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Frage von Nicole Gohlke (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/2142)

dip / rede 15.10.2025 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 33. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.

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Text

Frage von Nicole Gohlke (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/2142) Sind der Bundesregierung die Ergebnisse der Studie „Deutsche Wissenschaft seit dem 7. Oktober: Selbstzensur und Einschränkungen unter Forschenden mit Nahostbezug“ (vergleiche Grimm et al.) bekannt, nach welcher es zu einer zunehmenden Selbstzensur unter Forschenden mit Nahostbezug kommt, und, wenn ja, wie positioniert sie sich dazu, und wird sie etwas dagegen unternehmen, und, wenn ja, was? Antwort der Parl. Staatssekretärin Dr. Silke Launert: In der genannten Studie wurden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in Deutschland mit Bezug zum Nahen Osten forschen, befragt. Ziel war nach Aussage der Autoren keine repräsentative Gesamterhebung, sondern die Ausleuchtung eines sehr spezifischen Ausschnitts der akademischen Landschaft. Dies muss bei der Einordnung dieser Studie in den Gesamtkontext der Wahrnehmung von Wissenschaftsfreiheit im Blick behalten werden. Eine repräsentative Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) aus dem Jahr 2024 zeigt beispielsweise ein anderes Bild. Demnach schätzen vier Fünftel der 9 000 befragten Professoren, Postdocs und Doktoranden den Zustand des Wissenschaftssystems im Hinblick auf Autonomie und Forschungsfreiheit als eher gut oder sogar sehr gut ein, während lediglich 3 Prozent die Bewertung „sehr schlecht“ vergeben. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen auch Befragungen aus den Jahren 2019/20 und 2023. Die Forschenden, die nun von der Freien Universität Berlin im Rahmen der Studie befragt wurden, nehmen eine zunehmende Gefährdung der Wissenschaftsfreiheit wahr und berichten von Selbstzensur. Die Bundesregierung nimmt diese Ergebnisse sehr ernst und setzt sich gemeinsam mit den Hochschulen dafür ein, einen Rahmen zu schaffen, in dem auch weiterhin kontroverse Themen faktenbasiert, mit gegenseitigem Respekt und mit Toleranz für andere Meinungen diskutiert werden können.

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