Frage von Cansin Köktürk (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde
Teil von Protokoll der 98. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.
Text
Frage von Cansin Köktürk (DIE LINKE) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde
Wenn das Bundesministerium für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung die humanitäre Lage in Gaza
weiterhin als katastrophal bezeichnet und verlässliche und
ungehinderte Zugänge für die noch immer nicht ausreichende
humanitäre Hilfe fordert, reicht es aus Sicht der
Bundesregierung aus, humanitäre Hilfe zu finanzieren, oder sieht sie
darüber hinaus eine politische Verantwortung Deutschlands, auf
einen besseren Zugang für Hilfsorganisationen und den Schutz
der Zivilbevölkerung hinzuwirken, und, wenn ja, wie?
Antwort der Parl. Staatssekretärin Dr. Bärbel Kofler:
Die humanitäre Lage in Gaza bleibt dramatisch und die
Bedarfe entsprechend hoch. Die Bundesregierung leistet
deshalb humanitäre Unterstützung und setzt sich dafür
ein, dass Early-Recovery-Maßnahmen im Gazastreifen
unter anderem im Rahmen der Team-Gaza-Initiative
unter dem Dach der EU durch die Vereinten Nationen und
andere Umsetzungspartner vorangebracht und
ausgeweitet werden. Dafür ist auch der notwendige Schutz der
Zivilbevölkerung und der ausreichende Zugang von
Hilfsorganisationen zum Gazastreifen erforderlich, den
die Bundesregierung gegenüber der israelischen
Regierung einfordert.
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