Rede von Thomas Silberhorn (Parl. Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung) – Fragestunde
Teil von Protokoll der 54. Sitzung des 19. Deutschen Bundestages · TOP 2: Fragestunde.
Text
Rede von Thomas Silberhorn (Parl. Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung) – Fragestunde
In der Nacht vom 18. auf den 19. September wurden durch den ABC-Gefahrgutzug des Landkreises Leer auf Veranlassung der Bundeswehr-Feuerwehr und im Rahmen der Amtshilfe Kohlenstoffmonoxidmessungen durchgeführt. Diese Messungen wurden am Folgetag, dem 20. September, wiederholt.
Zur Beurteilung von Schadstofffreisetzungen werden die Störfallbeurteilungswerte herangezogen, die das Umweltbundesamt herausgibt. Die gemessenen Werte haben sich als unkritisch für die Einsatzkräfte dargestellt, weil sie sämtlich unter dem niedrigsten Störfallbeurteilungswert lagen.
Nach diesen Messungen am 18., 19. und 20. September hat die Rauchentwicklung nachgelassen – auch die Brandintensität hat im Laufe des Abends nachgelassen –, was die Annahme zulässt, dass keine höheren oder gar grenzwertüberschreitenden Messergebnisse daher zu erwarten waren. Eine Gefährdung der Einsatzkräfte konnte und kann daher weiterhin ausgeschlossen werden.
Ich will an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Bewertung in Bezug auf die Bevölkerung dem Land Niedersachsen in Verbindung mit dem Landkreis Emsland obliegt. Dazu hat der Landkreis Emsland in einer aktuellen Pressemitteilung vom 8. Oktober Folgendes ausgeführt – ich zitiere –:
Im Ergebnis bleibt es nach toxikologischer Fachexpertise bei der Einschätzung, dass eine akute Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung nicht gegeben war. (…)
Richtig ist, dass die Weltgesundheitsorganisation einen Grenzwert von 9 ppm
– das heißt „parts per million“ –
CO
– Kohlenmonoxid –
definiert hat. Allerdings gilt dieser erst dann als problematisch, wenn er im Innenraum in einem Zeitraum von 8 Stunden ein Leben lang überschritten wird. Die vereinzelten kurzfristigen Überschreitungen … beliefen sich auf der Höhe eines Siedlungsgebietes in Stavern kurzzeitig bei 14 ppm. Im unbewohnten Gebiet zeitweise auf 20 ppm. Diese Werte wurden in der „Rauchfahne“ in der Nacht vom 18. auf den 19. September gemessen und stellen die höchsten Werte dar.
So das Zitat aus der Pressemitteilung des Landkreises Emsland.
Relationen
- part_of → Protokoll der 54. Sitzung des 19. Deutschen Bundestages
- spoke_in ← Thomas Silberhorn (Rede)