Rede von Mirze Edis (DIE LINKE) – Plenarprotokoll 21/98
Teil von Protokoll der 98. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages.
Text
Rede von Mirze Edis (DIE LINKE) – Plenarprotokoll 21/98
Vielen Dank. – Frau Ministerin, Sie malen sich Ihre
Welt auch so, wie es Ihnen gefällt.
(Lachen des Abg. Dr. Klaus Wiener [CDU/
CSU])
Die Auftragseingänge der Industrie sind im August um
10,6 Prozent eingebrochen. Stahl-, Chemie- und
Automobilindustrie stehen massiv unter Druck. Gleichzeitig
beteiligt sich der Bund mit 40 Prozent am
Rüstungskonzern KNDS. Warum kann der Staat bei der
Rüstungsindustrie Eigentümer werden, ohne dadurch sozialistisch
zu sein, aber bei strategisch wichtigen zivilen
Schlüsselindustrien wie Stahl und Chemie nicht?
Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft
und Energie:
Die Anpassungen, die im Chemie- und Stahlsektor
vorgenommen werden müssen, sind in der Tat
schmerzhaft. Deswegen halte ich die Nachricht, dass sich BASF
und Evonik jetzt möglicherweise zusammentun, wie wir
der Presse entnommen haben, nicht nur für schlecht.
Was wir dringend tun müssen, Herr Abgeordneter, ist,
die Wettbewerbsfähigkeit der Standorte insgesamt zu
erhöhen. Dazu gehört der Arbeitsmarkt. Dazu gehören die
sozialen Sicherungssysteme. Dazu gehört der
Bürokratieabbau. Und dazu gehört auch der schon angesprochene
Komplex der Energiepreise.
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