Stopp aller Pläne zur Ansiedlung der "Deutschen Agentur für Transfer und Innovation" in Erfurt
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Stopp aller Pläne zur Ansiedlung der "Deutschen Agentur für Transfer und Innovation" in Erfurt
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/2015
21. Wahlperiode 20.10.2025
Kleine Anfrage
des Abgeordneten Stephan Brandner und der Fraktion der AfD
Stopp aller Pläne zur Ansiedlung der „Deutschen Agentur für Transfer und
Innovation“ in Erfurt
Die Bundesregierung hat die geplante Ansiedlung der „Deutschen Agentur für
Transfer und Innovation“ (DATI) in Erfurt kurzfristig gestoppt, obwohl diese
bereits im Bundeshaushalt vorgesehen und vom Deutschen Bundestag
genehmigt war (vgl. www.zeit.de/news/2025-10/09/bundesforschungsagentur-komm
t-doch-nicht-nach-erfurt). Die DATI sollte Innovationen aus Forschung und
Wissenschaft zügig in die Wirtschaft überführen und damit Deutschland
international wettbewerbsfähiger machen. Für die Thüringer Landeshauptstadt
Erfurt bedeutete die geplante Ansiedlung nicht nur die Schaffung
hochqualifizierter Arbeitsplätze, sondern auch eine Stärkung der wirtschaftlichen und
wissenschaftlichen Sichtbarkeit der Stadt. Der Abbruch des Projekts gefährdet nun
wesentliche Zukunftschancen für Erfurt. Vor diesem Hintergrund bitten die
Fragesteller die Bundesregierung um Auskunft über die Gründe der Absage sowie
die Bewertung der Folgen für die Stadt.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche Gründe gibt es dafür, dass die „Deutsche Agentur für Transfer und
Innovation“ (DATI) nicht mehr im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU
und SPD vorgesehen war und von der Bundesregierung nicht
weiterverfolgt wird?
2. Welche Kosten wurden bereits für die DATI verausgabt (bitte nach Jahren
auflisten)?
3. Wann und durch wen wurde die Entscheidung getroffen, das Projekt DATI
nicht weiterzuführen, und wann wurden jeweils welche Mitglieder des
Kabinetts darüber informiert?
4. Welche Bemühungen hat die Beauftragte der Bundesregierung für die
neuen Bundesländer und Berlin unternommen, um die Weiterführung der
DATI in Erfurt zu unterstützen?
5. Wann und durch wen wurden die Thüringer Landesregierung, die Stadt
Erfurt und die Thüringer Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) über die
Einstellung des Vorhabens informiert?
6. Wie bewertet die Bundesregierung die Folgen der Beendigung der
Ansiedlung der DATI für die Landeshauptstadt Erfurt?
7. Plant die Bundesregierung alternative Ansiedlungen in Erfurt, und wenn
ja, welche?
8. Welche Alternativen zur DATI prüft die Bundesregierung aktuell
gegebenenfalls, um den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft in
Deutschland zu beschleunigen?
9. Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung, um die entstandene
Lücke für Erfurt und die Region Thüringen im Bereich Forschungstransfer
auszugleichen?
10. Welche Auswirkungen ihrer Entscheidung sieht die Bundesregierung ggf.
auf die regionale Wirtschaft, insbesondere auf das Gastgewerbe, das
Konferenzwesen und die Ansiedlung von Unternehmen in Erfurt?
11. Plant die Bundesregierung, die bereits in DATI investierten Mittel für
vergleichbare Projekte zu verwenden, und wenn ja, für welche, und in
welchem Umfang?
12. Welche konkreten Maßnahmen sollen ggf. unternommen werden, um
hochqualifizierte Fachkräfte trotz des Projektabbruchs nach Erfurt oder
Thüringen zu binden?
Berlin, den 16. Oktober 2025
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
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ISSN 0722-8333]
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