Rede von Stephan Brandner (AfD) – Fragestunde
Teil von Protokoll der 98. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 2: Fragestunde.
Text
Rede von Stephan Brandner (AfD) – Fragestunde
Keine Ursache! Die Frage habe ich gerne gestellt. –
Wenn Sie von Angebot und Nachfrage sprechen, bin ich
voll auf Ihrer Seite. Aber ich habe das etwas anders
interpretiert. Der Minister hat nicht gesagt, dass er jetzt direkt,
sofort für sinkende Fleischpreise sorgt, sondern dass er
sinkende Preise für möglich hält. Das war dieses
Interview vom 30. April. Wahrscheinlich war das als Reaktion
auf den damaligen Landwirtschaftsminister Özdemir
gemeint, der gesagt hat, Fleisch müsse noch teurer werden,
damit die Leute weniger Fleisch essen.
Deshalb meine Frage: Wie hat sich dieses Für-
möglich-Halten in den letzten Monaten ausgewirkt? Wenn
man sich den Verbraucherpreisindex für Nahrungsmittel
und alkoholfreie Getränke jeweils in den Monaten Januar
bis September dieses Jahres anschaut, stellt man fest: Es
ist alles teurer geworden. – Also: Wo stehen wir da jetzt?
Gehen wir Richtung Özdemir oder gehen wir Richtung
Rainer? Und wie ist die Tendenz, die Sie für den
deutschen Verbraucher prognostizieren können?
Martina Englhardt-Kopf, Parl. Staatssekretärin beim
Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und
Heimat:
Herzlichen Dank. – Sehr geehrter Herr Brandner, wir
haben hier Durchschnittswerte des Statistischen
Bundesamtes. Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte
steigen etwas an, andere Preise sinken. Das ist sehr
unterschiedlich zu bewerten. Der Preis tierischer
Erzeugnisse stieg im Vergleich zu den Vorjahren an, je nach
Art des Fleisches; teilweise war er aber auch wieder
fallend.
Letztendlich ist es eine freie Marktwirtschaft.
Natürlich muss der Bauer auch davon leben können. Wenn also
hier der Markt steigende Preise indiziert, dann ist es umso
wichtiger, dass es nicht nur in den Zwischenstufen der
Wertschöpfung abgezogen wird, sondern auch dem
Urproduzenten, dem Landwirt, zur Verfügung gestellt wird.
Aber ich wiederhole mich: Wir stehen zur freien
Marktwirtschaft und zur entsprechenden Preisbildung, die wir
bei den unterschiedlichsten Fleischarten in Deutschland
in den vergangenen Monaten im Vergleich zu den letzten
Jahren sehen.
Relationen
- part_of → Protokoll der 98. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages
- part_of_vorgang → Auswirkungen der Inflation auf die Ernährungsstrategie der Bundesregierung
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