Frage von Swantje Henrike Michaelsen (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/4187)
Teil von Protokoll der 58. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.
Text
Frage von Swantje Henrike Michaelsen (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/4187)
Welche Annahmen oder Berechnungen hat die Bundesregierung in Bezug auf CO2-Einsparungen durch die Förderung von Plug-in-Hybriden bei der E-Auto-Förderung angestellt?
Antwort des Parl. Staatssekretärs Carsten Träger:
Wichtig ist, die Auswirkungen der Kaufentscheidung beim Neuwagenkauf über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs in den Blick zu nehmen. Denn Pkw haben inzwischen eine durchschnittliche Verweildauer von 18 Jahren im Bestand in Deutschland.
Plug-in-Hybride eröffnen den Einstieg in das elektrische Fahren. Diese bieten das Potenzial, große Teile der Fahrleistung elektrisch zu erbringen. Das kann über die Lebensdauer hinweg viel Kohlendioxid einsparen. Zwei Aspekte sind dabei wichtig:
Erstens muss das Fahrzeug die technischen Voraussetzungen für möglichst viel elektrisches Fahren mitbringen. Deshalb werden ambitionierte Anforderungen vorgeschrieben, etwa eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern.
Zweitens müssen die Rahmenbedingungen so weiterentwickelt werden, dass dieses Potenzial auch genutzt wird. Daher wird die Möglichkeit geprüft, die Förderung der Plug-in-Hybride ab Mitte kommenden Jahres am Kohlendioxidausstoß im realen Betrieb auszurichten.
Plug-in-Hybride sind zwar nicht so umweltschonend wie rein elektrische Fahrzeuge. Dennoch sind sie deutlich klimafreundlicher als reine Verbrenner. Sie bieten über ihre Lebensdauer ein erhebliches Klimaschutzpotenzial. Deshalb ist die Förderung von Plug-in-Hybriden ein sinnvoller Schritt für den Klimaschutz.
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