Rede von Jörn König (AfD) – Beck, Dr. Moritz Heuberger, Max Lucks,
Teil von Protokoll der 99. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 8a bis 8g: Beck, Dr. Moritz Heuberger, Max Lucks,.
Das Protokoll 21/99 liegt bei DIP nur als Vorabfassung vor: Der Text endet vor dem Schluss der Sitzung, zu Protokoll gegebene Reden fehlen in polradar (der endgültige Bericht war für den 13.10.2026 angekündigt). Vollständig im Plenarprotokoll (PDF) ↗.
Text
Rede von Jörn König (AfD) – Beck, Dr. Moritz Heuberger, Max Lucks,
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen!
Liebe Steuerzahler! Wer morgens zur Arbeit geht, spart
und für seine Familie vorsorgt, der möchte wissen: Was
bleibt mir am Monatsende? Die Grünen liefern dazu
heute ein Sammelsurium von acht Vorlagen, sechsmal
mit dem falschen Etikett „Gerechtigkeitslücke“.
(Katharina Beck [BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN]: Weil Sie halt nicht für Gerechtigkeit
sind! Schön, dass Sie dazu stehen!)
Entscheidend ist und bleibt aber die Lücke im eigenen
Portemonnaie.
Den AfD-Gegenentwurf gibt es schon seit Oktober
2024 hier im Bundestag: unsere Steuerreform 25 auf
der Grundlage des Kirchhof-Modells.
Erstens. Einkommen-, Körperschaft- und
Gewerbesteuer werden durch einen einheitlichen Ertragsteuersatz
ersetzt. Der Steuersatz beträgt 25 Prozent, inklusive
3 Prozentpunkten für eine kommunale
Gemeindewirtschaftsteuer – für Arbeitnehmer wie für Unternehmen.
Zweitens. 15 000 Euro Grundfreibetrag für jeden
Erwachsenen, 12 000 Euro für jedes Kind, und das
Kindergeld bleibt zusätzlich. Einer Familie mit drei Kindern
bleibt damit bis zu 85 000 Euro Arbeitnehmerbrutto
steuerfrei.
Drittens. Der Soli fällt komplett; die Freibeträge
wachsen automatisch mit der Inflation. Also endlich der Tarif
auf Rädern, endlich Schluss mit der kalten Progression!
Viertens. Steuersubventionen, Steuervergünstigungen
und unnötige Sonderregeln fallen weg. Transparente
Regeln statt teurer Steuergestaltung für Finanzhaie!
Unser Modell ist sozial: Wir entlasten die geringen und
mittleren Einkommen am meisten. Das hat auch das DIW
Berlin bestätigt. Hohe Freibeträge entlasten kleine
Einkommen besonders. Wer mehr verdient, zahlt einen
größeren Anteil seines Einkommens an den Staat. Auch ein
fester Steuersatz ist also sozial. Vor allem würde endlich
Arbeitseinkommen nicht mehr höher besteuert als
Kapitaleinkommen.
Heute ist das leider so – eine völlig unsoziale Regelung,
von der SPD eingeführt und in 30 Jahren SPD-Regierung
nicht geändert.
Zur Gegenfinanzierung müssen Subventionen weg und
Staatsausgaben gekürzt werden. Auch der Staat muss
sparen: Keine Ukrainehilfen mehr und kein
Migrantengeld mehr!
Im letzten Haushalt haben wir, die Alternative für
Deutschland, praktisch bewiesen, dass man 125
Milliarden Euro einsparen kann. Deshalb ist es, ehrlich gesagt,
unerträglich, Frau Kollegin Heiligenstadt, dass Sie immer
wider besseres Wissen behaupten, wir hätten keine
Gegenfinanzierung.
(Katharina Beck [BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN]: Nein, das stimmt! Da hat Frau
Heiligenstadt recht!)
Die Grünen dagegen wollen in ihrer heutigen
Antragsflut einen Grenzsteuersatz für Einkommen von bis zu
über 50 Prozent. Das wird auch erfolgreiche Handwerker,
Freiberufler und Familienunternehmer treffen. So etwas
passt schlecht zum vollmundigen Versprechen,
Unternehmen zu entlasten. Dazu wollen sie höhere
Digitalbesteuerung, neue Behörden gegen Steuerbetrug, neue
Bürokratie bei der Grunderwerbsteuer, neue Bürokratie bei der
Erbschaftsteuer.
Wir dagegen wollen all diese Steuern, die im Grunde
nur zu Bewertungsproblemen, Ungerechtigkeiten und
ausufernder Bürokratie führen, ersatzlos abschaffen.
(Beifall bei der AfD – Katharina Beck
[BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Wo ist denn
Ihr Engagement für den kleinen Mann?)
Meine Damen und Herren von den Grünen, als Teil der
Ampel hatten Sie mehr als drei Jahre Zeit für Reformen.
Die Bürger brauchen Ergebnisse und keine
nachträglichen Nebelkerzen aus der Opposition heraus.
(Zurufe der Abg. Katharina Beck [BÜND-
NIS 90/DIE GRÜNEN] und Ina Latendorf
[Die Linke])
Gegen Steuerbetrug hilft übrigens ein transparentes
Steuersystem ohne Schlupflöcher. Durch unser
Programm für Deutschland mit der Steuerreform 25 liefern
wir dieses einfache und transparente System. Da braucht
es dann auch keine riesigen, bürokratischen
Finanzüberwachungsbehörden mehr.
Wir lehnen alle Anträge ab, und wir finden es
vollkommen verrückt, zu einem Tagesordnungspunkt sieben
namentliche Abstimmungen zu veranstalten.
(Zuruf des Abg. Tarek Al-Wazir [BÜND-
NIS 90/DIE GRÜNEN])
Vielen Dank.
Relationen
- part_of → Protokoll der 99. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages
- part_of_vorgang → Gerechtigkeitslücke im Steuersystem schließen - 300-Wohneinheiten-Regelung in der Erbschaftsteuer abschaffen
- part_of_vorgang → Gerechtigkeitslücke im Steuersystem schließen - Share Deals reformieren, steuerliche Privilegierung von Immobilienkonzernen abschaffen
- part_of_vorgang → Gerechtigkeitslücke im Steuersystem schließen - Verschonungsbedarfsprüfung ab 26 Millionen Euro in der Erbschaft- und Schenkungsteuer abscha
- part_of_vorgang → Gesetz zu der Zusatzvereinbarung vom 8. Juni 2023 zur Mehrseitigen Vereinbarung vom 29. Oktober 2014 zwischen den zuständigen Behörden über
- part_of_vorgang → Gesetz zum Schließen einer Gerechtigkeitslücke bei der Besteuerung von Immobilienveräußerungen
- part_of_vorgang → Gesetz zum Schließen einer Gerechtigkeitslücke bei der Besteuerung von Kryptowerten
- part_of_vorgang → Gesetz zum Schließen einer Gerechtigkeitslücke in der Immobilienbesteuerung
- part_of_vorgang → Kleine und mittlere Einkommen tatsächlich entlasten und Rücklagen- und Vermögensaufbau stärken
- part_of_vorgang → Kryptowerte streng regulieren und gerecht besteuern
- part_of_vorgang → Organisierte Steuerhinterziehung wie Cum-Cum, Cum-Ex und Umsatzsteuerkarusselle auf Bundesebene stärker bekämpfen
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