Rede von Pascal Reddig (CDU/CSU) – Sarah Vollath, Janine Wissler, Doris
Teil von Protokoll der 100. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 38a bis 38c: Sarah Vollath, Janine Wissler, Doris.
Text
Rede von Pascal Reddig (CDU/CSU) – Sarah Vollath, Janine Wissler, Doris
Danke, Frau Vollath, weil das endlich mal eine
sachliche Frage aus den Reihen der Linken war und nicht das
Geschrei, das sonst von Frau Reichinnek und Herrn
Pantisano kommt.
(Heidi Reichinnek [Die Linke]: Weil es Ihre
Lügen entlarvt und Sie sich nicht wehren
können! – Gegenruf des Abg. Marc Biadacz
[CDU/CSU]: Wer schreit, weiß keine
Argumente!)
In der Tat ist es so, dass die Renten für ganz viele
Menschen im Land nicht besonders hoch sind. Deswegen
haben wir uns in der Kommission damit beschäftigt,
wie wir das ändern können. Die Kapitalrente kann dazu
einen Beitrag leisten.
– Darüber können Sie jetzt wieder lachen, aber das wird
im Ergebnis dazu führen, dass es den Menschen besser
geht. Sie müssen sich entscheiden, ob es Ihnen darum
geht oder um Sozialpopulismus.
Wir müssen aber gleichzeitig auch solche Themen
angehen wie beispielsweise „Freibeträge in der
Grundsicherung im Alter“. Diejenigen, die wirklich hart gearbeitet
haben, die aber nicht auf die Zeiten kommen, dass sie
oberhalb der Grundsicherung im Alter landen, sollen in
Zukunft über Freibeträge wenigstens mehr zur Verfügung
haben als diejenigen, die nie eingezahlt haben.
Bei der Rente mit 63 – weil Sie danach gefragt haben –
ist es ja nicht das Ziel, dass wir sie abschaffen – auch
wenn das immer wieder behauptet wird –, sondern dass
wir sie zielgerichteter machen, und zwar mit einer
Härtefallregelung, die vor allem diejenigen adressiert, die
körperlich hart gearbeitet haben und nicht mehr in ihrem
jeweiligen Berufsfeld arbeiten können. Damit adressieren
wir endlich auch die Menschen, die körperlich und
psychisch wirklich belastet sind und denen man einen
Ausweg bieten muss, nicht mehr nach 45 Jahren in Rente zu
gehen, sondern schon deutlich früher abschlagsfrei in
Frührente zu gehen, weil festgestellt wird, dass es
gesundheitlich einfach nicht mehr geht. Ich finde, das ist
ein sehr fairer Weg, weil er genau das macht, was der
Sozialstaat liefern sollte. Die Rente mit 63 kostet heute
10 Milliarden Euro. Künftig hätten wir einen Weg, der
zielgerichteter ist, etwas günstiger und gleichzeitig die
Menschen adressiert, die es wirklich bräuchten.
Deswegen würde ich mir wünschen, dass wir hier etwas weniger
Sozialpopulismus betreiben und die Bedürfnisse der
Menschen in diesem Land wirklich konkret adressieren.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie der Abg.
Chantal Kopf [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])
Ich würde mich freuen, wenn wir darüber auch bald im
Gesetzgebungsverfahren sprechen. Deswegen wäre es
gut, wenn jetzt auch bald der Gesetzentwurf vorgelegt
wird.
(Peter Bohnhof [AfD]: Ja, wann denn? – Ulrike
Schielke-Ziesing [AfD]: Mal sehen! – Thomas
Stephan [AfD]: Gute Idee!)
Den setzen wir dann mit entsprechenden Beratungen
auch zeitnah um, damit die Menschen in unserem Land
hoffentlich bald auch wieder stabile Beiträge und
gleichzeitig höhere Renten haben.
Vielen Dank.
(Beifall bei der CDU/CSU – Zuruf der Abg.
Heidi Reichinnek [Die Linke])
Relationen
- part_of → Protokoll der 100. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages
- part_of_vorgang → Abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte erhalten
- part_of_vorgang → Altersteilzeit weiterhin ab 55 Jahren und im Blockmodell ermöglichen
- part_of_vorgang → Keine weitere Erhöhung der Regelaltersgrenze
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