Schriftliche Frage 35 von Cem Ince (DIE LINKE): Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die Risiken eines zehn- und mehrstündigen Arbeitstages im Vergleich zu einem maximal achtstün…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 28. April 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
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Schriftliche Frage 35 von Cem Ince (DIE LINKE): Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die Risiken eines zehn- und mehrstündigen Arbeitstages im Vergleich zu einem maximal achtstün…
Frage 35 (Cem Ince, Die Linke):
Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die Risiken eines zehn- und mehrstündigen Arbeitstages im Vergleich zu einem maximal achtstündigen Arbeitstag für die Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten, beispielsweise im Hinblick auf Erschöpfung, Müdigkeit, Schlafstörungen, Chronifizierung stressbedingter Erkrankungen, kardiovaskuläre Erkrankungen, Schlaganfälle sowie steigendes Unfallrisiko am Arbeitsplatz, und würde die Bundesregierung die entsprechenden Erkenntnisse als gesichert einschätzen?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Anette Kramme vom 29. April 2025:
Es besteht eine Vielzahl an Studien zum Zusammenhang von langen Arbeitszeiten und Risiken für Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Diese Studien unterscheiden jedoch nicht regelmäßig zwischen langen wöchentlichen und langen täglichen Arbeitszeiten. Die Erkenntnisse zu den gesundheitlichen Auswirkungen von täglichen Arbeitszeiten über zehn Stunden gelten dabei nicht als vollständig gesichert. Sie sind evidenzgestützt, aber heterogen, da es auch inkonsistente Befunde gibt. Eine Übersicht über die Auswirkung langer Arbeitszeiten auf die Gesundheit ermöglicht die Veröffentlichung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin „Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zu Arbeitszeit und gesundheitlichen Auswirkungen“ (Backhaus et al. 2023).
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