Rede von Heinz-Peter Haustein (FDP) – Drucksache 16/7467
Teil von Protokoll der 133. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages · TOP 10 a und 10 b: Drucksache 16/7467 –.
Text
Rede von Heinz-Peter Haustein (FDP) – Drucksache 16/7467
Sehr verehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten
Damen und Herren! „Oh du fröhliche, oh du selige
Weihnachtszeit“, so schallt es in den Kirchen und Stuben
zu Weihnachten in ganz Deutschland und fast in aller
Welt.
(Peter Weiß [Emmendingen] [CDU/CSU]:
Auch im Erzgebirge!)
Weihnachten ist ein schönes Fest. Die Christen gedenken
der Geburt Jesu. In einem anderen Lied heißt es: „Gottes
Sohn ist Mensch geworden“. Das gibt den Menschen
Halt, innere Kraft und einen Sinn in ihrem Leben.
Deshalb ist es nicht in Ordnung, ist es scheinheilig, wenn die
Linken die religiöse Bedeutung des Weihnachtsfestes
nutzen und einen Antrag auf Einführung der Zahlung
eines Weihnachtsgeldes stellen. Das ist Populismus!
(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU – Elke
Reinke [DIE LINKE]: Sie haben den Antrag
nicht gelesen!)
Sie sind die Nachfolgerin der DDR-Partei SED, die
mit dem Weihnachtsfest doch nun wirklich nichts am
Hut hatte: Man durfte nicht „Engel“ sagen; dies war
tatsächlich eine Jahresendfigur mit Flügeln. Sie müssen
sich vorstellen: Das Wort „Christfest“ war nicht
erwünscht – es wurde gemobbt –; man musste stattdessen
„Weihnachtsfest“ sagen. Auf den Weihnachtspyramiden
durfte nicht Christi Geburt dargestellt werden;
stattdessen wurde der Sandmann dargestellt. Und Sie stellen
hier rein polemische Anträge!