Wasserkraftverband Mitteldeutschland e.V.
Text
Wasserkraftverband Mitteldeutschland e.V.
Tätigkeit: Berufsverband
Der Wasserkraftverband Mitteldeutschland e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung des ökologischen Energieträgers Wasserkraft in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu fördern und zu begleiten und für den Ausbau der Wasserkraft aktiv zu werben.
Der Verband ist Ansprechpartner für alle Fragen zur Wasserkraft und versteht sich einerseits als Interessenvertretung der Betreiber von Wasserkraftanlagen gegenüber Politik und Verwaltung in Sachsen und Sachsen-Anhalt, andererseits aber auch Interessenvertreter interessierter Personen und Firmen, die am Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Wasserkraft, Interesse haben.
Die Nutzung der Wasserkraft hat in den Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt eine lange Tradition. Die Mühle in Alsleben in Sachsen-Anhalt, die 941 erstmals erwähnt wurde, ist bspw. das älteste deutsche Mühlenwehr. Ohne die Nutzung der Wasserkraft wäre auch in Sachsen die Ausbeutung der reichen Erzfunde nicht möglich gewesen.
In der heutigen Zeit hat die Nutzung der Wasserkraft im Verbandsgebiet überwiegend mittelständische Prägung. Wasserkraft wird in etwa 350 Wasserkraftanlagen genutzt. Darüber hinaus stehen mit den Universitäten Magdeburg und Dresden zwei leistungsfähige Hochschulstandorte zur Verfügung, die sich mit den Fragen der Nutzung der Wasserkraft intensiv beschäftigen. Auch in diesem universitären Umfeld, aber nicht ausschließlich, werden innovative Technologien rund um die Wasserkraft entwickelt, die es auch in Zukunft ermöglichen werden, die Wasserkraft optimal und in einem ökonomisch-ökologischen Gleichgewicht zu nutzen.
Der Wasserkraftverband Mitteldeutschland e.V. wurde im Jahre 1990 durch engagierte Wasserkraftbetreiber als Verein gegründet. Derzeit führt er 190 Mitglieder.
Zum Zwecke der Interessenvertretung sollen Gespräche mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages zur Erläuterung von Änderungsnotwendigkeiten hinsichtlich einer Vielzahl von Themenfeldern, geführt werden, welche mit der Situation der Wasserkraft im Verbandsgebiet Mitteldeutschland in Verbindung stehen.
Im Zuge dessen ist auch angedacht, parlamentarische Abende und Diskussionsveranstaltungen durchzuführen, zu denen auch Mitgliedern des Deutschen Bundestages geladen werden. Durch direkte Anschreiben, Positionspapiere oder sozialpolitische „Get-Together“ soll unmittelbar der Kontakt mit Politikerinnen und Politikern, insbesondere Mitgliedern des Deutschen Bundestages, gesucht werden.
Interessenbereiche: Allgemeine Energiepolitik; EU-Gesetzgebung; Sonstiges im Bereich "Umwelt"; Artenschutz/Biodiversität; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Immissionsschutz; Sonstiges im Bereich "Europapolitik und Europäische Union"; Sonstiges im Bereich "Energie"; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Tierschutz; Klimaschutz; Erneuerbare Energien; Handwerk; Sonstige Interessenbereiche; Energienetze
Regelungsvorhaben:
- EEG 2027: Ziel der Interessenvertretung ist, im Rahmen der geplanten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sicherzustellen, dass Wasserkraftanlagen mit einer installierten Leistung von weniger als 25 kW weiterhin einen Anspruch auf EEG-Förderung, Einspeisevergütung oder eine gleichwertige Vergütungsregelung für eingespeisten Strom behalten. Eine Regelung, nach der für diese Kleinstwasserkraftanlagen der EEG-Förderanspruch entfällt, soll nicht eingeführt werden.
Relationen
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