Rede von Jürgen Braun (AfD) – Aktuelle Stunde: Proteste in China und die deutsche China-Politik
Teil von Protokoll der 72. Sitzung des 20. Deutschen Bundestages · TOP ZP 1: Aktuelle Stunde: Proteste in China und die deutsche China-Politik.
Text
Rede von Jürgen Braun (AfD) – Aktuelle Stunde: Proteste in China und die deutsche China-Politik
Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Kollegen! Völlig gesunde Bürger werden unter Androhung drakonischer Strafmaßnahmen
eingeschüchtert. Unter dem Beifall der Staatsmedien werden Wasserwerfer gegen friedliche Demonstranten eingesetzt. Bei Demonstrationsteilnehmern werden
Hausdurchsuchungen vorgenommen, Handys beschlagnahmt. Im Internet gibt es Zensur und Einschränkungen der Meinungsfreiheit. Die Menschenrechtslage ist so
verheerend, dass sich die UNO einschaltet. – Das ist nicht nur die gegenwärtige Lage in der Volksrepublik China; das war bis letztes Jahr auch Teil der Lage in
Deutschland.
Die Bundesregierungen haben sich selbst so verhalten, wie es die Kommunistische Partei Chinas nach wie vor tut.
(Beifall bei der AfD – Alexander Graf Lambsdorff [FDP]: Völlig irre! – Gyde Jensen [FDP]: Vollkommener Irrsinn! – Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]:
Ich hätte Ihnen das ja gewünscht, aber leider haben wir es nicht gemacht!)
Auch hier bei uns galt: Besuch von Verwandten in einem anderen Bundesland: Verboten! Allein auf einer Parkbank ein Buch lesen: Verboten! Schlitten
fahren mit der Familie an der frischen Luft: Verboten! Denunzianten: Gefördert!
Sie beklagen sich jetzt zu Recht über Zensur in China. Aber was haben Sie selbst bis vor Kurzem gefördert? Im Staatsfernsehen tagtäglich Beschallung
mit irrelevanten Zahlen, die nur ein Ziel hatten: Die Verbreitung von Angst – wie beim Televisor aus Orwells „1984“.
Zeitgleich wurden Kritiker dieser Zustände diffamiert und bekämpft,
freiheitsliebende Spaziergänger als „Aluhüte“ und „Rechtsextremisten“ beschimpft und aus Restaurants, Schwimmbädern und Fitnessstudios verbannt –
unter Androhung von Beugehaft und Rentenkürzungen.
Ein SPD-Oberbürgermeister bei Stuttgart erlaubte gar, Schusswaffen gegen Spaziergänger einzusetzen. Polizeigewalt in Deutschland: so massiv wie seit
über 30 Jahren, seit dem Ende des SED-Regimes, nicht mehr, so massiv, dass sich der UNO-Sonderberichterstatter für Folter einschaltete; Polizeigewalt, wie wir
sie zu Recht in China beklagen, auch hier bei uns.
Und nahezu alle von Ihnen haben mitgemacht. Herr Trittin, Sie haben die Impfpflicht für alle gefordert. Jetzt können Sie viel über Freiheit in China
reden; Herr Lauterbauch ist ja passenderweise gar nicht da.
Wogegen sich jetzt mutige Chinesen wenden, wurde hier jahrelang praktiziert.
(Lachen bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN – Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Nee! Nee! – Dr. Nils Schmid [SPD]: Das ist ja
unglaublich!)
Die totalitäre Zero-Covid-Petition wurde von den führenden Figuren des Mainstreams unterzeichnet – Zero-Covid –:
(Alexander Graf Lambsdorff [FDP]: Das ist widerwärtig, was Sie hier absondern! Das ist einfach nur widerwärtig! Ekelerregend, Herr Braun!
Ekelerregend!)
Klimahüpferin Luisa Neubauer, der staatsfinanzierte Georg Restle; sogar der vom Stasimann zum Berliner Staatssekretär aufgestiegene Andrej Holm war
mit von der Partie.
– Hören Sie zu, Herr Lambsdorff!
Die Wahrheit wollen Sie nicht hören; das weiß ich. Ist mir klar.
Auch Christian Drosten hat in der Fachzeitschrift „The Lancet“ zum bedingungslosen Einsperren der Bürger aufgerufen.