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Rede von Dr. Alexander Wolf (AfD) – Vollumfängliche Anerkennung der deutschen Völkermorde an den OvaHerero und Nama für wiedergutmachende Gerechtigkeit

dip / rede 14.10.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 101. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 7a und 7b: Vollumfängliche Anerkennung der deutschen Völkermorde an den OvaHerero und Nama für wiedergutmachende Gerechtigkeit.

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Text

Rede von Dr. Alexander Wolf (AfD) – Vollumfängliche Anerkennung der deutschen Völkermorde an den OvaHerero und Nama für wiedergutmachende Gerechtigkeit Verehrtes Präsidium! Meine Damen und Herren! Verehrte Gäste! Unser Verhältnis zu Namibia ist aus historischen Gründen ein besonderes. Als Deutsch-Südwest war es bis zum Ersten Weltkrieg Teil des vergleichsweise kleinen deutschen Kolonialreichs. Und gerade deswegen sollte man die Deutung des deutsch-namibischen Verhältnisses unter keinen Umständen links-grünen Ideologen überlassen. Denn der Linken geht es gar nicht um Namibia, ihr geht es um ihren deutschen Selbsthass. Und da kommen am Ende dann nur der übliche Schuldkult sowie Reparationsforderungen heraus wie hier im Linkenantrag. Wenn es um Namibia geht, dann sollten wir gemeinsam nach vorn und nicht nach hinten blicken. Kurz zu den Fakten. Der Aufstand der Herero, bei dem übrigens mehr als 100 deutsche Händler und Farmer, Frauen und Kinder ermordet wurden, führte zu einem auf beiden Seiten hart geführten Krieg, der am Ende mit einem taktischen Rückzug der Herero in die Savanne endete, bei dem Tausende tragischerweise verdursteten. Er brachte allen Seiten, den Herero, den Nama und den Deutschen, großes Leid. Und die überharte Kriegsführung von General von Trotha wurde auch schon damals von deutscher Seite zu Recht kritisiert. Dessen sogenannten Vernichtungsbefehl hob Kaiser Wilhelm II. auf Betreiben von Reichskanzler von Bülow noch 1904 auf. Es war die britische Kriegspropaganda, die dennoch daraus einen Völkermord konstruierte, und zwar in einem sogenannten Blaubuch über die deutsche Kolonialverwaltung. Es diente dazu, in Versailles die angebliche koloniale Unfähigkeit Deutschlands zu beweisen, um Deutschland die Kolonien abzuerkennen. Als das Ziel erreicht war, ließen die Briten das Buch einstampfen. Kein ernstzunehmender Historiker hat dieses Machwerk bis dahin als Quelle zitiert oder die Völkermordthese vertreten, bis 1966 der DDR-Historiker und SED-Kommunist Horst Drechsler ebendies tat, um in lupenrein leninistischer Manier das Kaiserreich als Vorläufer und Wegbereiter Hitlers zu diffamieren, so wie hier die Vertreterin der Linken in diesem Hause. – Sie mögen die Wahrheit nicht hören; deswegen schreien Sie so. Im Vorwort seines Buches beruft er sich sogar explizit auf die antiimperialistischen Vorgaben, die auf dem 22. Parteitag der KPdSU beschlossen wurden. Das ist keine Wissenschaft, das ist reine Propaganda. Dass ein Genozid, ein Völkermord, an ihnen verübt worden sei, davon wussten die Herero jahrzehntelang nichts, bis sogenannte progressive deutsche Historiker wie ein Herr Zimmerer in Hamburg es ihnen einbläuten und von Sündenstolz befallene Politiker wie Herr Steinmeier, Herr Brosda oder Herr Polenz es nachplapperten. Aber davon wird die These nicht bewiesen; sie ist nach wie vor umstritten. „Der Spiegel“, das linke Leitmagazin, hat vor zehn Jahren in einem großen Artikel das Ganze infrage gestellt. Wir sollten diese rückwärtsgewandte, von linkem deutschen Selbsthass getriebene These einfach nicht übernehmen. Sie führt nur zu Schuldzuweisungen, zu finanziellen Forderungen und zu Streit – sowohl im deutsch-namibischen Verhältnis, das vergiftet wird, als auch innerhalb Namibias zwischen den dortigen Bevölkerungsgruppen; denn Namibia ist ein Vielvölkerstaat. Die Linke mit ihrem erhobenen Zeigefinger verhält sich selbst neokolonialistisch, indem sie die Welt retten und Namibia von oben herab beglücken will. So nicht! Wir sollten vielmehr in die Zukunft schauen, gute namibisch-deutsche Beziehungen pflegen – auf Augenhöhe, auch im Bewusstsein unserer deutschen Verantwortung – und so zu einer gedeihlichen Entwicklung dieses wunderschönen Landes unseren Teil beitragen.

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