kenntnisse liegen der Bundesregierung zur deutschen Düngemittelproduktion (maximal mögliche jährliche Erzeugungsmenge in Abhängigkeit der Verfügbarkeit von Erdgas) vor, und wie schätzt die Bundesregierung die Kritikalität der Düngemittelproduktion für die Nahrungsmittelproduktion in Deutschland und der EU angesichts möglicher Engpässe bei der Erdgasversorgung ein?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf vom 2. April 2026:
Zu den maximalen jährlichen Produktionskapazitäten der deutschen Düngemittelhersteller liegen der Bundesregierung keine Kenntnisse vor. Die durch den Konflikt am Persischen Golf verursachten Marktverwerfungen auf den Energie- und Düngemittelmärkten stellen für die Düngerversorgung der anstehenden Frühjahrsaussaat in Deutschland nach Kenntnis des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) keine Gefahr dar. Die Lager für Stickstoffdüngemittel waren Anfang des Jahres 2026 gut gefüllt, da Händler Ende des Jahres 2025 vergleichsweise große Düngemittelmengen eingekauft hatten. Für die weiteren Entwicklungen am Düngemittelmarkt und mögliche Auswirkungen auf die Märkte für landwirtschaftliche Erzeugnisse ist die Dauer des Konfliktes und der damit einhergehenden Marktverwerfungen entscheidend. Sollte die Krise andauern, ist davon auszugehen, dass die Preisentwicklungen auf dem Öl- und Gasmarkt sich stärker auch auf den deutschen Düngemittelmarkt und insbesondere auf die kommende Anbauperiode 2026/2027 auswirken. Die Bundesregierung beobachtet die Märkte für Lebensmittel und Düngemittel sehr aufmerksam. Mittelfristig könnten die Herstellungs-, Verarbeitungskosten und Transportkosten für Lebensmittel aufgrund der höheren Energiepreise steigen. Belastbare Zahlen und Prognosen dazu liegen dem BMLEH noch nicht vor.
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