Rede von Ina Latendorf (DIE LINKE) – Fragestunde
Teil von Protokoll der 98. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 2: Fragestunde.
Text
Rede von Ina Latendorf (DIE LINKE) – Fragestunde
Vielen Dank, Herr Vizepräsident. – Frau
Staatssekretärin, Sie haben ja in Ihren Antworten schon mehrfach
gesagt, dass der Preis durch den Markt geregelt wird –
freie Marktwirtschaft –, dass die Preisbildung dort
stattfindet. Jetzt wissen wir alle, dass spätestens seit der
Fusion von tegut und Edeka – oder umgekehrt – die
Lebensmitteleinzelhandelsketten über 90 Prozent des Marktes
bestimmen, sich sozusagen gegenseitig auf die Preise
schauen und es da ein Preisdumping gibt, insofern also
eine preisbestimmende Position im
Lebensmitteleinzelhandel. Die Monopolkommission hat sich hierzu
geäußert. Wie will das Ministerium dem entgegenwirken?
Martina Englhardt-Kopf, Parl. Staatssekretärin beim
Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und
Heimat:
Sehr geehrte Frau Abgeordnete Latendorf, wir hatten
dazu ja insbesondere nach dem Gutachten der
Monopolkommission, das die Wertschöpfungsketten für Fleisch
und Milch genauer in den Fokus genommen hat, im
Ausschuss eine Debatte. Und das Ergebnis war auch hier,
dass man – zum Beispiel im Bereich UTP – stärken kann,
aber ein genereller Eingriff in die Preisbildung weder
sinnvoll noch notwendig ist. Und genau das ist die
Position unseres Hauses. Ich weiß, Sie sehen das anders. Es
gibt aber einfach Schwierigkeiten, wenn man feste
Erzeugerpreise für ganz Deutschland kalkulieren müsste; dies
wäre in der Praxis schwierig.
Relationen
- part_of → Protokoll der 98. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages
- part_of_vorgang → Auswirkungen der Inflation auf die Ernährungsstrategie der Bundesregierung
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