Schriftliche Frage 190 von Kay-Uwe Ziegler (AfD): Welche Annahmen zu freiwilligen Verhaltensänderungen der Bevölkerung sowie zu empfohlenen Maßnahmen von Bund und Ländern wurden in den im Mä…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 8. Dezember 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
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Schriftliche Frage 190 von Kay-Uwe Ziegler (AfD): Welche Annahmen zu freiwilligen Verhaltensänderungen der Bevölkerung sowie zu empfohlenen Maßnahmen von Bund und Ländern wurden in den im Mä…
Frage 190 (Kay-Uwe Ziegler, AfD):
Welche Annahmen zu freiwilligen Verhaltensänderungen der Bevölkerung sowie zu empfohlenen Maßnahmen von Bund und Ländern wurden in den im März 2020 genutzten epidemiologischen Modellierungen des Robert Koch-Instituts – einschließlich der darin referenzierten Modellierungen des Imperial College – getroffen, und wie wurden diese Annahmen hinsichtlich ihres Einflusses auf die Infektionsdynamik quantifiziert?
Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Georg Kippels vom 9. Dezember 2025:
Die Modellierung von Beispielszenarien der SARS-CoV-2-Epidemie 2020 in Deutschland wurde am 20. März 2020 auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts (RKI) veröffentlicht. Zielstellung war, mögliche Epidemieverläufe unter der Annahme zu modellieren, dass nur Basismaßnahmen ergriffen werden (Isolation Erkrankter und Quarantäne von Kontaktpersonen). Als Intervention wurde die Isolation von an COVID-19 erkrankten Menschen, die durchschnittlich vier Tage nach Symptombeginn ein positives Testergebnis erhalten hatten und sich daraufhin isolierten, und die Quarantäne von engen Kontaktpersonen dargestellt. Es wurde gezeigt, dass sich ein sehr hoher Anteil von Infizierten isolieren und gleichzeitig ein sehr hoher Anteil der engen Kontaktpersonen in Quarantäne begeben müssten, um unter den angenommenen Bedingungen (keine vorbestehende Immunität, eine sehr vorsichtig angenommene Reproduktionsrate von R_0 = 2) die Ausbreitung von SARS-CoV-2 in Deutschland so zu verlangsamen, dass es nicht zu einer massiven Überlastung des Gesundheitssystems kommt. Daraus wurde geschlussfolgert, dass „allgemeine kontaktreduzierende Maßnahmen“ erforderlich sind.
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