Schriftliche Frage 115 von Manuel Krauthausen (AfD): Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, welchen Umfang die jährlichen Flächenrodungen im Regenwald Südamerikas (Amazonas- Gebie…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. April 2026 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
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Schriftliche Frage 115 von Manuel Krauthausen (AfD): Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, welchen Umfang die jährlichen Flächenrodungen im Regenwald Südamerikas (Amazonas- Gebie…
Frage 115 (Manuel Krauthausen, AfD):
Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, welchen Umfang die jährlichen Flächenrodungen im Regenwald Südamerikas (Amazonas- Gebiet) in den letzten fünf Jahren hatten und wie sich die Flächennutzen nach Rodung gestaltet (Sojaanbau und andere Nutzpflanzen, Braunkohleabbau etc.), und wenn ja, wie lauten diese?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter vom 27. April 2026:
Nach den Ergebnissen der Konferenz der Amazonasanrainerstaaten beträgt die Gesamtfläche der in den Jahren 2021 bis 2025 entwaldeten Flächen des Amazonasgebietes circa 170.000 km2. Die Entwaldung des Amazonas ist überwiegend mit der Umwandlung in landwirtschaftliche Nutzfläche verbunden (siehe Anlage)4. Dieser Trend entspricht globalen Untersuchungen der VN- Landwirtschaftsorganisation. Dabei variieren die teilweise illegalen Flächennutzungen je nach Land: Rinderhaltung und Weideflächen, Sojaanbau, Holzeinschlag, Kaffee- oder Palmölplantagen. Auch Infrastrukturvorhaben und Bergbau, insbesondere illegaler Goldabbau, können zu Entwaldung führen. Zu Braunkohlebergbauflächen im Amazonasgebiet liegen der Bundesregierung keine Informationen vor. Die Waldstörungen durch Brände im Amazonas betreffen 6,64 Millionen Hektar im Jahr 2024. Dies entspricht einer Steigerung um 152 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ist die größte Waldbrandfläche seit zwei Jahrzehnten. Neben Bolivien war Brasilien besonders betroffen. Als Reaktion hat Brasilien eine Kampagne zur Bekämpfung illegaler Brände im brasilianischen Amazonas ausgerufen und höhere Strafen für gelegte Waldbrände verhängt. 4 Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/5661 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
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