Frage von Ayse Asar (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/513)
Teil von Protokoll der 13. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.
Text
Frage von Ayse Asar (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/513)
Wie bewertet die Bundesregierung die Realisierbarkeit der im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD angekündigten deutschen Beteiligung an einer Mondmission angesichts der enormen Kosten eines solchen Projektes (zum Vergleich: das Apollo-Programm war inflationsbereinigt 280 Milliarden US-Dollar teuer, im Bundeshaushalt waren im Jahr 2024 2,4 Milliarden Euro für Luft- und Raumfahrt veranschlagt), und wie geht die Bundesregierung mit den massiven Kürzungen der US-Regierung des NASA-Budgets um, die sich auch auf die Zusammenarbeit mit der ESA (ESA: Europäische Weltraumorganisation) auswirken werden?
Antwort des Parl. Staatssekretärs Matthias Hauer:
Deutschland betreibt Explorationsaktivitäten, das heißt, die Erkundung und Erforschung des Weltraums und fremder Himmelskörper, hauptsächlich über die Beteiligung im Explorationsprogramm der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Darunter sind auch europäische Beiträge zum Mondprogramm Artemis der NASA als nationaler Weltraumagentur der Vereinigten Staaten von Amerika.
Der Vorschlag der Regierung der USA für den Haushalt 2026 sieht die Beendigung mehrerer langjähriger Kooperationsprojekte mit Europa im Bereich der Raumfahrt vor. Eine vollständige Beendigung des Artemis-Programms scheint auch mit dem aktuellen Vorschlag nicht vorgesehen. Die Haushaltsaufstellung in den USA wird voraussichtlich frühestens im Herbst abgeschlossen sein.
Für die Bundesregierung ist eine Abstimmung mit den übrigen Mitgliedstaaten im Bereich Exploration etwa im Rahmen der ESA-Ministerratskonferenz im November 2025 in Bremen zentral, um ein einheitliches Vorgehen der ESA und deren Mitgliedstaaten mit Blick auf die aus dem Budgetvorschlag resultierenden Unsicherheit bei der Kooperation mit den USA im Bereich der Exploration – darunter den ESA-Beiträgen zu Mondmissionen – zu gewährleisten.
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