Rede von Peter Bohnhof (AfD) – Sarah Vollath, Janine Wissler, Doris
Teil von Protokoll der 100. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 38a bis 38c: Sarah Vollath, Janine Wissler, Doris.
Text
Rede von Peter Bohnhof (AfD) – Sarah Vollath, Janine Wissler, Doris
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Liebe
Bürger! Die Bundesregierung zerlegt sich hier gerade
öffentlich; wir sehen es gerade. Denn Schwarz-Rot streitet sich
erbittert über die sogenannte Rente mit 63.
(Bernd Rützel [SPD]: Die gibt’s doch gar
nicht! Die gibt’s doch gar nicht!)
– Ich sage doch „sogenannte“, Herr Rützel. Hören Sie
doch mal zu! Ich habe Ihnen auch zugehört. –
(Jens Peick [SPD]: Dann erzählen Sie doch
keinen Quatsch!)
Die Union will sie abschaffen oder zumindest radikal
einschränken; alles auf dem Rücken der Bürger. Die
SPD dagegen will noch mehr Geschenke verteilen, hat
aber keinen Plan, wie sie das bezahlen will.
(Derya Türk-Nachbaur [SPD]: Renten sind
Geschenke? Ich hoffe, das kriegen die
Bürgerinnen und Bürgern mit: die Rente als Geschenk!)
Das Ergebnis: Chaos, Unsicherheit und ein
selbstgenanntes Gesamtkunstwerk, das schon vor der ersten
Lesung zerbröselt. Während die Altparteien um
Formulierungen ringen, zahlen wir alle die Zeche.
Die Beiträge steigen, die Rente sinkt. Die jungen
Generationen werden belastet, und gleichzeitig fließen
Milliarden in ein Sozialsystem, das durch unkontrollierte
Zuwanderung immer weiter aufgebläht wird.
Leistungsträger, die 40 oder 45 Jahre gearbeitet und
eingezahlt haben, sollen länger schuften oder Abschläge
hinnehmen. Das ist keine Generationengerechtigkeit. Wir
sagen klar Nein zu diesem Chaos.
Wir werden die Regelaltersrente bei 67 Jahren
festschreiben,
ohne eine automatische Kopplung an die
Lebenserwartung, die das Rentenalter weiter nach oben treibt. Und
wer 45 Beitragsjahre nachweist, soll weiter abschlagsfrei
in Rente gehen können.
Gleichzeitig werden wir die Finanzierung neu ordnen.
Versicherungsfremde Leistungen dürfen nicht mehr aus
der Beitragskasse abgezweigt werden. Außerdem
gehören Abgeordnete und künftige Staatsbedienstete
außerhalb hoheitlicher Aufgaben in die gesetzliche
Rentenversicherung, meine Damen und Herren.
Das schafft Gerechtigkeit und erhöht die Zahl der
Beitragszahler.
Wir setzen auf ein echtes Mischsystem. Die
gesetzliche Rente bleibt die Basis. Dazu kommen eine
renditestarke Betriebsrente und ein Junior-Spardepot: 100 Euro
monatlich vom Staat für jedes Kind bis zum 18.
Geburtstag.
Wer im Alter weiterarbeiten will, bekommt einen
Steuerfreibetrag von 12 000 Euro jährlich. Und: 25 Prozent
der Rente werden bei Bezug von Grundsicherung nicht
angerechnet. Wir nennen das eine echte Respektrente für
die, die dieses Land aufgebaut haben.
(Dr. Ralf Stegner [SPD]: Das Geld dafür druckt
ihr selbst, ne?)
Meine Damen und Herren, unsere demografische
Katastrophe lösen wir nicht mit längerer Arbeit bis zum
Umfallen und schon gar nicht mit noch mehr
Zuwanderung in die Sozialkassen; es sind eben leider nicht die
Fachkräfte, die Sie immer beschwören. Wir lösen sie mit
Familienpolitik, die Kinder wieder möglich macht. So
lösen wir das Problem.
Diese Regierung liefert nur Streit und Unsicherheit.
Die AfD liefert Lösungen für die, die hier leben, arbeiten
und einzahlen. Nur wir machen Politik für die eigenen
Leute.
Vielen Dank.
Relationen
- part_of → Protokoll der 100. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages
- part_of_vorgang → Abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte erhalten
- part_of_vorgang → Altersteilzeit weiterhin ab 55 Jahren und im Blockmodell ermöglichen
- part_of_vorgang → Keine weitere Erhöhung der Regelaltersgrenze
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