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Rede von Hansjörg Durz (CDU/CSU) – Gesetzes zur Durchführung der unionsrechtlichen Vorschriften über die Europäische Brieftasche für die Digitale Identität sowie zur Änderung …

dip / rede 23.09.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 95. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 5: Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Durchführung der unionsrechtlichen Vorschriften über die Europäische Brieft.

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Rede von Hansjörg Durz (CDU/CSU) – Gesetzes zur Durchführung der unionsrechtlichen Vorschriften über die Europäische Brieftasche für die Digitale Identität sowie zur Änderung … Sehr geehrte Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn man die Debatte so verfolgt, ist es immer wieder erstaunlich, zu sehen, wie versucht wird, selbst Lösungen, die von internationalen Topexperten entwickelt werden und die das Leben der Menschen einfacher und besser machen, schlechtzureden. Das ist völlig unverständlich. Genau vor 20 Jahren wurde in Kalifornien ein neuer Bildschirm vorgestellt: der sogenannte Multi-Touch-Screen. Ziel war eine Bedienung, die sich intuitiv und natürlich anfühlt. Ein Jahr später wurde dann das iPhone vorgestellt. Diese Screens veränderten unsere Verbindung mit dem Gerät und unseren Zugang zur digitalen Welt. Vor allem aber wurde die Bedienung digitaler Technik plötzlich ganz selbstverständlich: tippen, wischen, navigieren, fotografieren – genau so, wie wir es intuitiv erwarten. Was damals neu war, ist heute längst selbstverständlich; diese intuitive Art, mit der digitalen Welt umzugehen, ist heute in fast allen Lebensbereichen angekommen. Aber eben nur in fast allen: Bei Verwaltungsdienstleistungen müssen wir uns teilweise noch durch Verfahren arbeiten, die wenig mit unserem digitalen Alltag zu tun haben. Aber auch bei der Eröffnung eines Bankkontos muss man sich gelegentlich sehr kompliziert identifizieren. Und manchmal zeigt sich die Lücke sogar in ganz alltäglichen Situationen. Ich denke da beispielsweise an Bahnfahrkarten, die man in der Regel auf dem Smartphone hat; aber wenn ein Kontrolleur kommt, muss man seinen Ausweis aus der Geldbörse holen. Da haben wir wieder analog und digital. Genau daran wird sich durch die neue „d-you“-App der digitalen Brieftasche grundlegend etwas ändern. Wir haben es bereits gehört: Die App bringt unseren digitalen Nachweis auf das Gerät, das wir ohnehin ständig bei uns haben. Sie folgt damit demselben Prinzip, das damals das iPhone so populär machte: Nicht der Mensch passt sich der Technik an, sondern die Technik passt sich stärker an das an, was wir tun möchten. Die „d-you“-App ist darum auch kein weiteres digitales Verwaltungsverfahren, sondern eine App, die wir ganz selbstverständlich im Alltag nutzen. Ich durfte den Piloten schon anschauen, und ich muss sagen: Es macht Spaß. Ich freue mich auf dann, wenn es diese App tatsächlich gibt. Mit dem Digitale Identitätengesetz schaffen wir jetzt den rechtlichen Rahmen dafür. Aber „d-you“ wird nicht nur einfach eine gute App. Entscheidend ist auch das Ökosystem; darauf ist schon hingewiesen worden. Ich bin dem BMDS und Minister Wildberger sehr dankbar, dass er die „d-you“-App so vorangetrieben hat, dass wir sie im nächsten Jahr verfügbar haben. So wie das Smartphone unseren Zugang zur digitalen Welt einfacher und besser gemacht hat, wird die „d-you“-App unseren Alltag einfacher und besser machen. Vielen Dank.

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