Bundesbericht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase 2025 mit Stellungnahme der Bundesregierung
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Bundesbericht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase 2025 mit Stellungnahme der Bundesregierung
[Unterrichtung
durch die Bundesregierung
Bundesbericht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer
frühen Karrierephase 2025
mit
Stellungnahme der Bundesregierung
Inhal tsverzeichnis
Seite
Stellungnahme der Bundesregierung .......................................................... III
Bundesbericht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in
einer frühen Karrierephase 2025 – BuWiK 2025 ....................................... 1
Abbildungsverzeichnis .................................................................................. 8
Tabellenverzeichnis....................................................................................... 13
Abkürzungsverzeichnis ................................................................................ 16
Vorwort .......................................................................................................... 18
Einleitung ....................................................................................................... 21
Wichtige Ergebnisse im Überblick .............................................................. 25
A Rahmenbedingungen der Qualifizierung und methodische
Anmerkungen ..................................................................................... 43
A1 Ausgaben und Personal für Forschung und Entwicklung .................... 44
A2 Qualifizierung und Förderung .............................................................. 46
Zugeleitet mit Schreiben des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt vom 3. September
2025 gemäß Beschluss vom 18. Juni 2009 (Bundestagsdrucksache 16/13421).
Deutscher Bundestag Drucksache 21/1480
21. Wahlperiode 04.09.2025
Seite
A3 Aktuelle Themenfelder ......................................................................... 57
A4 Begriffsdefinition ................................................................................. 66
A5 Daten und Klassifikationen .................................................................. 77
B Ergebnisse des Monitorings zu Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern in einer frühen Karrierephase ............................ 89
B1 Grundinformationen ............................................................................. 90
B2 Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen ............................................ 121
B3 Übergang zur Promotion und Qualifizierungsbedingungen
während der Promotion ........................................................................ 141
B4 Karriereverläufe Promovierter ............................................................. 156
B5 Befristung in der wissenschaftlichen Beschäftigung ............................ 185
B6 Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere ........................ 204
B7 Internationalität .................................................................................... 213
B8 Coronapandemie .................................................................................. 225
C Etablierung der Tenure-Track-Professur ........................................ 239
C1 Einführung, Fragestellung und wissenschaftspolitischer Diskurs ........ 240
C2 Die Tenure-Track-Professur im Karrieresystem zur Professur ............ 243
C3 Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen .............................. 249
C4 Die Etablierung der Tenure-Track-Professur an den
Hochschulen ......................................................................................... 264
C5 Die Tenure-Track-Professur im internationalen Vergleich .................. 270
D Ausblick ............................................................................................... 275
D1 Forschungsdesiderate und Zukunftsthemen ......................................... 277
D2 Weiterentwicklung von Daten und Konzepten .................................... 280
D3 Weiterentwicklung des Berichts ........................................................... 283
Literaturverzeichnis ..................................................................................... 285
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – III – Drucksache 21/1480
Stellungnahme der Bundesregierung
Der Bundesbericht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase (BuWiK) (vormals
BuWiN, Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs) liefert einmal pro Legislaturperiode empirisch fundierte
Daten und aktuelle Forschungsbefunde zum Bestand, zu Qualifikations- und Karrierewegen sowie zu den
beruflichen Perspektiven Promovierender und Promovierter in Deutschland. Die Daten und Befunde dienen den
Wissenschaftseinrichtungen, den Ländern und dem Bund als Steuerungswissen. Den Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern in einer frühen Karrierephase (WiKa) dienen sie als Orientierungswissen und der Wissenschafts-
und Hochschulforschung als Grundlagenwissen.
Der BuWiK 2025 wurde am 30. Januar 2025 veröffentlicht. Erstellt wurde er von einem unabhängigen
wissenschaftlichen Konsortium unter der Leitung des Instituts für Innovation und Technik, Berlin (iit). Im Konsortium
vertreten waren auch das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF), das
Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), das Institut für Hochschulforschung
an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (HoF), das International Center for Higher Education
Research Kassel (INCHER-Kassel) sowie das Statistische Bundesamt (Destatis). Ein wissenschaftlicher Beirat hat
die Konzeption und Ausgestaltung des Berichts intensiv unterstützt.
Neben der Anpassung des Titels und damit der Abkehr vom Begriff „wissenschaftlicher Nachwuchs“ entschied
sich das Konsortium für eine weitere, grundlegende Änderung im Vergleich zu den bisherigen BuWiNs mit dem
Ziel, die internationale Anschlussfähigkeit des Berichts zu erhöhen: WiKa wird im Rahmen des BuWiK fortan
nur noch als Promovierende (R1) und Promovierte in der Orientierungsphase (R2) und nicht mehr wie bisher
der „wissenschaftliche Nachwuchs“ einschließlich Promovierter in der Etablierungsphase (R3) definiert. Diese
Änderung orientiert sich an dem EU-Framework for Research Careers (2023). Da die Phase R3 jedoch eine
wichtige Rolle in der Karriereentwicklung und -planung der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
spielt, wird sie weiterhin in die Betrachtungen und Analysen eingeschlossen.
Eine Herausforderung bleibt weiter bestehen: Trotz der neueren Erfassung des Merkmals „Promotion“ in der
amtlichen Statistik und damit der Möglichkeit einer Abgrenzung zwischen promovierenden und promovierten
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern reicht diese Unterscheidung für eine eindeutige Zuordnung zu den
Phasen R1 bis R3 und im Besonderen einer eindeutigen Abgrenzung zwischen R2 oder R3 nicht aus. Somit
müssen die Gruppen R1 bis R3 im Rahmen des BuWiK in Abhängigkeit der Datenverfügbarkeit weiterhin
ergänzend mit Hilfe von Altersgrenzen gemäß
„Indikatorenmodell für die Berichterstattung zum wissenschaftlichen Nachwuchs“ angenähert werden. Mit dem
Modell sollten stabile Indikatoren für eine langfristige Berichterstattung identifiziert und zur Verfügung gestellt
werden. Das Indikatorenmodell setzt „35 Jahre“ als Grenze zwischen promovierenden und promovierten
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Es orientiert sich dabei am Durchschnittsalter beim
Promotionsabschluss. Davon abgeleitet werden die Altersgrenzen für R2 auf unter 40 Jahre und für R3 auf 40 bis unter 45 Jahre
für Promovierte bzw. unter 45 Jahre für Habilitierte für die Betrachtung im Rahmen des Berichts festgelegt. Hier
wird auf das durchschnittliche Eintrittsalter bei Übernahme einer Professur Bezug genommen.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase tragen wesentlich zur
Zukunftsfähigkeit der deutschen Wissens- und Innovationsgesellschaft bei: (i) Bereits während der eigenen Qualifizierung
generieren sie Wissen und helfen, Innovationen zu schaffen und voranzubringen, (ii) Im Wissenschaftssektor
stellen sie sicher, dass das hauptberufliche wissenschaftliche Personal kontinuierlich erneuert werden kann wie
auch Professuren an Hochschulen und Leitungspositionen an Forschungseinrichtungen stetig neu besetzt werden
können, (iii) Diejenigen, die die Wissenschaft nach Ende der Qualifizierung verlassen, sorgen außerdem dafür,
dass anspruchsvolle Aufgaben außerhalb des Wissenschaftssystems ebenfalls von hochqualifiziertem Personal
erfüllt werden, sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Dienst, etwa in Forschung, Entwicklung
und Innovation, in der Krankenversorgung und in der Verwaltung. In sie zu investieren, heißt in die Zukunft zu
investieren. Das bedeutet aber auch, dass es hervorragender Qualifizierungs- sowie attraktiver und klarer
Rahmenbedingungen mit langfristigen und planbaren beruflichen Perspektiven bedarf.
Drucksache 21/1480 – IV – Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode
Hauptträger der Qualifizierung von WiKa in Deutschland sind die Hochschulen und daneben die Einrichtungen
der außeruniversitären Wissenschaftsorganisationen Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten
Forschung e. V. (FhG), Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e. V. (HGF),
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. (MPG) und Wissenschaftsgemeinschaft
Gottfried Wilhelm Leibniz e. V. (WGL). Aber auch die Ressortforschungseinrichtungen von Bund und Ländern,
wissenschaftliche Bibliotheken und Museen, die Akademien sowie sonstige öffentlich geförderte
Organisationen ohne Erwerbszweck mit Aktivitäten in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Entwicklung sind
wichtige Partner bei der Qualifizierung der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – V – Drucksache 21/1480
Wesentliche Befunde des BuWiK 2025 und Stellungnahme der Bundesregierung
Mit dem BuWiK 2025 wird das Monitoring der vergangenen vier Bundesberichte zu WiKa und Promovierten
in der Phase R3 und somit die Berichterstattung über empirisch fundierte Daten und aktuelle Forschungsbefunde
fortgeschrieben. Der BuWiK belegt wie auch die Vorgängerberichte, dass das deutsche Wissenschaftssystem für
die Gruppe der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen und mittleren Karrierephase attraktiv
ist. Er identifiziert aber auch Herausforderungen, die erfolgreich angegangen werden müssen, um weiterhin
exzellente junge Talente aus dem In- und Ausland gewinnen und vor allem auch langfristig halten zu können - für
den Erhalt und die Fortentwicklung einer leistungsstarken und wettbewerbsfähigen Wissens- und
Innovationsgesellschaft.
In seinem Schwerpunkt befasst sich der BuWiK 2025 mit der Tenure-Track-Professur als neuem Karriereweg
an Hochschulen und im Besonderen mit Erkenntnissen aus dem Bund-Länder-Programm zur Förderung des
wissenschaftlichen Nachwuchses dazu. Letzteres wurde 2016 vom Bund gemeinsam mit den Ländern aufgesetzt,
um Karrieren in der Wissenschaft planbarer und transparenter und das deutsche Wissenschaftssystem
international attraktiver zu machen sowie den notwendigen Kultur- und Strukturwandel an Universitäten weiter
voranzubringen.
Im Folgenden wird zu den Befunden des BuWiK 2025 Stellung genommen:
1. zu Rahmen- und Qualifizierungsbedingungen Promovierender (R1)
2. zu Perspektiven Promovierter innerhalb und außerhalb der Wissenschaft
3. zu Karriereverläufen Promovierter in der Orientierungs- (R2) und Etablierungsphase (R3) unter
besonderer Berücksichtigung der Tenure-Track-Professur
4. zur Weiterentwicklung des Berichts
Zur Datenlage:
In der Stellungnahme wird – sofern nicht anders verzeichnet – auf Daten der amtlichen Statistik Bezug
genommen. Auf Unterschiede zwischen einzelnen Datenquellen wird nur in besonderen Fällen hingewiesen.
Die Datenlage hat sich gegenüber dem BuWiK 2021 weiter geringfügig verbessert. Einen großen Anteil daran
hat die 2016 in Kraft getretene Novelle des Hochschulstatistikgesetzes und damit verbunden die 2017 als
Verlaufsstatistik eingeführte Promovierendenstatistik. Um die Hochschulen bei der Promovierendenerfassung zu
unterstützen, förderte die Bundesregierung bis Mitte 2023 die Koordinierungsstelle Nachwuchsinformationen
des Universitätsverbands zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland (UniKoN).
Eine wichtige Ergänzung der amtlichen Statistik sind außerdem die Ergebnisse der DZHW-Befragungen von
Promovierenden und Promovierten im Rahmen der National Academics Panel Study (Nacaps). Sie geben
Auskunft über die Dauer der Promotion, Abbruchgründe und Familienpflichten der WiKa. Die Bundesregierung
fördert diese nationale Panelstudie im Multikohorten-Sequenz-Design seit 2017, durch die Institutionalisierung
im Januar 2025 wird die langfristige Etablierung von Nacaps sichergestellt.
Es bleibt jedoch anzumerken, dass die Datenqualität insgesamt noch immer nicht ausreichend ist. Es gilt weiter,
Datenlücken zu schließen und die Datenerfassung zu verbessern. Auch muss von Seiten der Wissenschaft
perspektivisch eine allgemein akzeptierte Definition für eine Berechnung des akademischen Alters erarbeitet und
in die Anwendung gebracht werden, damit nicht-lineare Lebensläufe besser abgebildet werden können und das
auch im BuWiK 2025 noch notwendige Hilfsmerkmal „biologisches Alter“ zukünftig wegfallen kann. Ebenso
gilt es, neue Stellenkategorien wie sie im Rahmen der Entwicklung und Umsetzung von
Personalstrukturkonzepten an Hochschulen entstehen oder bereits eingeführt sind, statistisch eindeutig erfassen und entsprechend
berücksichtigen zu können.
Eine verbesserte Datenlage vergrößert die Aussagekraft des BuWiK, erleichtert die Bewertung der Situation der
jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und eröffnet bessere Steuerungsmöglichkeiten im
Wissenschaftssektor mit dem Ziel der bestmöglichen Qualifizierung und Förderung von Promovierenden (R1) und
Promovierten (R2 und R3). Letzteres liegt auch im besonderen Interesse der Bundesregierung.
Drucksache 21/1480 – VI – Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode
Zu fächerspezifischen Unterschieden:
Der BuWiK bestätigt erneut, dass es in allen Phasen große Unterschiede zwischen den Fächern bzw.
Fächergruppen gibt und geben kann. Die Bundesregierung erkennt diese fachkulturellen Unterschiede im Allgemeinen
an und geht in der Stellungnahme explizit nur dann darauf ein, wenn Besonderheiten einzelne Fächer(gruppen)
betreffend berichtet werden. Die Bundesregierung geht weiter davon aus, dass sich Vertreterinnen und Vertreter
der einzelnen Fächer bzw. Fächergruppen mit den Ergebnissen des BuWiK befassen, sie für sich bewerten und
fachspezifisches Veränderungspotential diskutieren, definieren und mit Hilfe geeigneter Maßnahmen angehen.
1 Rahmenbedingungen für die Qualifizierung von Promovierenden (R1)
1.1 Befunde des BuWiK 2025 und deren Bewertung
Die erste Phase der wissenschaftlichen Qualifizierung ist die Promotionsphase. Die zentralen Befunde des
Berichts bezogen auf diese Phase betreffen die am Promotionsgeschehen beteiligten Einrichtungen, die Zahl der
Promovierenden und die Promotionsdauer, die Promotionsquote, den Übergang zur Promotion, die
Beschäftigungs- und Betreuungssituation, die Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere sowie die Mobilität
Promovierender im internationalen Vergleich.
Der Wissenschaftsrat hat sich in seinem 2023 veröffentlichten Positionspapier erneut ausführlich mit der
Ausgestaltung der Promotion in Deutschland beschäftigt. Wichtige Aspekte waren hier die finanzielle Absicherung
von Promovierenden über die gesamte Laufzeit der Promotion einschließlich angemessener Vertragslaufzeiten,
eine angemessene Promotionsdauer, einheitliche und hohe Qualitätsstandards sowie eine gute Betreuung
verbunden mit strukturellen Rahmenbedingungen, die ausreichend Freiraum zur eigenständigen Forschung lassen.
Die Bundesregierung stimmt den Empfehlungen zu und spricht sich weiter für ihre konsequente Umsetzung
durch die Einrichtungen aus.
Zu den Wissenschaftseinrichtungen, die an Promotionsverfahren beteiligt sind und zur
Betreuungssituation:
Die Gestaltung der Qualifizierungs- und Rahmenbedingungen der Promotion obliegt in Deutschland den
promotionsberechtigten Hochschulen. In der Regel sind dies die Universitäten. Seit 2016 werden jedoch an
Fachhochschulen (FHs)/Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs) zunehmend mehr Promovierende
eigenständig betreut. Im Jahr 2023 haben bereits acht der 16 Bundesländer forschungsstarken FHs und HAWs ein
eigenes Promotionsrecht eingeräumt. Im selben Jahr wurden 455 laufende Promotionen eigenständig an
FHs/HAWs und 1.727 laufende Promotionen in Kooperation zwischen Universitäten und FHs/HAWs betreut.
Daneben gibt es Promotionsverfahren auch in institutionalisierter und nicht-institutionalisierter Kooperation von
Universitäten mit außerhochschulischen Forschungseinrichtungen, FHs/HAWs, Unternehmen/sonstigen
Einrichtungen oder ausländischen Universitäten. Institutionalisierte Kooperationen bilden bei Promotionsverfahren
weiter die Ausnahme. Sie umfassen ca. 8 Prozent der in Deutschland insgesamt erfassten 204.945 laufenden
Promotionen im Jahr 2023.
Die Individualpromotion ist in Deutschland weiterhin der Normalfall. Der Anteil Promovierender in
strukturierten Promotionsprogrammen, der erstmalig aus der Promovierendenstatistik abgeleitet werden kann, lag 2023 bei
22 Prozent. Die Betreuungsrelation „Promovierende pro Professorin bzw. Professor“ lag 2022 laut Daten der
Nacaps-Studie bei 7,8 zu 1 und hat sich gegenüber 2018 (BuWiN 2021; 6,9 zu 1) leicht verschlechtert. Eine
Erklärung dafür liefern die Daten nicht. Besonders auffällig sind jedoch die fachspezifischen Unterschiede von
beispielsweise 13 Promovierenden pro Professorin/Professor in der Fächergruppe Humanmedizin/
Gesundheitswissenschaften im Vergleich zu 5 Promovierenden pro Professorin/Professor in den Geisteswissenschaften.
86 Prozent der Promovierenden hatten 2022 eine Betreuungs-/Promotionsvereinbarung abgeschlossen. Das
entspricht einer Steigerung von 11 Prozentpunkten im Vergleich zum BuWiN 2021. Der Anteil Promovierender
mit einer solchen Vereinbarung war für Mitglieder in strukturierten Promotionsprogrammen erneut höher als für
Nicht-Mitglieder (91 Prozent bzw. 84 Prozent). Dieses Ergebnis zeigt, dass die Strukturen der Betreuung in
strukturierten Promotionsprogrammen im Vergleich zur traditionellen Promotion häufiger formal geregelt sind,
auch wenn dies inzwischen auch auf einen Großteil der traditionellen Promotionen zutrifft.
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – VII – Drucksache 21/1480
Bewertung:
Auch wenn die Mehrzahl der Promotionen weiterhin primär und alleinig an Universitäten betreut wird, begrüßt
die Bundesregierung das Engagement und die Beteiligung aller außeruniversitären Einrichtungen bei der
Ausbildung und Qualifizierung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Weg zur Promotion
in Kooperation und darüber hinaus. Es wird beobachtet und begrüßt, dass die Länder den Zugang zu
Promotionsmöglichkeiten und den dafür erforderlichen Rechtsrahmen überdenken und schrittweise modifizieren.
Dadurch werden zusätzliche Optionen für Promotionsinteressierte geschaffen und neue Karrierewege eröffnet.
Essenziell ist und bleibt auch hier, dass die Zugänge zur Promotion qualitätsgesichert, verlässlich und allgemein
anerkannt sind. Die strukturierte Promotion wird ebenfalls als positiv bewertet. Elementar ist aus Sicht der
Bundesregierung, dass allen Promovierenden in gleichem Maße Unterstützungsstrukturen zur Verfügung stehen, die
einen klaren Rahmen sowie eine promotionsfördernde Umgebung schaffen. Die Bundesregierung begrüßt es
daher sehr, dass Betreuungsvereinbarungen nun fast flächendeckend eingeführt sind – in strukturierten
Programmen und bei Individualpromotionen. Betreuungsvereinbarungen helfen, die Qualität der Promotion zu sichern
und Standards guter wissenschaftlicher Praxis einzuhalten und weiter voranzubringen. Entscheidend dafür ist,
dass diese Vereinbarungen in der Praxis auch gelebt und unterstützend begleitet werden.
Zur Promotionsdauer:
Der Bericht greift erstmals auf Nacaps Daten zurück, in denen der von den Befragten festgelegte Zeitpunkt des
Beginns der inhaltlichen Arbeiten als Start der Promotion bewertet wird. Auch das Ende der Promotion wird
von den Befragten selbst definiert. Mit diesen Angaben wird eine realistischere Näherung an die tatsächliche
Dauer der Promotion erwartet. Der Bericht beziffert die durchschnittliche Promotionsdauer über alle Fächer
hinweg mit 5,1 Jahren. Größere Unterschiede der Dauer bei Frauen und Männern wie im BuWiN 2021 berichtet
konnten nicht mehr beobachtet werden (Frauen: 5,2 Jahre, Männer: 5,1 Jahre). Ebenso gleicht sich die
Promotionsdauer in der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften erstmals in der Betrachtung dem
Durchschnittswert aller Fächer an.
Verlässliche, verallgemeinerbare Informationen zur Promotionsdauer und zu Erfolgs- und Abbruchquoten liegen
weiterhin nicht vor. Grund dafür sind Datenlücken in der Promovierendenstatistik. Informationen zu Erfolgs-
und Abbruchquoten sollen zukünftig jedoch durch die Erfassung der Promovierenden in der
Studienverlaufsstatistik verfügbar sein. Gleiches gilt für Promotionsunterbrechungen – etwa wegen Krankheit, Schwangerschaft,
Elternzeit, fehlender Finanzierung: Sie können ebenfalls nicht zuverlässig abgebildet werden.
Bewertung:
Die fachspezifischen Unterschiede in der Dauer einer Promotion bewertet die Bundesregierung nicht. Sie geht
vielmehr davon aus, dass die Verantwortlichen bestmöglich darauf hinwirken, Promotionen wie vom
Wissenschaftsrat empfohlen auf eine für das zu erreichende Qualifikationsziel im jeweiligen Fach angemessene Zeit zu
beschränken. Den Umstand aber, dass die Promotionsdauer nach wie vor nur näherungsweise erfasst werden
kann und Unterbrechungen nicht berücksichtigt werden können, bewertet die Bundesregierung als nicht
zufriedenstellend, ebenso die Tatsache, dass Einrichtungen übergreifend keine einheitliche Definition von Beginn und
Ende einer Promotion angelegt haben.
Zu Promotionsquoten:
Promotionsquoten, also das Verhältnis von Promotionen zu promotionsberechtigenden Abschlüssen in den
Jahren davor, geben Auskunft über die Wahrscheinlichkeit, eine Promotion aufzunehmen. Der Durchschnitt lag im
Jahr 2022 bei 18 Prozent und ist damit im Vergleich zum BuWiN 2021 (21 Prozent) leicht gesunken. Die
Promotionsquoten nach Fächergruppen variieren weiterhin stark. Die teilweise sehr ausgeprägten Unterschiede
spiegeln Fachkulturen wie auch die fachspezifische Bedeutung der Promotion für den weiteren Berufsweg wider.
In den Fächergruppen Ingenieurswissenschaften sowie Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften,
Veterinärmedizin sind die Promotionsquoten im Vergleich zum BuWiN 2021 am stärksten gesunken (von 17 Prozent auf
12 Prozent bzw. 26 Prozent auf 21 Prozent). Eindeutige Aussagen zu einer veränderten Attraktivität der
Promotion in einzelnen Fächergruppen bzw. für die jeweiligen Arbeitsmärkte können mit den vorliegenden Daten
jedoch nicht getroffen werden. Hierfür sind Informationen zu individuellen Bildungsverläufen sowie subjektiven
Entscheidungen notwendig.
Drucksache 21/1480 – VIII – Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode
Bewertung:
Die berichtete eher rückläufige Tendenz der Promotionsquoten und deren mögliche Bedeutung für die Promotion
im Wissenschaftssektor sowie für die fachspezifischen Arbeitsmärkte gilt es weiter zu beobachten, um ggf.
darauf zu reagieren.
Die im BuWiN 2021 eingeführte und im BuWiK 2025 fortgeführte Auswertung der Daten des IAB- INCHER-
Projekts Erworbener Doktorgrade (IIPED) zu Bildungsverläufen Promovierter werden hierfür als eine sehr gute
Grundlage angesehen. Aus Sicht der Bundesregierung sollte diese Grundlage nachhaltig ausgebaut werden.
Ebenso sollte das Research and Innovation Careers Observatory (ReICO) von OECD und EU, welches zum
Ziel hat, die Datenlage und Datenqualität zu Karriereverläufen Promovierter und Masterabsolventinnen und
-absolventen in Forschung und Innovation nachhaltig zu verbessern und die Daten international vergleichbar zu
machen, unterstützt werden. BMFTR beteiligt sich für Deutschland an dem Projekt.
Zum Übergang zur Promotion:
Soziodemografische Faktoren haben einen Einfluss darauf, eine Promotion aufzunehmen. Nacaps-
Erstbefragungen 2019, 2021 und 2023 liefern Daten zum Migrationshintergrund sowie zur elterlichen Bildungsherkunft
Promovierender: So steigt der Anteil Promovierender mit Migrationshintergrund von 23 Prozent im Jahr 2019 auf
28 Prozent im Jahr 2023 und liegt damit über dem Anteil Studierender mit Migrationshintergrund im Jahr 2021.
Hinsichtlich der elterlichen Bildungsherkunft zeigt sich, dass im Jahr 2023 47 Prozent der Promovierenden aus
einem Elternhaus mit mindestens einem Hochschulabschluss kommen. Studien zeigen zudem, dass die
Wahrscheinlichkeit der Aufnahme einer Promotion steigt, wenn auch mindestens ein Elternteil über eine Promotion
verfügt. Der Anteil Promovierender mit einer solchen Bildungsherkunft ist seit 2019 konstant und liegt bei
16 Prozent.
Bewertung:
Die Tatsache, dass der elterliche Bildungshintergrund weiter eine so entscheidende Rolle im Bildungsverlauf
und bei der Aufnahme einer Promotion spielt, wird aus Sicht der Bundesregierung als sehr kritisch bewertet. Die
Bundesregierung setzt sich sehr für eine gerechte Teilhabe an Bildung und Qualifizierung bereits ab dem
frühkindlichen Alter ein. Sie appelliert daher mit Nachdruck an alle verantwortlichen und beteiligten Akteure,
dabei zu unterstützen, den Zugang zu Bildung und Qualifizierung allen auf allen Stufen gleichermaßen zu
ermöglichen, um so vorhandenes Potenzial bestmöglich auszuschöpfen und auf die steigende Nachfrage an hoch
qualifiziertem Personal reagieren zu können. Die Bundesregierung betont die Wichtigkeit, weitere Maßnahmen
zu ergreifen, um das deutsche Wissenschaftssystem inklusiver werden zu lassen, damit keine Talente verloren
gehen. Hierzu gehört auch der Ausbau zielgruppenspezifischer Informationsangebote.
Zur Beschäftigungssituation Promovierender an Wissenschaftseinrichtungen:
Promovierende finanzieren ihren Lebensunterhalt mehrheitlich über die Beschäftigung an einer Hochschule
bzw. Forschungseinrichtung. Für 50 Prozent der Promovierenden stellt laut Nacaps 2023 diese Beschäftigung
die hauptsächliche Art der Finanzierung dar. Im Jahr 2022 zählten an Hochschulen 44.331 Promovierende zum
hauptberuflichen wissenschaftlichen und künstlerischen Personal unter 35 Jahren (ohne Professorinnen und
Professoren). 99,7 Prozent waren befristet beschäftigt. An außeruniversitären Forschungseinrichtungen und
Einrichtungen des öffentlichen Sektors waren im selben Jahr 25.930 nicht-promovierte Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler unter 35 Jahren beschäftigt, darunter 88 Prozent befristet. Zu Vertragslaufzeiten
Promovierender, die an Hochschulen beschäftigt sind, liegen unter anderem Daten aus der Wissenschaftsbefragung 2019 vor,
laut der Verträge von befristet beschäftigten Promovierenden an Universitäten und Hochschulen mit
Promotionsrecht im Durchschnitt eine Laufzeit von 29,6 Monaten hatten (Wissenschaftsbefragung 2016: 22,7 Monate).
Bewertung:
Die Bundesregierung stellt fest, dass sich die Sachlage bezogen auf befristete Beschäftigungsverhältnisse
Promovierender insgesamt verbessert hat. Die mit der Promotionsphase in der Regel verbundenen befristeten
Beschäftigungsverhältnisse sind für das Wissenschaftssystem grundsätzlich funktional. Ziel sollte jedoch weiter
sein, die Vertragslaufzeiten insgesamt an die Dauer der Promotion anzugleichen (siehe auch WR-Positionspapier
zur Ausgestaltung der Promotion, 2023) und Kurz- und Kettenbefristungen zu vermeiden, um die Promo-
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – IX – Drucksache 21/1480
vierenden zu entlasten und die für die eigenständige Forschung notwendigen Freiräume zu ermöglichen. Die im
BuWiK 2025 berichteten Vertragslaufzeiten, die sich im Vergleich zum BuWiN 2021 weiter verlängert haben,
werden daher als positive Entwicklung wahrgenommen.
Zur Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere:
Der Bericht definiert Vereinbarkeit als Herausforderung von Frauen und Männern und bezieht Familie sowohl
auf das Leben mit Kindern als auch auf die Pflege Angehöriger. Der BuWiK zeigt, wie auch die Berichte davor,
dass der Kinderwunsch bei Promovierenden oftmals aufgeschoben wird.
Als zentrale Gründe gaben die Befragten in der Wissenschaftsbefragung 2023 mangelnde Vereinbarkeit von
Berufs- und Privatleben (56 Prozent), berufliche Unsicherheiten (51 Prozent) und Einschränkungen in der
persönlichen Entwicklung (34 Prozent) an; Frauen dabei zu einem höheren Anteil als Männer.
Bewertung:
Der Befund, dass Promovierende Kinderwünsche oftmals aufschieben, zeigt, wie wichtig es ist, dass die
Hochschulen die wissenschaftliche Karriere während und nach der Promotion verantwortungsvoll gestalten. Die
Bundesregierung begrüßt, dass die Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere als Herausforderung für alle
Promovierenden, unabhängig vom Geschlecht, beschrieben wird, und sieht es als erforderlich an, dass alle beteiligten
Akteure weiter auf eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Elternschaft und wissenschaftlicher Karriere hinwirken.
Zur Mobilität Promovierender im internationalen Vergleich:
Der Anteil deutscher Promovierender mit Auslandsaufenthalt während der Promotionsphase wird in zwei
Studien, MORE4 und Nacaps, untersucht. Der in der MORE4-Studie ausgewiesene Anteil von 15 Prozent im Jahr
2019 liegt um 5 Prozentpunkte höher als noch 2016. Dennoch liegt Deutschland damit weiter unter dem
europäischen Durchschnitt von 21 Prozent. Auswertungen von Nacaps-Daten zu temporären studienbezogenen
Auslandsaufenthalten zufolge absolvierten 31 Prozent der befragten Promovierten, die zwischen 2019 und 2022 ihre
Promotion abgeschlossen hatten, während ihrer Promotion mindestens einen temporären Aufenthalt im Ausland.
Bewertung:
Dass Deutschland für internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler attraktiv ist, belegt Platz 2 der
beliebtesten Gastländer in „Wissenschaft weltoffen“ des DAAD (2024); für die Teilgruppe der internationalen
Promovierenden steht Deutschland hier auf Platz 3. Im Wettbewerb um die besten Köpfe besonders auch vor
dem Hintergrund aktueller globaler Veränderungen und damit verbunden auch die Bedeutung internationaler
Kooperationen stellt die internationale Mobilität (outgoing wie incoming) ein wichtiges Steuerungsinstrument
für den deutschen Hochschul- und außeruniversitären Forschungssektor dar. Deshalb trägt die Bundesregierung
mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen dazu bei, die Mobilität Promovierender zu stärken. So fördert sie zum
einen „individuell“, etwa über die Finanzierung von Auslands- und Gastaufenthalten Promovierender durch die
Mittlerorganisationen Deutscher Akademischen Austauschdienst (DAAD) und Alexander von Humboldt-
Stiftung (AvH) und die 13 Begabtenförderungswerke, die jeweils mehrheitlich bundesfinanziert sind. Daneben
fördert die Bundesregierung Forschungsverbünde wie die internationalen Graduiertenkollegs der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG). Gerade in Zeiten globaler Veränderungen müssen die Entwicklungen weiter
beobachtet und unterstützt werden.
2 Perspektiven Promovierter innerhalb und außerhalb des Wissenschaftssystems
2.1 Befunde des BuWiK 2025 und deren Bewertung
Zentrale Befunde des Berichts betreffen u. a. folgende Aspekte: Beschäftigtenquote und Einkommenshöhe,
Beschäftigungssektoren und Sektorenwechsel, Funktionen von Beschäftigten sowie Adäquanz von erlangter
Qualifikation und Anforderungsprofil bzw. beruflicher Tätigkeit.
Drucksache 21/1480 – X – Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode
Zur Beschäftigtenquote und zur Einkommenshöhe:
Promovierte sind im Karriereverlauf selten arbeitslos. Zwischen dem dritten und siebten Jahr nach der Promotion
liegt die Arbeitslosigkeit von Promovierten laut den IIPED-Daten kontinuierlich bei etwa 1 bis 2 Prozent. Dies
gilt als Vollbeschäftigung. Fünf Jahre nach Promotion erzielten Promovierte im Durchschnitt deutlich höhere
Einkommen als nicht- promovierte Hochschulabsolventinnen und -absolventen.
Bewertung:
Wie die bislang in allen Bundesberichten festgestellte niedrige Erwerbslosenquote zeigt, sind Promovierte für
den Arbeitsmarkt hoch attraktiv, und die Nachfrage nach hochqualifiziertem Personal wird voraussichtlich
weiter steigen. Die Zahl der Promovierenden und der Promovierten in Deutschland erscheint somit funktional.
Zugleich nimmt die Bundesregierung aber die Unterschiede in den Karriereverläufen und beim Einkommen von
Männern und Frauen nach der Promotion zur Kenntnis: Promovierte Männer verdienen nach wie vor deutlich
besser als promovierte Frauen. Auch arbeiten Frauen weiter häufiger in Teilzeit als Männer. Sollten hinter der
Entscheidung für eine Teilzeitbeschäftigung strukturelle, geschlechterspezifische Benachteiligungen liegen,
besteht aus Sicht der Bundesregierung auch hier dringender Handlungsbedarf. Frauen wie Männer darin zu
unterstützen, wirtschaftlich eigenständig zu sein, ist Kernziel der Politik der Bundesregierung für die ökonomische
Gleichstellung. Die partnerschaftliche Aufteilung familiärer Aufgaben wie Kinderbetreuung oder Pflege ist eine
wichtige Voraussetzung dafür, dass Frauen und Männer ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit sichern. Dafür
braucht es Rahmenbedingungen, die beiden Elternteilen oder pflegenden Angehörigen eine vollzeitnahe
Erwerbstätigkeit auch in Care-Phasen ermöglichen, erleichtern und lohnender machen. Sie fordert damit alle
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber auf, sie bei diesem Vorhaben aktiv zu unterstützen.
Zu Funktionen von Beschäftigen sowie zur Adäquanz von erlangter Qualifikation und
Anforderungsprofil bzw. beruflicher Tätigkeit:
Häufiger als nicht-promovierte Akademikerinnen und Akademiker nehmen Promovierte Führungspositionen
ein. Zudem gehen Promovierte häufiger als nicht-promovierte Akademikerinnen und Akademiker beruflichen
Tätigkeiten nach, die vom Anforderungsprofil her den angestrebten Qualifizierungszielen entsprechen.
Bewertung:
Die Befunde des BuWiK 2025 zeigen erneut, dass Promovierte über alle Fächer hinweg gute
Karriereperspektiven haben – zusätzlich zum Einkommen auch hinsichtlich Führungspositionen und Adäquanz von Qualifikation
und Beschäftigung. Die Bundesregierung begrüßt die Befunde, weil sie zeigen, dass sich die Investitionen in
eine Promotion in doppelter Hinsicht auszahlen: Zum einen gilt dies aus individueller Perspektive, zum anderen
aus staatlicher und somit gesamtgesellschaftlicher und volkswirtschaftlicher Perspektive. Diese Einschätzung
nimmt zugleich die verantwortlichen Akteure aus den Wissenschaftseinrichtungen in die Pflicht, sich auch
künftig verstärkt um die Bewahrung, Einhaltung, Überprüfung und Weiterentwicklung hoher Qualitätsstandards
während und nach der Promotion zu bemühen.
Zu Beschäftigungssektoren und Sektorenwechseln:
Sieben Jahre nach Promotion haben 76 Prozent die Wissenschaft verlassen. Der überwiegende Anteil (48
Prozent) ist in der Privatwirtschaft tätig. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während
57 Prozent der männlichen Promovierten in der Privatwirtschaft arbeiten, sind es bei den weiblichen
Promovierten nur 36 Prozent. Häufig verlassen Promovierte den Beschäftigungssektor „Hochschulen und
außeruniversitäre Forschungseinrichtungen“ in den ersten beiden Jahren nach der Promotion. In diesen Jahren sinkt der
Beschäftigtenanteil in diesem Sektor von 48 Prozent auf 33 Prozent. Auch der Befristungsstatus hat einen Einfluss
auf die Wahrscheinlichkeit, die Wissenschaft zu verlassen: Daten des DZHW-Promovierten-panels (Kohorte
2014) zeigen, dass 51 Prozent der Promovierten, deren letzter Arbeitsvertrag befristet war, die Wissenschaft
verlassen haben. Für Unbefristete lag der Anteil nur bei 18 Prozent.
Auf Basis einer Primärdatenerhebung wurde im BuWiK 2025 darüber hinaus erstmalig eine Fluktuationsquote
für befristetes und unbefristetes promoviertes wissenschaftliches Personal an Hochschulen ermittelt. Ungeachtet
von Befristungsstatus und Finanzierungsart ergibt sich eine Fluktuationsquote von 25 Prozent. Davon verlassen
18 Prozent der Promovierten ihre Institution, bei 7 Prozent hat sich das Beschäftigungsverhältnis innerhalb der
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – XI – Drucksache 21/1480
eigenen Institution geändert. Ferner zeigt sich, dass befristet beschäftigte Promovierte mit 35 Prozent eine
deutlich höhere Fluktuationsquote aufweisen als unbefristet beschäftigte Promovierte. Bei den unbefristet
beschäftigten Promovierten liegt die Fluktuationsquote aber immer noch bei 8 Prozent.
Bewertung:
Der wiederholte Befund der Berichte, dass der Großteil der Promovierten mittel- bis langfristig die Wissenschaft
verlässt, unterstreicht aus Sicht der Bundesregierung die Notwendigkeit, Entscheidungen über einen Verbleib in
der Wissenschaft und mögliche Perspektiven transparent zu gestalten und frühzeitig zu kommunizieren. Es muss
sichergestellt werden, dass ein Wechsel in den außerwissenschaftlichen Arbeitsmarkt gut vorbereitet und
begleitet vollzogen wird. Ebenso wichtig sind hierbei breit angelegte Informationsangebote über Karriereoptionen, die
nicht primär zur wissenschaftlichen Leitungsfunktion (R4) führen – sei es in anderen Sektoren oder in
wissenschaftsnahen Bereichen der Einrichtungen. Die positiven Entwicklungen der letzten Jahre im Bereich
Personalentwicklung sowie der Ausbau von professionalisierten Unterstützungsstrukturen an den Einrichtungen sind aus
Sicht der Bundesregierung daher ausdrücklich zu begrüßen und weiter nachhaltig zu fördern. Worauf die starke
Diskrepanz zwischen dem Wechsel von Frauen und Männern in den privaten Sektor zurückzuführen ist, sollte
weiter untersucht werden, um potenziell nachteilige Strukturen für Wissenschaftlerinnen ausschließen zu
können. Chancengerechtigkeit ist der Bundesregierung ein wichtiges Anliegen.
Wie die Befunde weiter deutlich zeigen, hängt die Entscheidung, in der Wissenschaft zu bleiben, nicht alleine
von den Perspektiven ab, sondern auch vom Beschäftigungsstatus. Die Wissenschaft braucht Offenheit für
nachrückende Generationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, aber gleichzeitig auch Stabilität. Sie
sollte als Arbeitgeberin verantwortungsvoll handeln und Befristungen auf ein notwendiges Maß beschränken.
Die Ergebnisse zeigen, dass es Fluktuation entgegen der häufig verwendeten Argumentation auch bei unbefristet
Beschäftigten gibt. Die aktuelle Entwicklung hin zu veränderten Personalstrukturen und strategischer
Personalplanung kann hier einen wichtigen Beitrag zu mehr Transparenz und Planbarkeit wissenschaftlicher Karrieren
leisten.
3 Karriereverläufe Promovierter in der Orientierungs- (R2) und Etablierungsphase (R3)
unter besonderer Berücksichtigung der Tenure-Track-Professur
3.1 Befunde des BuWiK 2025 und deren Bewertung
In diesem Abschnitt werden die zentralen Befunde des Berichts bezogen auf die Orientierungs- und
Etablierungsphase nach der Promotion zusammengestellt. Dies betrifft die Zahl des promovierten Personals unter
45 Jahren (R2 und R3), die Verteilung der Karrierewege auf dem Weg zur Professur (R3), die
Beschäftigungssituation Promovierter, das Durchschnittsalter sowie die Vorqualifikationen bei Erstberufungen, das
Durchschnittsalter bei Abschluss der Habilitation, das Thema Chancengerechtigkeit, die Vereinbarkeit von Familie
und akademischer Karriere und die Mobilität der promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (R2
bis R4) im internationalen Vergleich.
Zur Zahl der promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter 45 Jahren (R2 und R3) sowie
deren Verteilung auf die unterschiedlichen Karrierewege im Jahr 2022:
Die Gesamtzahl der promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter 45 Jahren (R2 und R3)
beziffert der Bericht auf 374.000, davon 247.000 unter 40 Jahren (R2). Hierbei gilt aber zu beachten, dass die
Altersgrenze nur ein ergänzendes Hilfsmerkmal darstellt. Eine klare und eindeutige Trennung zwischen R2 und
R3 ist mit den aktuell verfügbaren Daten nicht möglich. Gründe sind u. a. eine fehlende Definition von WiKa in
R2 (allgemein als Postdoktorandinnen und Postdoktoranden bezeichnet) und damit verbunden das Fehlen einer
Zuordnung aller R2 und R3 zu Stellenkategorien, die qualitätsgesichert statistisch erfasst werden könnten wie
beispielsweise Juniorprofessorinnen und -professoren, Tenure-Track-Professorinnen und –Professoren oder
Nachwuchsgruppenleitungen für R3. Im Jahr 2022 wurden an deutschen Hochschulen 5.267 Habilitierende und
1.966 Habilitierte (unter 45 Jahren) erfasst, es gab 1.800 Juniorprofessorinnen und -professoren, 1.336 Tenure-
Track- Professorinnen und -Professoren und 981 Nachwuchsgruppenleitungen. An den außeruniversitären
Forschungseinrichtungen FhG, HGF, MPG, WGL wurden für das Jahr 2022 650 Nachwuchsgruppenleitungen
gezählt.
Drucksache 21/1480 – XII – Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode
Bewertung:
Die Verteilung der promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (R3) auf die verschiedenen
Karrierewege zeigt, dass die Habilitation noch immer der meistbeschrittene Weg zur Professur an Universitäten ist.
Gleichzeitig ist erkennbar, dass sich vor allem mit der Tenure-Track- und Juniorprofessur sowie der
Nachwuchsgruppenleitung Karrierewege etabliert haben, die mit Selbständigkeit und Unabhängigkeit sowie – im Fall der
Tenure-Track-Professur – auch mit einem hohen Maß an Planbarkeit einhergehen. Die Bundesregierung begrüßt
die Zunahme an Tenure-Track-Professorinnen und -Professoren insgesamt, d. h. auch über die im Bund-Länder-
Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses („Tenure-Track-Programm“) geförderten
hinaus. Die Tenure-Track-Professur ist im deutschen Wissenschaftssystem angekommen. Dies bestätigen auch die
Ergebnisse der ersten begleitenden Evaluation zum Bund-Länder-Programm. Zum Stichtag 31. Mai 2023
konnten insgesamt 971 der 1000 Professuren erstmals besetzt werden. Die Bundesregierung geht davon aus, dass der
mit dem Tenure-Track-Programm eingeleitete Strukturwandel dazu führen wird, dass sich die Tenure-Track-
Professur nach und nach weiter durchsetzt, weil sie einen national und international anerkannten und
konkurrenzfähigen Karriereweg darstellt. Die landesrechtlichen Rahmenbedingungen sind geschaffen und die
Satzungen der Hochschulen entsprechend angepasst. Die weiteren Entwicklungen sind über die nächsten Jahre zu
beobachten und zu bewerten.
Zum Durchschnittsalter bei Abschluss der Habilitation sowie bei erstberufenen Professorinnen und
Professoren und zu deren Vorqualifikationen:
2022 lag das Durchschnittsalter bei Erstberufung auf eine Juniorprofessur bei 35,8 Jahren, bei Abschluss der
Habilitation bei 41,6 Jahren und bei Erstberufung auf eine W2- bzw. W3-Professur bei 42,2 bzw. 43,6 Jahren.
Bei der Berufung auf die erste Lebenszeitprofessur nimmt die Bedeutung der Habilitation über die Zeit ab (von
20 Prozent in 2016 auf 15 Prozent in 2022), die Relevanz der „sonstigen habilitationsadäquaten Leistungen“
dagegen zu (von 11 Prozent in 2016 auf 15 Prozent in 2022). Die Nachwuchsgruppenleitung scheint ebenfalls
an Relevanz zu gewinnen, sie macht zahlenmäßig allerdings nur einen kleinen Anteil an Vorqualifikationen aus.
Die Tenure-Track-Professur hat aufgrund der kurzen Laufzeit der Professuren noch keinen großen Anteil bei der
Vorqualifikation zur Erstberufung (2,5 Prozent in 2022; Juniorprofessur: 4,5 Prozent in 2022).
Bewertung:
Der Indikator „Durchschnittsalter“ bei Erstberufung oder Abschluss der Habilitation ermöglicht Aussagen dazu,
wie attraktiv wissenschaftliche Karrieren nach der Promotion im Vergleich zu einer Karriere außerhalb der
Wissenschaft oder an einer Wissenschaftseinrichtung außerhalb Deutschlands sind. Eine frühe Entscheidung über
den langfristigen Verbleib in der Wissenschaft deutet auf gute Rahmenbedingungen hin. Es wird festgestellt,
dass sich das Durchschnittsalter bei Erstberufung im Vergleich zum BuWiN 2021 nicht wesentlich verändert
hat, im Gegenteil sogar z. T. leicht gestiegen ist. Hier gibt es also weiter Verbesserungspotential. Deshalb ist es
aus Sicht der Bundesregierung umso wichtiger, dass zunehmend mehr Tenure-Track-Professuren eingerichtet
werden – losgelöst vom Tenure-Track-Programm von Bund und Ländern. Die demografische Entwicklung der
kommenden Jahre kann hierfür ein weiterer Impuls sein. Die Tenure-Track-Professur ist der einzige
Karriereweg, bei dem junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereits in den ersten Jahren nach der Promotion
auf eine Professur berufen werden und nach einer erfolgreichen Bewährungsphase unmittelbar eine unbefristete
Professur erhalten – anhand transparenter Evaluationskriterien verbunden mit einem klaren und verlässlichen
Zeithorizont. Die im Rahmen des Programms bis zum 31. Mai 2023 erstmalig besetzten 971 Tenure-Track-
Professorinnen und -Professoren waren laut Monitoring-Bericht im Mittel 35,9 Jahre alt.
Der Vergleich der verschiedenen Karrierewege nach der Promotion belegt, dass die Bedeutung der Habilitation
in allen Fächergruppen außer in Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften abnimmt (in Humanmedizin/
Gesundheitswissenschaften erfolgt auch insgesamt mehr als die Hälfte aller Habilitationen). Dies zeigt sich sowohl
in der rückläufigen Zahl abgeschlossener Habilitationen in den jeweiligen Fächergruppen über die Zeit wie auch
bei der Vorqualifikation zur Erstberufung. Die Habilitation hat bei den Vorqualifikationen zwar weiterhin den
höchsten Anteil gefolgt von habilitationsäquivalenten Leistungen; die Daten zeigen aber auch relative Zunahmen
der alternativen Wege zur Professur wie Junior-, Tenure-Track-Professur und Nachwuchsgruppenleitung. Die
Tenure- Track-Professur fällt hier im Besonderen auf: Nicht nur, dass sich ihre Zahl seit 2018 mehr als
verdoppelt hat (von 665 auf 1.336), ihr starker Zuwachs deutet ebenso darauf hin, dass sie die anderen Karrierewege
einschließlich Juniorprofessur und Nachwuchsgruppenleitung zunehmend ersetzt.
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – XIII – Drucksache 21/1480
Besonders in den Fächergruppen Ingenieurswissenschaften sowie Mathematik, Naturwissenschaften und
Informatik ist eine deutliche Zunahme an Tenure-Track-Professuren zu verzeichnen.
Zur Beschäftigungssituation Promovierter an Wissenschaftseinrichtungen:
Bezogen auf die öffentliche Debatte um Beschäftigungsbedingungen der WiKa betont der Bericht den weiter
hohen Anteil befristeter Beschäftigungsverhältnisse. Dieser liegt für Promovierte unter 40 Jahren (R2) bei
90 Prozent. In der R3-Phase sind Promovierte zwischen 40 und unter 45 Jahren zu 62 Prozent befristet
beschäftigt, Nachwuchsgruppenleitungen zu 72 Prozent und Habilitierte unter 45 Jahren zu 44 Prozent. An
außeruniversitären Forschungseinrichtungen betrug der Anteil des promovierten, befristet beschäftigten
wissenschaftlichen Personals unter 40 Jahren 76 Prozent im Jahr 2022, bei den Promovierten zwischen 40 und unter 45 Jahren
45 Prozent. Zu Vertragslaufzeiten an Hochschulen liegen Daten der Wissenschaftsbefragung 2019 vor. Die
selbstberichtete, durchschnittliche Vertragslaufzeit bezogen auf den aktuellen Arbeitsvertrag lag bei
Promovierten bei 34,3 Monaten (2016: 27,5 Monate). 45 Prozent der WiKa (R1 und R2) an Hochschulen sind in Teilzeit
beschäftigt (Promovierende unter 35 Jahren (R1) zu 59 Prozent, Promovierte unter 40 Jahren (R2) zu 25 Prozent
und Promovierte zwischen 40 und unter 45 Jahren (R3; keine WiKa) zu 37 Prozent. Über alle Fächergruppen
hinweg sind Frauen häufiger in Teilzeit beschäftigt als Männer. Besonders groß ist der Unterschied in der
Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften. Hier liegt der Teilzeitanteil der Frauen (R1 und R2)
18 Prozentpunkte über dem der Männer (38 vs. 20 Prozent). Im Vergleich zu den Hochschulen ist an den AUFE
der Anteil an in Teilzeit beschäftigten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter 45 Jahren geringer. Im
Jahr 2022 lag er bei 33 Prozent. Bei den unter 35- Jährigen ohne Promotion (R1) liegt die Teilzeitquote bei
40 Prozent, bei den Promovierten unter 40 Jahren (R2) bei 18 Prozent und bei den Promovierten zwischen 40
und unter 45 Jahren (R3) bei 26 Prozent.
Bewertung:
Die Personalpolitik und Personalplanung an den Hochschulen ist angesichts von Fachkräfteengpässen, der
aktuellen Debatten über die Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen (WissZeitVG, #ichbinhanna) sowie der
globalen Entwicklungen wiederholt in den Fokus der Diskussion gerückt. Dass promovierte
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Wissenschaftseinrichtungen weiterhin in sehr vielen Fällen befristet beschäftigt sind,
oftmals unselbständig arbeiten und ihre Karrieren nur sehr bedingt planen können, ist aus Sicht der
Bundesregierung problematisch. Auch wenn Befristungen in der Orientierungsphase (R2) funktional sein können, um der
in dieser Phase erwarteten hohen Mobilität und Flexibilität Rechnung zu tragen, sind aus Sicht der
Bundesregierung umso mehr verlässliche und planbare Perspektiven sowie gute Rahmenbedingungen im Anschluss an diese
anspruchsvolle Phase erforderlich. Nur so bleibt der Wissenschaftssektor als Arbeitgeber weiterhin attraktiv.
Befunde aus der Nacaps-Befragung 2023, wie auch aus dem Barometer der Wissenschaft 2023 des DZHW,
unterstreichen die Notwendigkeit der Überprüfung der Arbeits- und Rahmenbedingungen sowie dem Ausbau
alternativer Karriereoptionen: Die Mehrzahl der befragten WiKa (R1 und R2) möchte zwar in der Wissenschaft
bleiben, die Professur ist aber nicht mehr zwingend das primäre Karriereziel. Das bedeutet, dass zum einen mehr
Tenure-Track-Professuren eingerichtet werden sollten, die Karrieren hin zur Professur planbar machen und
frühzeitig zu einer Entscheidung über den Verbleib in der Wissenschaft führen. Zum anderen müssen Stellen
(kategorien) unterhalb bzw. neben der Professur eingeführt und etabliert werden, die ebenfalls zuverlässig in
dauerhafte und attraktive Beschäftigungen im wissenschaftlichen wie wissenschaftsnahen Bereich münden.
Einige Länder und Einrichtungen haben sich bereits auf den Weg gemacht und neue Stellenkategorien wie
beispielsweise (Senior) Lecturer und (Senior) Researcher/Scientist eingeführt. Damit einher geht auch ein Wechsel
hin zu einer wesentlich strategischeren Personalplanung einschließlich einer einrichtungsspezifischen
Bedarfsanalyse verbunden mit der Weiterentwicklung der Personal- und Organisationsstruktur. Dieser Wechsel muss
flächendeckend und vergleichbar erfolgen. Das im Juli verabschiedete Positionspapier des Wissenschaftsrates
„Personalstrukturen im deutschen Wissenschaftssystem“ bietet hierfür den geeigneten Orientierungsrahmen, der
auch international anschlussfähig ist.
Die Bundesregierung begrüßt daher die Anstrengungen der Hochschulen und Forschungseinrichtungen, mehr
unbefristete Stellen und insgesamt transparentere, verlässlichere und nachhaltige Personalstrukturen zu schaffen,
um auf diesem Wege die Befristungsquoten bei den Promovierten zu senken.
Drucksache 21/1480 – XIV – Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode
Bund und Länder leisten bereits jetzt schon einen wesentlichen Beitrag: Das Tenure-Track-Programm schafft
planbare, verlässliche und dauerhafte Karrieren. Mit seinen positiven Ergebnissen kann es somit als Blaupause
für die Erarbeitung von Konzepten für dauerhafte Stellen neben der Professur dienen. Die unbefristeten Bund-
Länder-Programme Exzellenzstrategie und „Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken“ sorgen an den
Hochschulen für Planungssicherheit und erleichtern damit auch den Ausbau dauerhafter Beschäftigungsverhältnisse
in der Wissenschaft, was auch für WiKa bessere Karriereperspektiven bedeutet. Die außeruniversitären
Forschungseinrichtungen sowie die DFG erhalten Planungssicherheit über den Pakt für Forschung und Innovation
(PFI). Das PFI-Ziel, die besten Köpfe für die deutsche Wissenschaft zu gewinnen, umfasst auch langfristige und
strategische Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsverhältnisse der jungen Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler. An FHs/HAWs wird mit positiven Entwicklungen durch das Bund-Länder-Programm zur
Förderung der Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal an Fachhochschulen (FH- Personal)
gerechnet. Es unterstützt den Ausbau und die Umsetzung von Strategien zur Gewinnung und Qualifizierung von
professoralem Personal an FHs/HAWs systematisch. Durch die Einrichtung und Etablierung von Tandemstellen,
die durch eine gleichzeitige Beschäftigung an der Hochschule und bei einem Arbeitgeber aus Wirtschaft und
Gesellschaft auf eine Professur vorbereiten sollen, werden neue Karrierewege unterstützt. Parallel dazu schaffen
mehr Länder die Möglichkeit für ein FH/HAW- eigenständiges Promotionsrecht sowie die Möglichkeit für
Tenure-Track auch an FHs/HAWs.
Die Bundesregierung wird darüber hinaus entsprechend dem Koalitionsvertrag für die 21. Legislaturperiode das
Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) reformieren, um verlässlichere und transparentere
Rahmenbedingungen für wissenschaftliche Karrierewege zu unterstützen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu
verbessern.
Zur Chancengerechtigkeit:
An Hochschulen lag der Frauenanteil am hauptberuflichen wissenschaftlichen Personal im Jahr 2022 bei 42
Prozent, an wissenschaftlichen Einrichtungen des öffentlichen Sektors (ohne Hochschulen) bei 39 Prozent. Die
Frauenanteile nehmen auf den Qualifizierungs- und Karrierestufen weiterhin ab, man spricht hier auch von einer
sogenannten „Leaky Pipeline“. Der Anteil der Frauen unter den 2022 erfolgreich Habilitierten lag bei 37 Prozent.
Unter den erstberufenen Junior-, Tenure-Track-, W2- und W3-Professorinnen und -Professoren lag er 2022 bei
49 Prozent, 44 Prozent, 46 Prozent bzw. 36 Prozent. Unter den Nachwuchsgruppenleitungen an
außeruniversitären Forschungseinrichtungen variierte der Frauenanteil im Jahr 2022 zwischen 28 Prozent in der FhG und
47 Prozent in der MPG. Bezogen auf die Quoten von Listenplätzen zu Bewerbungen auf Professuren und von
Berufungen zu Listenplätzen an Hochschulen zeigt der Bericht, dass Frauen im Vergleich zu Männern konstant
eine etwas bessere Chance haben, einen Listenplatz zu erhalten bzw. berufen zu werden. Frauen zuzuordnen
waren 31 Prozent der Bewerbungen, 42 Prozent der Listenplätze und 43 Prozent der Berufungen im Jahr 2022.
Bewertung:
Auch, wenn die Entwicklung der Frauenanteile bei den W2- und W3-Erstberufungen positiv ist und in die
richtige Richtung geht, haben wir es hier nach wie vor mit einer deutlich erkennbaren Schere („Leaky Pipeline“) zu
tun. Dies zeigt aus Sicht der Bundesregierung, dass sich die Bemühungen der Hochschulen und
außeruniversitären Forschungseinrichtungen zwar auszahlen, wir mit Blick auf Parität aber noch lange nicht am Ziel sind. Der
entsprechende gleichstellungs- und diversitätsfördernde Kulturwandel in Wissenschaft und Forschung muss
weiter intensiviert werden. Die Wissenschaftseinrichtungen müssen sich konsequent darum bemühen, die
Chancen von Wissenschaftlerinnen auf allen Karrierestufen nach der Promotion und insbesondere auf Professuren
und Leitungspositionen weiter zu verbessern. Mit dem Professorinnenprogramm wollen Bund und Länder dazu
beitragen, die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem zu stärken und
die Anzahl von Wissenschaftlerinnen in den Spitzenfunktionen an Hochschulen in Richtung Parität zu erhöhen.
Darüber hinaus stärkt das Programm durch spezifische Maßnahmen die Gleichstellungsstrukturen an
Hochschulen nachhaltig. Das Tenure-Track-Programm zahlt ebenfalls auf Chancengerechtigkeit ein: So lag der
Frauenanteil bei den 971 besetzten Tenure- Track-Professuren bei 49 Prozent.
Es wird von allen Beteiligten erwartet, dass sie sich weiter für die Verbesserung der Chancengerechtigkeit und
der Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere einsetzen. Insofern wird davon ausgegangen, dass
zukünftig mit einer weiteren Steigerung der Anteile von Frauen bei WiKa und darüber hinaus zu rechnen ist.
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – XV – Drucksache 21/1480
Zur Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere:
Zur Familiensituation Promovierter unter 40 Jahren kann erstmalig auf Daten des Mikrozensus für den
Erwerbssektor Wissenschaft im direkten Vergleich mit der Privatwirtschaft zurückgegriffen werden. Demnach sind
43 Prozent der Promovierten an Hochschulen (befristet und unbefristet) und 47 Prozent der Promovierten in der
Privatwirtschaft Eltern. Damit kann kein großer Unterschied innerhalb dieser Gruppe zwischen beiden Sektoren
mehr gezeigt werden.
Bewertung:
Während sich für Promovierende weiter bestätigt, dass der Kinderwunsch oftmals aufgeschoben wird, kann dies
bei Promovierten unter 40 Jahren mit den vorliegenden Daten in der Deutlichkeit nicht mehr gezeigt werden.
Dennoch darf die Auswirkung der Beschäftigungssituation auf die Familienplanung nicht unterschätzt werden.
Die Daten des Mikrozensus zeigen, dass der Anteil an Eltern unter befristet beschäftigten Promovierten an
Hochschulen mit 36 Prozent deutlich geringer ausfällt. Die Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere ist
der Bundesregierung ein wichtiges Anliegen. Sie setzt sich daher für familienfreundliche Regelungen und
Unterstützungsmaßnahmen ein, etwa im Rahmen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) oder des
Tenure-Track-Programms. Mit Blick auf den demografischen Wandel und damit verbunden der Pflege
Angehöriger wären Daten zur Vereinbarkeit und Pflege gerade für die Gruppe der Promovierten eine wichtige
Ergänzung für eine Bewertung, um auch hier frühzeitig zielgruppenspezifische, unterstützende Maßnahmen
aufzubauen.
Zur Mobilität der promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (R2-R4) im internationalen
Vergleich:
Der Anteil deutscher promovierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einschließlich Professorinnen und
Professoren (R2 bis R4), die in den letzten zehn Jahren zu Forschungszwecken mindestens drei Monate im
Ausland verbracht haben, lag 2019 bei 33 Prozent. Der Bericht beschreibt auch die zunehmende
Internationalisierung des wissenschaftlichen Personals in Deutschland. Der Anteil des ausländischen Wissenschaftspersonals
insgesamt stieg an deutschen Hochschulen zwischen 2015 und 2022 von 11 Prozent auf 15 Prozent. Die größte
Gruppe bilden im Vergleich der Nicht-EU-Herkunftsstaaten dabei indische und chinesische
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. An den außeruniversitären Forschungseinrichtungen des nicht-deutschen
wissenschaftlichen Personals zwischen 2015 und 2022 von 20 Prozent auf 30 Prozent und variierte im Jahr 2022
zwischen 12 Prozent in den Einrichtungen der FhG und 52 Prozent in denen der MPG.
Bewertung:
Schlussfolgerungen aus der Datenlage zur internationalen Vergleichbarkeit der Situation der promovierten
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und insbesondere zur Mobilität können nur bedingt gezogen werden. Dies
ist aus Sicht der Bundesregierung bedauerlich, weil internationale Mobilität vor allem in der Phase nach der
Promotion für die wissenschaftliche Karriere noch immer als besonders wichtig eingestuft wird und wir
zukünftig mehr auf internationale Fachkräfte angewiesen sein werden. Die Bundesregierung unterstützt die
Wissenschaftseinrichtungen bei ihren Internationalisierungsbestrebungen und fördert promovierte junge
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland. Neben den großen Bund-Länder-Programmen wie der
Exzellenzstrategie und dem Pakt für Forschung und Innovation, die auf institutioneller Ebene auch die
Internationalisierung und die Rahmenbedingungen von Mobilität befördern sollen, ist vor allem an die
Individualförderung der promovierten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu denken, die wie bei den
Promovierenden insbesondere durch die Mittlerorganisationen DAAD und AvH erfolgt. Die im letzten Jahr von den
Wissenschaftsministerinnen und Wissenschaftsministern von Bund und Ländern beschlossene Strategie zur
„Internationalisierung der Hochschulen in Deutschland“ leistet ebenfalls einen wichtigen Beitrag, internationalen
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Start in Deutschland zu erleichtern. Vor dem Hintergrund der
globalen Entwicklungen ist die Bundesregierung bestrebt, jungen Talenten aus dem Ausland darüber hinaus mit
weiteren gezielten Maßnahmen und Programmen wie beispielsweise der im Juli 2025 gestarteten Global Minds
Initiative Germany attraktive Perspektiven in Deutschland anzubieten und damit den deutschen wie auch den
europäischen Forschungsstandort weiter zu stärken.
Drucksache 21/1480 – XVI – Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode
4 Weiterentwicklung des Berichts
4.1 Befunde des BuWiK 2025 und deren Bewertung
Zur Datenlage:
Entscheidend für die Aussagekraft des Berichts sind Verfügbarkeit, Vergleichbarkeit und Qualität der Daten.
Zukünftig sollte der Fokus daher nicht primär auf mehr Daten liegen, sondern darauf, bestehende
Datenerhebungen und -quellen zu stärken und diese ggf. nachhaltig auszubauen (wie z. B. die IIPED-Daten). Auch
internationale Initiativen wie das Research and Innovation Careers Observatory (ReICO), in dessen Rahmen Daten zum
Verlauf von Karrierewegen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhoben werden, sollten mit Blick
auf internationale Anschlussfähigkeit und Vergleichbarkeit Berücksichtigung finden. Sie können einen
wichtigen Beitrag zur Einordnung des deutschen Wissenschaftssystems im europäischen und außereuropäischen Raum
leisten.
Bewertung:
Die Bundesregierung begrüßt und unterstützt den Ansatz einer Stärkung bestehender Datenquellen zur
Steigerung der Datenqualität. Nur mit qualitätsgesicherten Daten lassen sich evidenzbasiert Aussagen treffen, die dann
in zielgenauen Maßnahmen zur Förderung der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler münden
können. Die Bundesregierung appelliert daher vor allem an die beteiligten Akteure in den jeweiligen Organisationen,
die eigenen Möglichkeiten hin zu einer verbesserten Datenqualität zu prüfen und weiter auszubauen. Mit Hilfe
einer fundierten und langfristig angelegten Datenbasis können Entwicklungen im Wissenschaftssystem
beobachtet und eingeordnet sowie der Erfolg von Maßnahmen bewertet werden.
Konzeptionelle Weiterentwicklung:
Anknüpfend an die aktuellen Diskussionen und Entwicklungen Karrierewege und Personalstrukturen in der
Wissenschaft betreffend werden Optionen für eine Weiterentwicklung des Berichts vorgeschlagen, so u. a. die
Ausweitung der Analyse und Betrachtung außerakademischer Karrierewege sowie die Erweiterung der Zielgruppe.
Bewertung:
Ein erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, Karrierewege und Karriereoptionen für junge
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler planbarer, transparenter und verlässlicher zu gestalten. Dies schlägt sich auch im
Koalitionsvertrag zur 21. Legislaturperiode nieder. Dort werden nicht nur Karriereoptionen mit dem Ziel Professur,
sondern auch attraktiv gestaltete und langfristig angelegte Positionen neben der Professur adressiert. Ergänzend
dazu machen aktuelle geopolitische sowie demografische Entwicklungen notwendige Veränderungen in der
Personal- und Organisationsstruktur an den Einrichtungen deutlich, damit die Wissenschaft weiterhin als
Arbeitgeberin attraktiv sein und den zunehmenden Fachkräfteengpässen nachhaltig entgegengewirkt werden kann. Dazu
zählen auch Maßnahmen, die eine erleichterte Mobilität zwischen den Sektoren hin und zurück ermöglichen.
Aus Sicht der Bundesregierung ist es daher wichtig, die berufliche Entwicklung der Personen in den Fokus zu
rücken und mehr Synergien zwischen Forschungsförderung und Karrierewegen zu schaffen. Dies erfordert die
Bereitschaft aller Akteure hin zu Veränderung sowie einen kontinuierlichen und konstruktiven Dialog auf
Augenhöhe. Nur so kann das vorhandene Potenzial bestmöglich erschlossen und die Innovationskraft des
Wissenschaftsstandorts Deutschland insgesamt gesteigert werden.
Die Bundesregierung begrüßt daher die Überlegungen, den Bericht konzeptionell weiterzuentwickeln und die
Betrachtung primär vom Weg zur universitären Professur auf Karriereoptionen in anderen Sektoren (wie z. B.
Industrie, Verwaltung) und Organisationstypen (wie z. B. FHs/HAWs) oder andere Zielpositionen im
wissenschaftlichen und wissenschaftsnahen Umfeld (wie z. B. Lecturer, Researcher, Research Manager) auszuweiten.
Wo angebracht und sinnvoll, kann aus Sicht der Bundesregierung die Kernpersonengruppe des Berichts erweitert
betrachtet werden. Der Fokus sollte jedoch weiterhin auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in einer
frühen und mittleren Karrierephase (R1 bis R3) liegen. Sie stehen oftmals vor besonderen Herausforderungen,
die es spezifisch zu adressieren gilt.
Statistische Daten und Forschungsbefunde
zu Promovierenden und Promovierten in Deutschland
Konsortium BuWiK
BuWiK 2025
Bundesbericht
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
in einer frühen Karrierephase
Drucksache 21/1480Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 1 –
Der BuWiK 2025 wurde von einem
unabhängigen wissenschaftlichen Konsortium unter
Leitung des Instituts für Innovation und
Technik (iit) in der VDI/VDEIT erstellt.
Das iit wurde im Konsortium vertreten durch
Dr. Rasmus Bode, Dr. Melanie Erckrath,
Dr. Nicolas Winterhager, Nadine Birner,
Julia Froese, Dr. Alexandra Shajek.
Die weiteren Mitglieder des Konsortiums
waren:
Bayerisches Staatsinstitut für
Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF), vertreten
durch Dr. Maike Reimer
Deutsches Zentrum für Hochschul und
Wissenschaftsforschung (DZHW), vertreten
durch Dr. Kolja Briedis
Institut für Hochschulforschung an der
MartinLuther Universität HalleWittenberg (HoF),
vertreten durch Dr. des. Robert Aust
International Center for Higher Education
Research Kassel (INCHER-Kassel), vertreten durch
Prof. Dr. Guido Bünstorf und Dr. Johannes König
Statistisches Bundesamt (Destatis), vertreten
durch Pia Brugger
Weitere Gremien des BuWiK 2025
Das Konsortium wurde durch einen
wissenschaftlichen Beirat beraten, dessen Vorsitz
Prof. Dr. Jetta Frost von der Universität
Hamburg führte.
Die weiteren Mitglieder des Beirats waren:
• Dr. Elke Barnstedt (Vizepräsidentin a. D. für
Personal und Recht des Karlsruher Instituts
für Technologie – KIT )
• Prof. Dr. Michael Bölker (Universitätsverband
zur Qualifizierung des wissenschaftlichen
Nachwuchses in Deutschland e. V. – UniWiND)
• Prof. Dr. Julian Hamann (Humboldt-Universität
zu Berlin)
• Prof. Dr. Harm Kuper (Freie Universität Berlin)
• Prof. Dr. Kai Maaz (DIPF | Leibniz-Institut für
Bildungsforschung und Bildungsinformation)
• Prof. Dr. Claudia Peus (Technische Universität
München)
• Prof. Dr. Beatrice Rammstedt (GESIS – Leibniz-
Institut für Sozialwissenschaften e. V.)
• Prof. Dr. Uwe Cantner (Friedrich-Schiller-
Universität Jena)
• Prof. Dr. Ilka Wolter (Leibniz-Institut für
Bildungsverläufe e. V. – LIfBi)
Das Konsortium hat ferner die Arbeit mit
einer Steuerungsgruppe koordiniert, der
Vertreterinnen und Vertreter der folgenden
Institutionen angehörten:
• Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF)
• Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
• Hochschul-/Wissenschaftsministerien der
Länder, vertreten durch das Ministerium
für Wissenschaft, Forschung und Kultur des
Landes Brandenburg (MWFK)
• Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
• Kultusministerkonferenz (KMK)
• Wissenschaftsrat (WR)
Begleitstudien zum BuWiK 2025
Der BuWiK 2025 wurde auf der Grundlage von
Begleitstudien erstellt. Folgende Personen
haben an der Erstellung der Begleitstudien
mitgewirkt:
Dr. Kolja Briedis, Stefanie Gäckle, Prof. Dr. Bernd
Kleimann, Carolin Luksche, (Deutsches Zentrum
für Hochschul- und Wissenschafts forschung,
DZHW)
Dr. Thorsten Lenz, Dr. Maike Reimer,
Dr. Johanna Witte (Bayerisches Staatsinstitut für
Hochschulforschung und Hochschulplanung, IHF)
Dr. Johannes König (International Center
for Higher Education Research, INCHER, und
Regionales Forschungsnetz, IAB Rheinland-
Pfalz-Saarland)
Dr. Anne Otto (Regionales Forschungsnetz, IAB
Rheinland-Pfalz-Saarland)
Dr. Melanie Erckrath, Dr. Cornelia van
Scherpenberg, Dr. Anne Busch, Dr. Valentin Wagner,
Dr. Sebastian Jakob (Institut für Innovation und
Technik, iit)
Drucksache 21/1480Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 3 –
Herausgeber
Konsortium BuWiK
Gesamtherstellung und Verlag
wbv Publikation
ein Geschäftsbereich von wbv Media
GmbH & Co. KG, Auf dem Esch 4,
33619 Bielefeld, service@wbv.de, 2025
Konzeption Gestaltung
Marion Schnepf
Umsetzung Gestaltung
Andreas Koch
Printed in Germany
Bestell-Nr.: 6004603b
ISBN: 978-3-7639-7823-6
DOI: 10.3278/6004603bw
Diese Publikation ist frei verfügbar zum
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Drucksache 21/1480 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 4 –
Inhalt
Abbildungsverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Tabellenverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Abkürzungsverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Wichtige Ergebnisse im Überblick 25
A Rahmenbedingungen der Qualifizierung und methodische Anmerkungen 43
A1 Ausgaben und Personal für Forschung und Entwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
A2 Qualifizierung und Förderung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
A2 .1 Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
A2 .2 Wissenschafts- und hochschulpolitische Rahmenbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
A3 Aktuelle Themenfelder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
A3 .1 Karriereperspektiven und Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft . . . . . . . . . . 57
A3 .2 Chancengerechtigkeit und Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher
Karriere . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
A3 .3 Qualitätssicherung in der wissenschaftlichen Qualifizierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
A3 .4 Internationalisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
A3 .5 Coronapandemie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
A4 Begriffsdefinition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
A4 .1 Neuer Begriff: WiKa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
A4 .2 Operationalisierung von WiKa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
A5 Daten und Klassifikationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77
A5 .1 Differenzierungsmerkmale und Klassifikationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77
A5 .2 Datengrundlage und Beurteilung der Datenqualität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
B Ergebnisse des Monitorings zu Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern in einer frühen Karrierephase 89
B1 Grundinformationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
B1 .1 Hochschulabsolventinnen und - absolventen mit promotionsberechtigenden
Abschlüssen unter 35 Jahren (Potenzial für R1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92
B1 .2 Promovierende (R1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94
B1 .3 Promovierte (Potenzial für R2/R3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96
B1 .4 Habilitierende (R2/R3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98
B1 .5 Habilitierte (R3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100
B1 .6 Juniorprofessorinnen und - professoren sowie Tenure - Track- Professorinnen
und - Professoren (R3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
B1 .7 Nachwuchsgruppenleiterinnen und - leiter (R3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
B1 .8 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Hochschulen (R1 – R3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110
Drucksache 21/1480Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 5 –
B1 .9 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an wissenschaftlichen Einrichtungen
des öffentlichen Sektors (ohne Hochschulen) (R1 –R3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113
B1 .10 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Wirtschaft (R1 – R3) . . . . . . . . . . . . . . . . . 116
B1 .11 Übersicht und übergreifende Ergebnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117
B2 Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121
B2 .1 Befristung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124
B2 .2 Vertragslaufzeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131
B2 .3 Einnahmen und Finanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 133
B2 .4 Beschäftigungsumfang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136
B2 .5 Vertraglich geregelte und tatsächliche Arbeitszeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139
B3 Übergang zur Promotion und Qualifizierungsbedingungen
während der Promotion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141
B3 .1 Übergang zur Promotion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 142
B3 .2 Qualifizierungsbedingungen während der Promotion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146
B4 Karriereverläufe Promovierter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156
B4 .1 Datengrundlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158
B4 .2 Karriereverläufe Promovierter im Zeitverlauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159
B4 .3 Erträge der Promotion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 170
B4 .4 Übergang zur Professur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 180
B5 Befristung in der wissenschaftlichen Beschäftigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 185
B5 .1 Befristungsanteile und Finanzierungsart bei älteren Beschäftigten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 189
B5 .2 Befristung und Karriereentscheidungen von Promovierten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 192
B5 .3 Fluktuationsquoten Promovierter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 197
B5 .4 Diskussion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 202
B6 Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204
B6 .1 Spezifische Herausforderungen bei der Vereinbarkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 206
B6 .2 Empirische Befunde zur Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere . . . . . . . . 207
B7 Internationalität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 213
B7 .1 Personal an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen
nach Staatsbürgerschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 216
B7 .2 Mobilität der WiKa im internationalen Vergleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 221
B8 Coronapandemie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 225
B8 .1 Verlauf und Auswirkungen der Pandemie auf das Wissenschaftssystem . . . . . . . . . . . . . . 227
B8 .2 Empirische Befunde zur Situation in der Coronapandemie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 229
C Etablierung der Tenure- Track- Professur 239
C1 Einführung, Fragestellung und wissenschaftspolitischer Diskurs . . . . . . . . . . . . . . . . . 240
C1 .1 Wissenschaftspolitische Diskussion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 241
C1 .2 Förderpolitische Integration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 242
C2 Die Tenure- Track- Professur im Karriere system zur Professur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 243
C2 .1 Entwicklung der TTP im Zeitverlauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 244
C2 .2 Die TTP im Vergleich zu anderen Karrierewegen im Zeitverlauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 245
C3 Entwicklung der rechtlichen Rahmen bedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249
C3 .1 Charakter als Rahmenbedingung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 251
C3 .2 Merkmale der Tenure- Track- Professur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 251
C3 .3 Landesrechtliche Regelungen und Möglichkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 252
Drucksache 21/1480 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 6 –
C4 Die Etablierung der Tenure- Track- Professur an den Hochschulen . . . . . . . . . . . . . . . . . 264
C4 .1 Auswirkungen auf bestehende Prozesse und Regularien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 265
C4 .2 Ausgestaltungsmöglichkeiten am konkreten Beispiel der
Tenure- Evaluation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 267
C5 Die Tenure- Track- Professur im inter nationalen Vergleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 270
C5 .1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Wissenschaftssysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 270
C5 .2 Internationaler Vergleich – Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 272
D Ausblick 275
D1 Forschungsdesiderate und Zukunftsthemen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 277
D2 Weiterentwicklung von Daten und Konzepten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 280
D3 Weiterentwicklung des Berichts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 283
Literaturverzeichnis 285
Drucksache 21/1480Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 7 –
Abbildungsverzeichnis
Abb . 1: Struktur des BuWiK 2025 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Abb . A1: Öffentliche Ausgaben für Hochschulen im Zeitverlauf von 2005 nach 2022
nach Körperschaftsgruppen (in Mrd . Euro) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
Abb . A2: Karrierewege im Anschluss an die Promotion (idealtypisch) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
Abb . B1: Hochschulabsolventinnen und - absolventen unter 35 Jahren des
Abschluss jahrgangs 2022 mit promotionsberechtigenden Abschlüssen
nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
Abb . B2: Hochschulabsolventinnen und - absolventen unter 35 Jahren mit
promotions berechtigenden Abschlüssen 2022 nach Geschlecht
und Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
Abb . B3: Promovierende an Hochschulen mit Promotionsberechtigung 2023
nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
Abb . B4: Promovierende an Hochschulen mit Promotionsberechtigung 2023
nach Geschlecht und Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
Abb . B5: Medianalter bei Abschluss der Promotion an Hochschulen 2022 nach
Fächergruppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
Abb . B6: Promovierte Bevölkerung 2022 nach Hauptfachrichtungen (in %) . . . . . . . . . . . . . 97
Abb . B7: Promovierte Bevölkerung 2022 nach Geschlecht und
Hauptfachrichtungen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97
Abb . B8: Frauenanteil bei abgeschlossenen Promotionen an Hochschulen im
Zeitverlauf (2010 bis 2022; in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97
Abb . B9: Abgeschlossene Promotionen an Hochschulen im Zeitverlauf
(2010 bis 2022) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98
Abb . B10: Hauptberufliches wissenschaftliches und künstlerisches Personal
(ohne Professuren) mit laufendem Habilitationsverfahren an
Hochschulen 2022 nach Altersgruppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99
Abb . B11: Hauptberufliches wissenschaftliches und künstlerisches Personal
(ohne Professuren) mit laufendem Habilitationsverfahren an
Hochschulen 2022 nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99
Abb . B12: Hauptberufliches wissenschaftliches und künstlerisches Personal
(ohne Professuren) mit laufendem Habilitationsverfahren an
Hochschulen 2022 nach Geschlecht und Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100
Abb . B13: Abgeschlossene Habilitationen an Hochschulen mit Habilitationsrecht
im Zeitverlauf (2010 bis 2022) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
Abb . B14: Abgeschlossene Habilitationen an Hochschulen mit Habilitationsrecht
2022 nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
Abb . B15: Abgeschlossene Habilitationen an Hochschulen mit Habilitationsrecht
2022 nach Geschlecht und Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
Abb . B16: Frauenanteil bei abgeschlossenen Habilitationen an Hochschulen mit
Habilitationsrecht im Zeitverlauf (2010 bis 2022; in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
Abb . B17: Juniorprofessorinnen und - professoren (W1) an Hochschulen 2022
nach Fächer gruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
Abb . B18: Frauenanteil bei Juniorprofessorinnen und - professoren (W1) an
Hochschulen im Zeitverlauf (2010 bis 2022; in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
A
A2
A4
B
B1
Drucksache 21/1480 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 8 –
Abb . B19: Frauenanteil bei Juniorprofessuren (W1), Habilitierten, W2- und W3-
Erstberufungen an Hochschulen 2022 (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
Abb . B20: Juniorprofessorinnen und - professoren (W1) an Hochschulen 2022 nach
Geschlecht und Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
Abb . B21: Tenure- Track- Professorinnen und - Professoren an Universitäten und
gleichgestellten Hochschulen 2022 nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . 107
Abb . B22: Hauptberufliche Nachwuchsgruppenleiterinnen und - leiter an
Hochschulen 2022 nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108
Abb . B23: Hauptberufliches wissenschaftliches und künstlerisches Personal an
Hochschulen 2022 nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111
Abb . B24: Frauenanteil beim hauptberuflichen wissenschaftlichen und
künstlerischen Personal an Hochschulen im Zeitverlauf (2010 bis 2022)
nach Personalgruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111
Abb . B25: Hauptberufliches wissenschaftliches und künstlerisches Personal an
Hoch schulen 2022 nach Geschlecht und Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . 112
Abb . B26: Hauptberufliches wissenschaftliches und künstlerisches Personal an
Hoch schulen im Zeitverlauf (2010 bis 2022) nach Personalgruppen (in %) . . . . . 112
Abb . B27: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Forschung und
Entwicklung an wissenschaftlichen Einrichtungen des öffentlichen Sektors
(ohne Hochschulen) 2022 nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115
Abb . B28: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Forschung und
Entwicklung an wissenschaftlichen Einrichtungen des öffentlichen Sektors
(ohne Hochschulen) 2022 nach Geschlecht und Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . 115
Abb . B29: Frauenanteil bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für
Forschung und Entwicklung an wissenschaftlichen Einrichtungen des
öffentlichen Sektors (ohne Hochschulen) im Zeitverlauf (2018 bis 2022; in %) . . . . . . . . 115
Abb . B30: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Wirtschaft 2021 nach
Geschlecht und Wirtschaftszweigen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117
Abb . B31: Frauenanteil bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie
deren Potenzial 2018 und 2022 nach Karrierephase (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119
Abb . B32: Nicht- professorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (hauptberuflich
tätig) an Hochschulen von 1992 bis 2021 nach Geschlecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120
Abb . B33: Befristungsanteil des hauptberuflichen wissenschaftlichen und
künstlerischen Personals an Hochschulen nach Personalgruppen im Zeitverlauf
(1980 bis 2022; in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126
Abb . B34: Befristungsanteil des hauptberuflichen wissenschaftlichen und
künstlerischen Personals (mit laufendem Promotionsverfahren unter 35 Jahren,
mit abge schlossener Promotion unter 40 Jahren; ohne Professor/inn/en)
an Hochschulen 2022 nach Geschlecht und Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . 127
Abb . B35: Befristungsanteil des wissenschaftlichen Personals (ohne Promotion
unter 35 Jahren, mit Promotion unter 40 Jahren) an wissenschaftlichen
Einrichtungen des öffentlichen Sektors 2022 nach Geschlecht und
Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129
Abb . B36: Nettoeinnahmen (gruppiert) von Promovierenden 2023 nach Geschlecht
(in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134
Abb . B37: Nettoeinnahmen (gruppiert) von Promovierenden 2023 nach
Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135
Abb . B38: Anteil des hauptberuflichen wissenschaftlichen und künstlerischen
Personals (mit laufendem Promotionsverfahren unter 35 Jahren, mit
abgeschlossener Promotion unter 40 Jahren; ohne Professor/inn/en) in Teilzeit
an Hochschulen 2022 nach Geschlecht und Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . 137
Abb . B39: Anteil des wissenschaftlichen Personals (ohne Promotion unter 35 Jahren,
mit Promotion unter 40 Jahren) in Teilzeit an wissenschaftlichen
Einrichtungen des öffentlichen Sektors 2022 nach Geschlecht und
Wissenschaftszweigen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139
Abb . B40: Promovierende in strukturierten Promotionsprogrammen 2023 nach
Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148
Abb . B41: Promovierende 2023 nach Art der Kooperation (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149
B2
B3
Drucksache 21/1480Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 9 –
Abb . B42: Anteil der Promovierenden mit Promotions- bzw .
Betreuungsvereinbarung 2023 nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 151
Abb . B43: Austauschhäufigkeit mit der Hauptbetreuerin/dem Hauptbetreuer der
Promovierenden 2023 nach Mitgliedschaft in strukturierten
Promotionsprogrammen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 151
Abb . B44: Austauschhäufigkeit mit der Hauptbetreuerin/dem Hauptbetreuer der
Promovierenden 2023 nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 152
Abb . B45: Promotionsdauer der Abschlussjahrgänge 2018 bis 2022 nach
Fächergruppen und Geschlecht (in Jahren) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154
Abb . B46: Promovierte insgesamt zum Stichtag 30 . Juni eines Jahres (Kohorte 2014)
nach Erwerbsstatus (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161
Abb . B47: Männliche Promovierte insgesamt zum Stichtag 30 . Juni eines Jahres
(Kohorte 2014) nach Erwerbsstatus (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161
Abb . B48: Weibliche Promovierte insgesamt zum Stichtag 30 . Juni eines Jahres
(Kohorte 2014) nach Erwerbsstatus (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161
Abb . B49: Durchschnittliche Beschäftigungsdauer von Promovierten im Sektor
Hoch schulen/AUFE (Kohorte 2014) nach Geschlecht (in Jahren,
arithmetisches Mittel) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 163
Abb . B50: Durchschnittliche Beschäftigungsdauer von Promovierten im Sektor
Hochschulen/AUFE (Kohorte 2014) nach Fächergruppe (in Jahren,
arithmetisches Mittel) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 163
Abb . B51: Beschäftigung von Promovierten insgesamt zum Stichtag 30 . Juni eines
Jahres (Kohorte 2014) nach Zielsektoren (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164
Abb . B52: Beschäftigung von männlichen Promovierten zum Stichtag 30 . Juni
eines Jahres (Kohorte 2014) nach Zielsektoren (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164
Abb . B53: Beschäftigung von weiblichen Promovierten zum Stichtag 30 . Juni
eines Jahres (Kohorte 2014) nach Zielsektoren (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164
Abb . B54: Beschäftigung von Promovierten in der Fächergruppe
Geisteswissenschaften, Kunst zum Stichtag 30 . Juni eines Jahres (Kohorte 2014) nach
Zielsektoren (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165
Abb . B55: Beschäftigung von Promovierten in der Fächergruppe Rechts- ,
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zum Stichtag 30 . Juni eines Jahres
(Kohorte 2014) nach Zielsektoren (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 166
Abb . B56: Beschäftigung von Promovierten in der Fächergruppe Mathematik,
Natur wissenschaften zum Stichtag 30 . Juni eines Jahres (Kohorte 2014)
nach Zielsektoren (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 166
Abb . B57: Beschäftigung von Promovierten in der Fächergruppe Humanmedizin,
Gesundheitswissenschaften zum Stichtag 30 . Juni eines Jahres (Kohorte
2014) nach Zielsektoren (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 166
Abb . B58: Beschäftigung von Promovierten in der Fächergruppe
Ingenieurwissenschaften zum Stichtag 30 . Juni eines Jahres (Kohorte 2014) nach
Zielsektoren (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167
Abb . B59: Promovierte zum Stichtag 30 . Juni eines Jahres über
Promotionskohorten 1994 bis 2014 im siebten Jahr nach der Promotion nach
Zielsektoren (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167
Abb . B60: Promovierte im Sektor Hochschulen/AUFE zum Stichtag 30 . Juni eines
Jahres (Kohorte 2014) nach Erwerbsstatus (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 168
Abb . B61: Promovierte im Sektor sonst . öffentlicher Dienst zum Stichtag 30 . Juni
eines Jahres (Kohorte 2014) nach Erwerbsstatus (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169
Abb . B62: Promovierte im Sektor Krankenhäuser und Arztpraxen zum Stichtag
30 . Juni eines Jahres (Kohorte 2014) nach Erwerbsstatus (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . 169
Abb . B63: Promovierte im Sektor Privatwirtschaft zum Stichtag 30 . Juni eines
Jahres (Kohorte 2014) nach Erwerbsstatus (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 170
Abb . B64: Durchschnittliches Bruttojahreseinkommen inkl . Zulagen von
Absolventinnen und Absolventen fünf und zehn Jahre nach Studienabschluss
nach höchstem erreichtem Hochschulabschluss (in Euro) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 171
Abb . B65: Vertikale und horizontale Adäquanz von Absolventinnen und
Absolventen fünf und zehn Jahre nach Studienabschluss nach höchstem
erreichtem Hochschul abschluss (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 174
B4
Drucksache 21/1480 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 10 –
Abb . B66: Anteil von Promovierten in Berufen mit hochkomplexen Tätigkeiten
(Anfor derungsniveau „Expertin/Experte“) zum Stichtag 30 . Juni eines
Jahres (Kohorte 2014) nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 174
Abb . B67: Anteil von Absolventinnen und Absolventen in Leitungspositionen fünf
und zehn Jahre nach Studienabschluss nach höchstem erreichtem
Hochschul abschluss (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 175
Abb . B68: Anteil von Promovierten in Führungs- und Aufsichtsberufen zum
Stichtag 30 . Juni eines Jahres (Kohorte 2014) nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . 176
Abb . B69: Lebenszufriedenheit von Absolventinnen und Absolventen fünf bzw . zehn
Jahre nach Abschluss (Kohorte 2009 und 2013) nach höchstem erreichten
Bildungs abschluss (arithmetisches Mittel) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 177
Abb . B70: Berufliche Zufriedenheit von Absolventinnen und Absolventen fünf bzw .
zehn Jahre nach Abschluss (Kohorte 2009 und 2013) nach höchstem
erreichten Bildungsabschluss (arithmetisches Mittel) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 177
Abb . B71: Durchschnittliche Arbeitslosenquote Promovierter in den Jahren nach
Abschluss der Promotion (Kohorte 2014) nach Ausstiegszeitpunkten (in %) . . . . 179
Abb . B72: Letzte Vorqualifikation bei der ersten Berufung auf Lebenszeit an
Hochschulen nach Fächergruppen (prozentuale Anteile) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182
Abb . B73: Erste Berufung auf Lebenszeit an Hochschulen 2016 bis 2022 nach letzter
Vorqualifikation (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182
Abb . B74: Anteil von neu begonnenen unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen
vor und nach der Promotion zum Stichtag 30 . Juni eines Jahres (Kohorten
2012 bis 2016) nach Geschlecht (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193
Abb . B75: Anteil von neu begonnenen unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen
vor und nach der Promotion zum Stichtag 30 . Juni eines Jahres (Kohorten
2012 bis 2016) nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193
Abb . B76: Anteil von neu begonnenen unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen
vor und nach der Promotion zum Stichtag 30 . Juni eines Jahres (Kohorten
2012 bis 2016) nach Zielsektoren (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193
Abb . B77: Anteil unbefristeter neu begonnener Beschäftigungsverhältnisse von
Promovierten null bis zwei Jahre nach der Promotion zum Stichtag
30 . Juni eines Jahres (Kohorten 2012 bis 2016) nach Geschlecht und
Wechselmuster (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 195
Abb . B78: Anteil unbefristeter neu begonnener Beschäftigungsverhältnisse von
Promovierten null bis zwei Jahre nach der Promotion zum Stichtag
30 . Juni eines Jahres (Kohorten 2012 bis 2016) nach Fächergruppe und
Wechselmuster (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 195
Abb . B79: Anteil der Promovierten, die ein bis sieben Jahre nach der Promotion
die Wissenschaft verlassen, (Kohorte 2014) nach Befristungsstatus (in %) . . . . . . 196
Abb . B80: Anzahl Promovierter, die im Jahr 2022 ihre Stelle verlassen haben,
nach Befristungsstatus und Alter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199
Abb . B81: Elternanteile in aktuellen Erhebungen 2023 nach Karrierestufen und
Geschlecht (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 208
Abb . B82: Elternanteile im Mikrozensus bei unter 35- jährigen
Hochschulabsolventinnen und - absolventen 2022 nach Sektor und Befristung (in %) . . . . . . . . . . . . . 209
Abb . B83: Elternanteile im Mikrozensus bei unter 40- jährigen Promovierten 2022
nach Sektor und Befristung (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 210
Abb . B84: Schwierigkeiten bei der Familienplanung und der Realisierung eines
möglichen Kinderwunschs bei kinderlosen Promovierenden 2023 nach
Art der Schwierigkeit (in %, Mehrfachnennungen möglich) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 210
Abb . B85: Wissenschaftliches und künstlerisches Personal an Hochschulen 2015,
2018 und 2022 nach Staatsbürgerschaft (in Personen) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 217
Abb . B86: Nicht- deutsches wissenschaftliches und künstlerisches Personal an
Hochschulen 2018 und 2022 nach Herkunftsregionen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 217
Abb . B87: Nicht- deutsches wissenschaftliches und künstlerisches Personal an
Hochschulen 2018 und 2022 nach Herkunftsland (ohne EU; in Personen) . . . . . . . . . . . 217
B5
B6
B7
Drucksache 21/1480Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 11 –
Abb . B88: Nicht- deutsches wissenschaftliches Personal an wissenschaftlichen
Einrichtungen des öffentlichen Sektors nach Herkunftsregionen 2022 (in %) . . 218
Abb . B89: Nicht- deutsches wissenschaftliches Personal an den vier
Wissenschaftsorganisationen 2015, 2018 und 2022 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 219
Abb . B90: Anteile des nicht- deutschen wissenschaftlichen Personals am gesamten
wissenschaftlichen Personal an den vier Wissenschaftsorganisationen
2015, 2018 und 2022 (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 219
Abb . B91: Anteile des nicht- deutschen wissenschaftlichen und künstlerischen
Personals an Hochschulen 2015, 2018 und 2022 nach Fächergruppen (in %) . . . . 220
Abb . B92: Anteil von Promovierenden (R1) mit Auslandsaufenthalten von drei
Monaten und länger im Ländervergleich 2019 (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222
Abb . B93: Anteil von promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern
(R2 – R4) mit Auslandsaufenthalten von drei Monaten und länger an allen
promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im
Ländervergleich 2019 (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222
Abb . B94: Deutsche Promovierende im Ausland nach ausgewählten Gastländern,
in den jeweiligen Berichtsjahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 224
Abb . B95: Ereignisse und Beschränkungen im Verlauf der Coronoapandemie (2020
bis 2022) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 228
Abb . B96: Zufriedenheit mit der Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben bei
Promovierenden mit und ohne Kinder im Zeitverlauf (2019, 2021 und 2023)
nach Geschlecht (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 231
Abb . B97: Probleme mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die
Coronapandemie bei WiKa mit Kindern 2022 nach Geschlecht und
Karrierephase (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 232
Abb . B98: Wahrgenommener Einfluss der Coronapandemie auf die Produktivität
von WiKa 2023 nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 233
Abb . B99: Einfluss der Coronapandemie auf die Publikationsproduktivität von WiKa
nach Karrierephase (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 233
Abb . B100: Einfluss der Coronapandemie auf die Publikationsproduktivität von WiKa
mit und ohne Kinder nach Geschlecht und Karrierephase (in %) . . . . . . . . . . . . . . 234
Abb . B101: Wahrgenommener Einfluss der Coronapandemie auf die
Arbeitsbedingungen von WiKa nach Karrierephase (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 234
Abb . B102: Sektorpräferenz für zukünftige Tätigkeiten im Zeitverlauf (2019, 2021 und
2023) nach Geschlecht (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 235
Abb . B103: Auslandsaufenthalte von Promovierenden 2019, 2021 und 2023 (in %) . . . . . . . . 237
Abb . B104: Zufriedenheit mit der Betreuung 2019, 2021 und 2023 (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 237
Abb . C1: Karrierewege zur Professur an Universitäten und gleichgestellten
Hochschulen von 2018 bis 2022 nach Art des Karrierewegs (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 246
Abb . C2: Professuren (insgesamt und mit TT) an Universitäten und
gleichgestellten Hochschulen 2022 nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 246
Abb . C3: Veränderung der Karrierewege zur Professur an Universitäten und
gleichgestellten Hochschulen von 2018 bis 2022 nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . 247
Abb . C4: Frauenanteil bei Tenure- Track- Professuren an Universitäten und
gleichgestellten Hochschulen 2022 nach Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 248
Abb . C5: Anzahl der Landesgesetze mit eigenen Regelungen zum Tenure- Track
im Zeit verlauf (2016, 2020 und 2023) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 253
Abb . C6: Anzahl der Landesgesetze mit Regelung zur Zusage der
Lebenszeitprofessur im Zeitverlauf (2016, 2020 und 2023) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 257
Abb . C7: Anzahl der Länder mit gesetzlichen Regelungen für Überbrückungsjahre
nach negativer Tenure- Evaluation im Zeitverlauf (2016, 2020 und 2023) . . . . . . . 261
Abb . C8: Anzahl der Länder mit landesrechtlichen Regelungen zur Ermöglichung
von Verlängerungsjahren bei Geburt oder Adoption von Kindern nach
Professurtyp im Zeitverlauf (2016, 2020 und 2023) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 262
B8
C
C2
C3
Drucksache 21/1480 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 12 –
Tabellenverzeichnis
Tab . 1: Begleitstudien zum BuWiK 2025 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Tab . A1: FuE- Personal nach Personengruppe (2010 bis 2022; in Vollzeitäquivalenten) . . . 44
Tab . A2: Interne Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland, absolut
in Mio . Euro und in % als Anteil am BIP (2005 bis 2022) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
Tab . A3: Hochschulen sowie Studierende und hauptberufliches wissenschaftliches
und künstlerisches Personal 2022 nach Art der Hochschule . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
Tab . A4: Promotionsabschlüsse in Deutschland an Hochschulen und in Kooperation
mit den vier Wissenschaftsorganisationen im Zeitverlauf von 2008 bis 2022 . . 49
Tab . A5: Drittmitteleinnahmen und laufende Grundmittel (Hochschulen) bzw .
institutionelle Förderung (Wissenschaftsorganisationen) im Zeitverlauf
von 2016 bis 2021 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
Tab . A6: Anteil der Drittmittel an Hochschulen 2021 nach Gebern (in %) . . . . . . . . . . . . . . . 51
Tab . A7: Phasen der wissenschaftlichen Karriere . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
Tab . A8: Altersverteilung von Absolventinnen und Absolventen, erstberufenen
Professorinnen und Professoren (2019 bis 2022) nach Personengruppe . . . . . . . . 76
Tab . A9: Fächersystematik für Hochschulen und außeruniversitäre
Forschungseinrichtungen / wissenschaftliche Einrichtungen des öffentlichen Sektors . . . . . . . . 78
Tab . A10: Klassifikation der Wirtschaftszweige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
Tab . A11: Hinweise zur Datenqualität bei der Statistik der Promovierenden seit ihrer
Einführung im Berichtsjahr 2017 und in den Folgejahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
Tab . A12: Datenausfälle bei der Statistik der Promovierenden in den Berichtsjahren
ab 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
Tab . A13: Datenverfügbarkeiten der amtlichen Statistik im BuWiK 2025 . . . . . . . . . . . . . . . . 84
Tab . A14: Übersicht zu den im BuWiK hauptsächlich verwendeten Datensätzen . . . . . . . . . 87
Tab . B1: Hochschulabsolventinnen und - absolventen mit
promotionsberechtigenden Abschlüssen in Deutschland 2022 nach Alter und Geburtsort . . . . . . . . . . . . . 92
Tab . B2: Promovierte und Erwerbstätigenquote 2022 nach Altersgruppen und
Geschlecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96
Tab . B3: Zahl der Juniorprofessorinnen und - professoren (W1) sowie
Professorinnen und Professoren an Hochschulen im Zeitverlauf (2010 bis 2022) nach
Geschlecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
Tab . B4: Durchschnittsalter (arithmetisches Mittel) bei Erstberufung auf eine
Professur an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen 2022 nach
Geschlecht und Besoldungsgruppe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106
Tab . B5: Nachwuchsgruppenleiterinnen und - leiter im Zeitverlauf (2010 bis 2022)
nach Förderprogramm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109
Tab . B6: Hauptberufliches wissenschaftliches und künstlerisches Personal an
Hochschulen 2022 nach Personal- und Fächergruppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110
Tab . B7: Hauptberufliches wissenschaftliches und künstlerisches Personal an
Hochschulen im Zeitverlauf (2019 bis 2022) nach verschiedenen R- Phasen . . . . . . . . . 113
Tab . B8: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Forschung und Entwick -
lung an wissenschaftlichen Einrichtungen des öffentlichen Sektors (ohne
Hochschulen) 2022 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114
A
A1
A2
A4
A5
B
B1
Drucksache 21/1480Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 13 –
Tab . B9: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Forschung und Entwicklung
an wissenschaftlichen Einrichtungen des öffentlichen Sektors (ohne
Hochschulen) im Zeitverlauf (2019 bis 2022) nach verschiedenen Gruppen . . . . . . . . . 116
Tab . B10: FuE- Personal, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (ohne
Altersgrenzen) sowie Anteil der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am
Gesamtbestand 2021 nach Wirtschaftszweigen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 116
Tab . B11: Bestand der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und des Potenzials
für WiKa 2022 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118
Tab . B12: Durschnittsalter bei verschiedenen Gruppen der WiKa und
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern 2022 nach Fächergruppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119
Tab . B13: Befristungsanteil des hauptberuflichen wissenschaftlichen und
künstlerischen Personals (unter 45 Jahren, ohne Professor/inn/en) an Hochschulen
im Zeitverlauf (2005 bis 2022) nach Altersgruppen und Geschlecht (in %) . . . . . 125
Tab . B14: Befristungsanteil des hauptberuflichen wissenschaftlichen und
künstlerischen Personals an Hochschulen 2022 nach R- Phasen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 128
Tab . B15: Befristungsanteil des wissenschaftlichen Personals an wissenschaftlichen
Einrichtungen des öffentlichen Sektors im Zeitverlauf (2010 bis 2022) nach
Altersgruppen und Geschlecht (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129
Tab . B16: Hauptberufliches wissenschaftliches und künstlerisches Personal (ohne
Professor/inn/en) an Hochschulen im Zeitverlauf (2005 bis 2022) nach
Finanzierungsart und Beschäftigungsverhältnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130
Tab . B17: Vertragslaufzeiten und Anzahl der befristeten Verträge von WiKa an
Hochschulen mit Promotionsrecht 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131
Tab . B18: Überblick über Studien zu Vertragslaufzeiten von WiKa in Deutschland
2013 bis 2021 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 132
Tab . B19: Monatliche Nettoeinnahmen von Promovierenden 2023 nach Art der
Finanzierung des Lebensunterhalts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134
Tab . B20: Anteil des hauptberuflichen wissenschaftlichen und künstlerischen
Personals (unter 45 Jahren, ohne Professor/inn/en) in Teilzeit an Hochschulen
im Zeitverlauf (2010 bis 2022) nach Altersgruppen und Geschlecht (in %) . . . . . . 136
Tab . B21: Anteil des wissenschaftlichen Personals in Teilzeit an wissenschaftlichen
Einrichtungen des öffentlichen Sektors im Zeitverlauf (2010 bis 2022) nach
Altersgruppen und Geschlecht (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 138
Tab . B22: Vergleich der vertraglich vereinbarten und tatsächlichen wöchentlichen
Arbeitszeit von WiKa an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen
2019 (in Stunden) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140
Tab . B23: Promotionsquoten nach Fächergruppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143
Tab . B24: Entwicklung der Promotionsquoten im Zeitverlauf (2014 bis 2022) nach
Fächergruppen (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144
Tab . B25: Promovierende 2019, 2021 und 2023 nach Migrationshintergrund und
elterlicher Bildungsherkunft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145
Tab . B26: Anteil der Promovierenden mit Promotions- bzw . Betreuungsvereinbarung
nach Mitgliedschaft in strukturierten Promotionsprogrammen
(Kohorte 2022) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150
Tab . B27: Promovierende pro Professor/in an Universitäten und gleichgestellten
Hochschulen 2022 nach Fächergruppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 153
Tab . B28: Durchschnittliches Bruttojahreseinkommen inkl . Zulagen von
Absolventinnen und Absolventen fünf und zehn Jahre nach Studienabschluss nach
Geschlecht und höchstem erreichtem Hochschulabschluss (in Euro) . . . . . . . . . . 172
Tab . B29: Durchschnittliches Bruttojahreseinkommen inkl . Zulagen von
Absolventinnen und Absolventen fünf und zehn Jahre nach Studienabschluss innerhalb
des Beschäftigungssektors öffentlicher Dienst und Privatwirtschaft nach
höchstem erreichtem Hochschulabschluss (in Euro) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 172
Tab . B30: Vier- Felder- Matrix zur horizontalen und vertikalen Adäquanz . . . . . . . . . . . . . . . . 173
Tab . B31: Beschäftigungsmerkmale von Promovierten im siebten Jahr nach der
Promotion (Kohorte 2014) nach Ausstiegszeitpunkten (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179
B2
B3
B4
Drucksache 21/1480 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 14 –
Tab . B32: Letzte Vorqualifikation bei der ersten Berufung auf Lebenszeit an
Hochschulen 2022 nach Fächergruppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 181
Tab . B33: Bewerbungen, Listenplätze, Berufungen im Zeitverlauf von 2002 bis 2022
nach Geschlecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 183
Tab . B34: Befristungsanteil des hauptberuflichen wissenschaftlichen und
künstlerischen Personals (ohne Professor/inn/en) an Hochschulen 2022 nach Alter
und höchstem Hochschulabschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190
Tab . B35: Befristungsanteil des wissenschaftlichen Personals an wissenschaftlichen
Einrichtungen des öffentlichen Sektors 2022 nach Alter und höchstem
Bildungsabschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190
Tab . B36: Befristungsanteil des hauptberuflichen wissenschaftlichen und
künstlerischen Personals (ohne Professor/inn/en; 45 Jahre oder älter) an
Hochschulen 2022 nach Finanzierungsart und Geschlecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 191
Tab . B37: Fluktuationsquoten Promovierter 2022 in Relation zum Stichtag 1 .
Dezember 2021 nach Befristungsstatus und Finanzierungsart (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . 200
Tab . B38: Fluktuationsquoten Promovierter 2022 in Relation zum Stichtag 1 .
Dezember 2021 nach Befristungsstatus und Geschlecht (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 200
Tab . B39: Fluktuationsquoten Promovierter 2022 in Relation zum Stichtag 1 .
Dezember 2021 nach Alter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 201
Tab . B40: Probleme bei der Vereinbarkeit für Promovierte innerhalb und außerhalb
des Wissenschaftssystems in Deutschland . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 206
Tab . B41: Abbruchgedanken bei Promovierenden 2023 nach Geschlecht und
Elternschaft (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 212
Tab . B42: Deutsches und nicht- deutsches wissenschaftliches und künstlerisches
Personal an Hochschulen 2015, 2018 und 2022 nach Geschlecht (in %) . . . . . . . . . 220
Tab . B43: MORE4- Studie – Zielgruppe der Erhebung, Form der Mobilität und
Stichprobe der Befragung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 221
Tab . C1: Tenure- Track- Professuren an Universitäten und gleichgestellten
Hochschulen von 2018 bis 2022 nach ausgewählten Personal- bzw .
Besoldungsgruppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 244
Tab . C2: Karrierewege zur Professur an Universitäten und gleichgestellten
Hochschulen von 2018 bis 2022 nach Art des Karrierewegs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 245
Tab . C3: Frauen bei Tenure- Track- Professuren an Universitäten und
gleichgestellten Hochschulen im Vergleich zu anderen Karrierewegen zur Professur von
2018 bis 2022 (Anzahl und Anteil) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 246
Tab . C4: Verteilung der Karrierewege zur Professur 2022 nach Fächergruppen . . . . . . . . . 247
Tab . C5: Name, Abkürzung und Stand der zitierten (Landes-)Gesetze zum Stichtag
31 . Dezember 2023 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 250
Tab . C6: Berufungsvoraussetzungen 2023 nach Professurtyp . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 254
Tab . C7: Anzahl der Länder mit Vorgaben zur Dauer wissenschaftlicher Tätigkeit für
die Berufung auf die Juniorprofessur 2023 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 254
Tab . C8: Anzahl der Länder, die zusätzliche wissenschaftliche Leistungen für W2-
Professuren mit Tenure- Track in den Landesgesetzen vorgeben, 2023 nach
Art der zusätzlichen wissenschaftlichen Leistung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 255
Tab . C9: Ausgestaltungsformen der Zwischenevaluation in den Ländern 2023 nach
TT- Professurtyp . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 258
Tab . C10: Anzahl der Länder mit landesrechtlichen Bestimmungen zur
qualitätsgesicherten Evaluation 2023 nach Art der Bestimmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 259
Tab . C11: Anzahl der Länder mit landesrechtlichen Möglichkeiten zur Gewährung
eines Überbrückungsjahres nach negativer Zwischenevaluation 2023 nach
Professurtyp . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 260
Tab . C12: Ausgestaltung der Verlängerungsjahre bei Geburt/Adoption oder Betreuung
eines Kinds in den Landes gesetzen 2023 nach Professurtyp . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 263
B5
B6
B7
C
C2
C3
Drucksache 21/1480Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 15 –
AUFE Außeruniversitäre
Forschungseinrichtung/en
AvH Alexander von Humboldt-
Stiftung
BIP Bruttoinlandsprodukt
BMBF Bundesministerium für Bildung
und Forschung
BuWiK Bundesbericht
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in
einer frühen Karrierephase
BuWiN Bundesbericht
Wissenschaftlicher Nachwuchs
CDU Christlich Demokratische Union
CSU Christlich- Soziale Union
DAAD Deutscher Akademischer
Austauschdienst
DFG Deutsche
Forschungsgemeinschaft
DNB Deutsche Nationalbibliothek
DZHW Deutsches Zentrum für
Hochschul- und
Wissenschaftsforschung
EU Europäische Union
EUA European University Association
FH Fachhochschule
FhG Fraunhofer- Gesellschaft zur
Förderung der angewandten
Forschung e . V .
FuE Forschung und Entwicklung
GEW Gewerkschaft Erziehung und
Wissenschaft
GG Grundgesetz
GWK Gemeinsame
Wissenschaftskonferenz des Bundes und der
Länder
HAW Hochschule für angewandte
Wissenschaften
HGF Hermann von Helmholtz-
Gemeinschaft Deutscher
Forschungszentren e . V .
HRK Hochschulrektorenkonferenz
HStatG Gesetz über die Statistik für das
Hochschulwesen sowie für die
Berufsakademien
(Hochschulstatistikgesetz)
IAB Institut für Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung
IEB Integrierte Erwerbsbiografien
IHF Bayerisches Staatsinstitut
für Hochschulforschung und
Hochschulplanung
IIPED IAB- INCHER- Projekt Erworbener
Doktorgrade
iit Institut für Innovation und
Technik
INCHER International Center for Higher
Education Research Kassel
Jg . Jahrgang
JP Juniorprofessur
KH Kunsthochschule
MPG Max- Planck- Gesellschaft zur
Förderung der Wissenschaften
e . V .
Nacaps National Academics Panel Study
NEPS Nationales Bildungspanel
NWGL Nachwuchsgruppenleitung
OECD Organisation for Economic
Cooperation and Development
PFI Pakt für Forschung und
Innovation
SPD Sozialdemokratische Partei
Deutschlands
TT Tenure- Track
TTP Tenure- Track- Professur
TzBfG Teilzeit- und Befristungsgesetz
Abkürzungsverzeichnis
Drucksache 21/1480 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 16 –
UniKoN UniWIND- Koordinierungsstelle
Nachwuchsinformationen
UniWiND Universitätsverband zur
Qualifizierung des wissenschaftlichen
Nachwuchses in Deutschland
USA United States of America
VZÄ Vollzeitäquivalente
W Besoldungsgruppe für
Professorinnen und Professoren
WGL Einrichtungen der
Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried
Wilhelm Leibniz e . V .
WiKa Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler in einer frühen
Karrierephase
WiKü Hauptberufliches
wissenschaftliches und künstlerisches
Personal
WissZeitVG Wissenschaftszeitvertragsgesetz
WZ Wirtschaftszweig
Drucksache 21/1480Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 17 –
Im Anschluss an den ersten Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs (BuWiN) im Jahr
2008 hat der Deutsche Bundestag die Bundesregierung in seiner Sitzung vom 18 . Juni 2009
aufgefordert, regelmäßig einmal pro Legislaturperiode mit wechselnden Schwerpunkten
über die Situation des „wissenschaftlichen Nachwuchses“ in Deutschland zu berichten .
Mittlerweile ist dies der fünfte Bundesbericht . Der Name des Bundesberichts hat sich
in diesem Jahr geändert, denn das Konsortium hat sich dazu entschlossen, den Begriff
„wissenschaftlicher Nachwuchs“ nicht mehr zu verwenden1 und stattdessen den Begriff
„Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase“ zu gebrauchen
(Akronym: WiKa) .2 Aus dem BuWiN ist der BuWiK geworden .
Der BuWiK 2025 wurde, wie bereits seine drei Vorgängerberichte, von einem
unabhängigen wissenschaftlichen Konsortium erstellt . Der Konsortialführer für den BuWiK
2025 war das Institut für Innovation und Technik (iit) in der VDI/VDE Innovation + Technik
GmbH . Das iit wurde im Konsortium vertreten durch Dr . Rasmus Bode, Dr . Melanie Erckrath,
Dr . Nicolas Winterhager, Nadine Birner, Julia Froese und Dr . Alexandra Shajek .
Die weiteren Mitglieder des Konsortiums waren:
• das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF),
vertreten durch Dr . Maike Reimer
• das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), vertreten
durch Dr . Kolja Briedis
• das Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin- Luther- Universität Halle-
Wittenberg, vertreten durch Dr . des . Robert Aust
• das International Center for Higher Education Research Kassel (INCHER- Kassel),
vertreten durch Prof . Dr . Guido Bünstorf und Dr . Johannes König
• das Statistische Bundesamt (Destatis), vertreten durch Pia Brugger
Weitere Gremien des BuWiK 2025
Das Konsortium wurde durch einen wissenschaftlichen Beirat beraten, dessen Vorsitz
Prof. Dr. Jetta Frost (Universität Hamburg) führte .
Die weiteren Mitglieder des Beirats waren:
• Dr . Elke Barnstedt (Vizepräsidentin für Personal und Recht des Karlsruher Instituts für
Technologie – KIT, a . D .)
• Prof . Dr . Michael Bölker (Universitätsverband zur Qualifizierung des wissenschaftlichen
Nachwuchses in Deutschland – UniWiND)
• Prof . Dr . Julian Hamann (Humboldt- Universität zu Berlin)
• Prof . Dr . Harm Kuper (Freie Universität Berlin)
• Prof . Dr . Kai Maaz (DIPF | Leibniz- Institut für Bildungsforschung und
Bildungsinformation)
1 Der Hintergrund der Begriffsänderung wird in Kapitel A4 erläutert.
2 Das Konsortium orientiert sich in seiner Schreibpraxis an den Festlegungen des Rats für deutsche Rechtschreibung. Daher
wurde bei der Formulierung der Personenbezeichnungen auf den Gender-Stern verzichtet. Dies geschah im Bewusstsein, dass
infolge einer Novelle des Personenstandsrechts eine dritte Geschlechtskategorie „divers“ eingeführt worden ist, die durch
diese Schreibpraxis nicht explizit erfasst wird. Die Formulierung im vorliegenden Bericht umfasst explizit auch jene Personen,
die sich sozial und/oder biologisch jenseits der binären Geschlechterkategorien positionieren. Anzumerken ist, dass die
Kategorie „divers“ in den in diesem Bericht genutzten Daten bisher nicht hinreichend abgebildet ist.
Vorwort
Drucksache 21/1480 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 18 –
• Prof . Dr . Claudia Peus (Technische Universität München)
• Prof . Dr . Beatrice Rammstedt (GESIS – Leibniz- Institut für Sozialwissenschaften)
• Prof . Dr . Uwe Cantner (Friedrich- Schiller- Universität Jena)
• Prof . Dr . Ilka Wolter (Leibniz- Institut für Bildungsverläufe – LIfBi)
Das Konsortium hat ferner die Arbeit mit einer Steuerungsgruppe koordiniert, der
Vertreterinnen und Vertreter der folgenden Institutionen angehörten:
• Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
• Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
• Hochschul- /Wissenschaftsministerien der Länder, vertreten durch das Ministerium
für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK)
• Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
• Kultusministerkonferenz (KMK)
• Wissenschaftsrat (WR)
Ferner wurden Zwischenschritte der Arbeit bei einem Treffen mit potenziellen Nutzenden
des BuWiK diskutiert .
Begleitstudien und Sonderauswertungen zum BuWiK 2025
Das iit in der VDI/VDE- IT hat in Abstimmung mit dem wissenschaftlichen Beirat drei
Begleitstudien in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse zusammengefasst in den Kapiteln B4,
B5, B8 und in Teil C dargestellt werden . Die Autorinnen und Autoren sowie die Titel der
veröffentlichten Begleitstudien sind in Tabelle 1 aufgelistet .
In geringem Umfang wurden Textteile wortgleich übernommen . Die Begleitstudien
sind zum Download verfügbar unter: www.buwik.de .
Für die Erstellung des Berichts wurden Sonderauswertungen verschiedener Datensätze
erstellt . Das Konsortium dankt hier für die zahlreichen Zulieferungen besonders:
• Stefanie Hoffmann (Destatis)
• Dr . Vanessa K . Jänsch (DZHW)
Im Bericht verwendete Sonderauswertungen zu Datensätzen und weitere ergänzende
Materialien, wie auch die Kurzfassung des Berichts, finden sich ebenfalls unter: www.buwik.de .
Erstellung des Berichts
Der Bericht wurde – unter Hinzunahme der Begleitstudien – von Dr . Rasmus Bode,
Dr . Melanie Erckrath, Dr . Nicolas Winterhager, Nadine Birner, Julia Froese und Dr . Alexandra
Shajek erstellt .
Ferner haben Hanna Bechtold, Jessica Bremer, Dr . Anne Busch, Dr . Kalle Hauss,
Dr . Martin Hering, Dr . Katharina Jaik, Dr . Alexander Raev, Dr . Cornelia van Scherpenberg und
Dr . Valentin Wagner an der Erstellung mitgewirkt .
Verantwortlich für das Lektorat und Korrektorat des Berichts sind Dr . Franziska
Walter, Inga Westerteicher und Ulrike Beckmann sowie Andreas Koch für die Gestaltung und
den Satz . Die Koordination auf Verlagsseite haben Regina Dostal und Beate Schröder
übernommen .
Allen Mitwirkenden gilt der Dank des Konsortiums . Ohne sie wäre dieser
umfangreiche Bericht nicht zustande gekommen .
Die Kontaktadresse für Fragen, Anmerkungen und Kritik zum BuWiK 2025 lautet:
buwik@iit-berlin.de
Berlin, im Januar 2025
Das Konsortium
Drucksache 21/1480Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 19 –
Tab. 1: Begleitstudien zum BuWiK 2025
Titel der Studie Autorinnen und Autoren Ansprechpartner/in
Etablierung des
Karrierewegs der Tenure-
Track-Professur im
deutschen
Wissenschaftssystem
Prof. Dr. Bernd Kleimann, Carolin Luksche
Deutsches Zentrum für Hochschul- und
Wissenschaftsforschung (DZHW)
Lange Laube 12
30159 Hannover
Dr. Thorsten Lenz, Dr. Maike Reimer,
Dr. Johanna Witte
Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung
und Hochschulplanung (IHF)
Lazarettstraße 67
80636 München
Prof. Dr. Bernd Kleimann
Tel.: 0511/450670-363
E-Mail:
kleimann@dzhw.de
Karriereentscheidungen
und -verläufe
Promovierter unter besonderer
Berücksichtigung der
Befristung
Dr. Johannes König
International Center for Higher Education Research
(INCHER-Kassel)
Mönchebergstraße 17
34109 Kassel
Dr. Anne Otto
Regionales Forschungsnetz IAB Rheinland-Pfalz-
Saarland
Eschberger Weg 68
66121 Saarbrücken
Dr. Kolja Briedis, Fine Cordua, Hendrik Schirmer
Deutsches Zentrum für Hochschul- und
Wissenschaftsforschung (DZHW)
Lange Laube 12
30159 Hannover
Dr. Johannes König
Tel.: 0561/804-2709
E-Mail:
koenig@uni-kassel.de
Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler in
einer frühen
Karrierephase während der
Coronapandemie
Dr. Melanie Erckrath, Dr. Cornelia van
Scherpenberg, Dr. Anne Busch
Institut für Innovation und Technik (iit)
Steinplatz 1
10623 Berlin
Dr. Melanie Erckrath
Tel.: 030/310078-5867
E-Mail:
erckrath@iit-berlin.de
Drucksache 21/1480 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 20 –
Einleitung
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase (WiKa) tragen
bereits während ihrer wissenschaftlichen Qualifizierung auf entscheidende Weise zu
wissenschaftlichem und gesellschaftlichem Erkenntnisgewinn und Innovation bei . Zugleich
ist die Qualifizierung von WiKa eine Voraussetzung, um den zukünftigen Bedarf an hoch
qualifizierten Arbeitskräften in der modernen Wissensgesellschaft abdecken zu können .
Dabei kommt auch der Berichterstattung zu WiKa besondere Bedeutung zu .
Ziel des BuWiK ist es, die vorhandenen Ergebnisse und Daten zu WiKa in
Deutschland aufzubereiten und ausgewertet zur Verfügung zu stellen . Damit sollen empirisches
Grundlagenwissen für die Wissenschaft, relevantes Steuerungswissen für Bund, Länder,
Wissenschaftseinrichtungen und Förderorganisationen sowie Orientierungswissen für
WiKa selbst geschaffen werden .
Der BuWiK 2025 besteht aus vier Teilen (A bis D) . In Teil A werden die
Rahmenbedingungen der Qualifizierung von WiKa aufgeführt und die im Bericht genutzten Methoden
erläutert . Teil B enthält statistische Daten und aktuelle Forschungsergebnisse zum Bestand
von WiKa (Kapitel B1), zu Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen (Kapitel B2), zu
Qualifizierungsbedingungen in der Promotionsphase und zu Übergängen in die Qualifizierung
(Kapitel B3) sowie zu Karrierewegen und beruflichen Perspektiven nach der Promotion
(Kapitel B4) . Weiterhin werden die Themen Befristung in der wissenschaftlichen
Beschäftigung (Kapitel B5), Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere (Kapitel B6)
sowie Internationalität und internationale Mobilität von WiKa (Kapitel B7) behandelt .
Darüber hinaus erfolgen Darstellungen zu den Auswirkungen der Coronapandemie auf
WiKa (Kapitel B8) .
Die bislang erschienenen Bundesberichte haben jeweils unterschiedliche
thematische Schwerpunkte gesetzt:
• Qualifizierungsabschlüsse und internationaler Vergleich (2008)
• Berufsperspektiven und der Karriereverlauf nach der Promotion (2013)
• Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere (2017)
• Karriereverläufe Promovierter (2021)
Das Schwerpunktthema des BuWiK 2025 ist die Etablierung der Tenure- Track- Professur .
In Teil C des Berichts werden die Entwicklung des Bund- Länder- Programms und
Hintergründe zur wissenschaftspolitischen Diskussion dargestellt (Kapitel C1) . Zudem wird
untersucht, welche Auswirkung die Einführung und Etablierung der Tenure- Track- Professur
in Deutschland
• auf die Personalstruktur und das Karrieresystem an den Hochschulen (Kapitel C2),
• auf die Weiterentwicklung rechtlicher Rahmenbedingungen (Kapitel C3) und
• auf etablierte Entscheidungsprozesse und Verfahren an den Hochschulen (Kapitel C4)
hat .
Ferner wird untersucht, wie attraktiv der Karriereweg der Tenure- Track- Professur im
internationalen Vergleich ist (Kapitel C5) . Hierbei wird Deutschland mit Österreich, der Schweiz
und den Niederlanden verglichen .
Drucksache 21/1480Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode – 21 –
Teil D schließt den Bericht ab, mit der Identifikation von Forschungsdesideraten (Kapitel D1),
Perspektiven zur Weiterentwicklung von Daten und Konzepten (Kapitel D2) sowie Ideen
zur möglichen Weiterentwicklung des Berichts (Kapitel D3) .
Da es sich um einen Bundesbericht handelt, konzentrieren sich die folgenden
Ausführungen auf die Entwicklungen in Deutschland insgesamt . Die Perspektive einzelner
Hochschulen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen (AUFE) sowie die
spezifische Situation der Länder kann – wie bereits in den Berichten zuvor – nur in Einzelfällen
berücksichtigt werden . Die Daten zu den Hochschulen und AUFE werden in der Regel
jeweils zusammenfassend dargestellt . Weiterhin werden die Ergebnisse – wo möglich und
sinnvoll – getrennt nach Geschlecht, Fächergruppen, Qualifizierungs- und Karrierephase
sowie nach Fächergruppen ausgewiesen .
Die im BuWiN 2008 begonnene und in den Berichten 2013, 2017 und 2021 fortgeführte
Aufbereitung periodisch verfügbarer amtlicher Statistiken und relevanter
Forschungsbefunde wird auch im BuWiK 2025 fortgeführt . Vorrangig wurden Daten aus der
amtlichen Statistik und aus regelmäßig durchgeführten Befragungen ausgewertet . Wenn
sich wichtige Forschungsfragen nicht ausschließlich mithilfe der amtlichen Statistik und
regelmäßigen Befragungen beantworten ließen, wurden Ergebnisse von Einzelstudien
hinzugezogen .
Die Kapitel des Berichts im Einzelnen
Teil A („Rahmenbedingungen der Qualifizierung und methodische Anmerkungen“) stellt
in Kapitel A1 zunächst die Finanzierung von Forschung und Entwicklung sowie die Träger
der Qualifizierung von WiKa dar . Anschließend werden in Kapitel A2 hochschulpolitische
Rahmenbedingungen und Entwicklungen in Bezug auf WiKa angeführt . Dabei werden
sowohl Finanzierungsstrukturen an Hochschulen und AUFE, Förderprogramme, Bund-
Länder- Programme als auch das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) in den
Blick genommen .
Quelle: eigene Darstellung
Abb. 1: Struktur des BuWiK 2025
Teil C:
Schwerpunktthema –
Die Etablierung
der Tenure-Track-Professur
in Deutschland
Teil B:
Monitoring,
Daten und Fakten
Teil A:
Einleitung, Methodik, übergreifende Befunde
Teil D:
Ausblick – Forschungsdesiderate, Themen für zukün ige Analysen,
Weiterentwicklung von Daten und Konzepten sowie des Berichts
Grundlagenwissen
für die Wissenscha
Steuerungswissen für
Bund, Länder,
Wissenscha
seinrichtungen und
Förderorganisationen
Orientierungswissen für
Wissenscha
lerinnen und
Wissenscha
ler in einer
frühen Karrierephase
Amtliche Statistik
Primärdaten
Regelmäßige
Befragungen
Einzelstudien
Drucksache 21/1480 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 22 –
Kapitel A3 beschreibt aktuelle Themenfelder in Bezug auf WiKa, die sich auch in der
öffentlichen Diskussion widerspiegeln . Hierzu gehören vorrangig die Karriereperspektiven und
Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft, die Chancengerechtigkeit und Vereinbarkeit
von Familie und akademischer Karriere, die Qualitätssicherung in der wissenschaftlichen
Qualifizierung, die Internationalisierung sowie die Auswirkungen der Coronapandemie .
In Kapitel A4 wird der Beg
Anzeige gekürzt – vollständiger Text im Original.
Relationen
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