Private Brauereien Deutschland e.V.
Text
Private Brauereien Deutschland e.V.
Tätigkeit: Berufsverband
Der Verband Private Brauereien Deutschland e.V. vertritt die Interessen der mittelständischen Brauwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland in allen die Branche betreffenden Themengebieten einschließlich der das Brauerhandwerk betreffenden Sachgebiete auf nationaler und europäischer Ebene. Er ist als Bundesverband organisiert, dem vier Regionalverbände sowie einzelne Brauereien als Direktmitglieder angeschlossen sind. Insgesamt verfügt der Verband mit seinen Regionalverbänden über knapp 800 Mitgliedsbrauereien, die inhabergeführt und konzernunabhängig sind. Neben der Rolle als Berufsverband ist der Verband Private Brauereien Deutschland e.V. auch gegenüber seinen Partnern in Handel und Gastronomie sowie in der Öffentlichkeit das Sprachrohr der mittelständischen Brauwirtschaft.
Um die Rahmenbedingungen für die mittelständische Brauwirtschaft zu erhalten und zu verbessern, informiert der Verband die Bundesregierung und Politikerinnen und Politiker anhand von Positionspapieren über die Brauwirtschaft betreffende Problemstellungen und Marktentwicklungen. In diesem Zusammenhang macht er Vorschläge für gesetzliche Regelungen zum Strukturerhalt und zur Förderung der mittelständischen Brauwirtschaft. Teilweise werden auch entsprechende Informationsveranstaltungen organisiert, zu denen auch Mitglieder des Deutschen Bundestages und Mitarbeitende der für die Belange der mittelständischen Brauwirtschaft verantwortlichen Bundesministerien eingeladen werden. Weiterhin gibt der Verband zu den die mittelständische Brauwirtschaft betreffenden Gesetzesvorhaben wie z.B. im Lebensmittelrecht, im Biersteuerrecht oder im Verpackungsrecht schriftliche Stellungnahmen gegenüber der Bundesregierung und den Mitgliedern des Deutschen Bundestages ab und steht im Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern hierzu.
Interessenbereiche: Handwerk; Lebens- und Genussmittelindustrie
Regelungsvorhaben:
- Novellierung des Verpackungsgesetzes: Stärkung und Aufrechterhaltung der deutschen Mehrweg- und Pfandsysteme im Getränkebereich auch vor dem Hintergrund der Europäischen Verpackungsverordnung (PPWR).
Der Verband Private Brauereien Deutschland setzt sich dafür ein, die bestehenden Getränkemehrwegsysteme in Deutschland in ihrer Arbeitsweise beizubehalten und zu fördern. Er fordert zudem die Einführung einer Lenkungsabgabe auf ökologisch nachteilige Einweggetränkeverpackungen zur Stärkung von Mehrweg.
- Entwurf des BMUV einer Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS): Festlegung konkreter Maßnahmen zur Erreichung der 70 prozentigen Mehrweg-Zielquote bei Getränkeverpackungen; Nennung weiterer Ansatzpunkte zur Förderung von Mehrweg
- Gesetz zur Beschleunigung des Ausbaus von Geothermieanlagen, Wärmepumpen und Wärmespeichern: Schutz der Ressource Wasser für Lebensmittelbetriebe
- Verordnung (EU) 2024/1143: Auslobung von Hopfensorten bei Getränken
- Verordnung zur Änderung der Mess- und Eichgebührenverordnung: Begrenzung der Kostensteigerungen für handwerkliche und mittelständische Brauereibetriebe
- Pläne zur Einführung einer Steuer/Abgabe auf zuckerhaltige Getränke: Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Diskussionen um die Einführung einer Zuckersteuer bzw. -abgabe auf zuckerhaltige Getränke positioniert sich der Verband Private Brauereien Deutschland e.V. gegen pauschale steuerliche Eingriffe in das Lebensmittelangebot. Aus Sicht der Branche wird damit ein komplexes ernährungs- und gesundheitspolitisches Problem auf eine unzureichende und potenziell kontraproduktive Einzelmaßnahme reduziert. Es drohen Wettbewerbsnachteile und weitere Bürokratie für die mittelständische Brauwirtschaft, die aufrund der aktuell steigenden Rohstoff- und Energiekosten bereits unter erheblichem Druck steht.
- Änderung des Jugendschutzgesetzes: Der Verband Private Brauereien Deutschland e.V. stimmt der beabsichtigten Streichung des § 9 Abs. 2 Jugendschutzgesetz bei Beibehaltung der bewährten Altersgrenzenregelung in § 9 Abs. 1 Jugendschutzgesetz zu.
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