Schriftliche Frage 113 von Dr. Jan-Niclas Gesenhues (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Prognosen liegen der Bundesregierung dazu vor, welche Wirkung die im Zweiten Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. April 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
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Schriftliche Frage 113 von Dr. Jan-Niclas Gesenhues (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Welche Prognosen liegen der Bundesregierung dazu vor, welche Wirkung die im Zweiten Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-…
Frage 113 (Dr. Jan-Niclas Gesenhues, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Welche Prognosen liegen der Bundesregierung dazu vor, welche Wirkung die im Zweiten Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote vorgesehene Mindestquote für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs auf die Kraftstoffpreise an den Tankstellen haben wird, und falls der Bundesregierung keine Prognosen zur Preisentwicklung vorliegen, auf welcher Basis wurde die Entscheidung zur Quotenhöhe für erneuerbare Kraftstoffe nichtbiologischen Ursprungs getroffen?
Antwort des Staatssekretärs Jochen Flasbarth vom 30. April 2026:
Mit dem Zweiten Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote werden erstmals verbindliche Vorgaben zum Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs (Unterquote) festgelegt. Die Unterquote beträgt im Jahr 2026 0,1 Prozent des Gesamtenergiebedarfs. Bei dieser moderaten Quote sind keine signifikanten Preissteigerungen an den Tankstellen pro Liter Kraftstoff (weniger als 1 Cent) zu erwarten. Kraftstoffe dieser Art wurden bisher nicht eingesetzt. Es können daher keine belastbaren Aussagen über die Preisentwicklung gemacht werden, da diese wesentlich von den zu erwartenden Skaleneffekten sowie von den Entscheidungen der Kraftstoffanbieter zur Erfüllung der Unterquote (z. B. grüner Wasserstoff, synthetisches Methan oder flüssige Kraftstoffe) abhängen. Das o. g. Gesetz dient der Umsetzung der EU-Erneuerbare-Energien- Richtlinie, die Mitgliedstaaten verpflichtet, je einen Mindestanteil dieser Kraftstoffe sicherzustellen. Die ambitionierte Ausgestaltung der Unterquote in Deutschland dient dazu, den Hochlauf für erneuerbaren Wasserstoff und daraus hergestellte Kraftstoffe zu unterstützen und die Ziele der Nationalen Wasserstoffstrategie zu erreichen.
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