Rede von Frauke Heiligenstadt (SPD) – Gesetzes zur Einführung einer Frühstartrente
Teil von Protokoll der 97. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 34a und 34b: Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Einführung einer Frühstartrente.
Text
Rede von Frauke Heiligenstadt (SPD) – Gesetzes zur Einführung einer Frühstartrente
Sehr geehrter Herr Kollege, danke für das Zulassen der Zwischenfrage. – Sie haben gerade gesagt, dass die 1 Prozent Kostendeckel ausgenutzt werden würden. Haben Sie vielleicht zur Kenntnis genommen, dass die noch nicht mal in Kraft getretene neue private Altersvorsorge mit ebenfalls einem Kostendeckel von 1 Prozent gerade dafür sorgt, dass in diesem Bereich schon Angebote, ohne dass ein Vertrag abgeschlossen werden kann, mit 0 Prozent Kosten oder sogar Prämien vorhanden sind, also allein die Tatsache, dass es eine entsprechende Alternative gibt, dafür sorgt, dass dieser Kostendeckel wirklich die Obergrenze ist?
Wenn ich noch eine Frage ergänzen darf: Sie reden ja immer von dem sogenannten Junior-Spardepot, das Sie vorschlagen. Sinnigerweise haben Sie es in dieser Debatte gar nicht mehr vorgeschlagen. Ist der Grund dafür, dass Sie das nicht vorgeschlagen haben, vielleicht der, dass, wenn Sie jedem Kind 100 Euro im Monat,
und das über die ganze Zeit und ab dem nullten Lebensjahr versprechen, Sie dann, wenn Sie das nur mit dem Alter berechnen, das wir mit der Frühstartrente vorgesehen haben, auf über 65 Milliarden Euro an Gesamtkosten für die ersten zwölf Jahren kämen und dafür keine einzige Gegenfinanzierung haben?
Relationen
- part_of → Protokoll der 97. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages
- part_of_vorgang → Finanzielle Bildung stärken - Unabhängig, mehrperspektivisch und für alle jungen Menschen
- part_of_vorgang → Gesetz zur Einführung einer Frühstartrente
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