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Schriftliche Frage 81 von Jan Wenzel Schmidt (fraktionslos): Liegen der Bundesregierung aktuelle Daten der Europäischen Kommission und der Internationalen Energieagentur zu den Kerosinbeständen in der…

dip / schriftliche_frage 30.04.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. April 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

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Schriftliche Frage 81 von Jan Wenzel Schmidt (fraktionslos): Liegen der Bundesregierung aktuelle Daten der Europäischen Kommission und der Internationalen Energieagentur zu den Kerosinbeständen in der… Frage 81 (Jan Wenzel Schmidt, fraktionslos): Liegen der Bundesregierung aktuelle Daten der Europäischen Kommission und der Internationalen Energieagentur zu den Kerosinbeständen in der EU und in Deutschland vor, und wenn ja, wie viele Wochen reichen diese Bestände bei der derzeitigen Nachfrage im Luftverkehr? Antwort des Staatssekretärs Frank Wetzel vom 28. April 2026: Der Bundesregierung liegen nur Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu den Beständen an Flugturbinenkraftstoff (schwer) in Deutschland vor. Die Industrielagerbestände belaufen sich auf etwa 0,3 Mio. Tonnen, die strategischen Reserven auf knapp 1,1 Millionen Tonnen. Der Verbrauch schwankt saisonal zwischen etwa 0,65 bis 0,9 Millionen Tonnen pro Monat. Würden sämtliche Importe und die gesamte Eigenproduktion von Flugturbinenkraftstoff entfallen – wovon nicht auszugehen ist –, würden die Vorräte des Erdölbevorratungsverbandes (EBV) einschließlich der Industriebestände rechnerisch etwa dem deutschen Gesamtverbrauch von Kerosin für anderthalb bis zwei Monate entsprechen. Unter der theoretischen Annahme einer fortdauernden Schließung der Straße von Hormus, aber der Beibehaltung der – wenn auch eingeschränkten – Kerosinimporte sowie der Eigenproduktion ergäbe sich aus rein nationaler Sichtweise rechnerisch eine Vollversorgung des deutschen Kerosinbedarfs über etwa die nächsten fünf Monate. Allerdings lässt sich aus den verfügbaren Daten nicht ableiten, wie sich die Situation in Gesamteuropa darstellt, sodass sich Änderungen bei der Berechnung einstellen könnten. Deutschland setzt sich daher für mehr Transparenz der Daten auf EU-Ebene ein.

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