Rede von Katja Kipping (DIE LINKE) – Drucksache 16/7467
Teil von Protokoll der 133. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages · TOP 10 a und 10 b: Drucksache 16/7467 –.
Text
Rede von Katja Kipping (DIE LINKE) – Drucksache 16/7467
Deshalb möchte ich erstens fragen, ob es nicht
scheinheilig ist, wenn Sie die Weihnachtsbeihilfe, die wir
vorschlagen, ablehnen und das mit Ausführungen über die
Geschichte von vor mehr als 17 Jahren begründen,
anstatt zu sagen, welche aktuellen Argumente Sie für die
Ablehnung der Weihnachtsbeihilfe haben.
Zweitens möchte ich Sie fragen: Sind Sie bereit, zur
Kenntnis zu nehmen, dass sich die Partei Die Linke sehr
wohl kritisch mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt
hat,
(Lachen bei der CDU/CSU – Dr. Ralf
Brauksiepe [CDU/CSU]: Wo denn? – Arnold
Vaatz [CDU/CSU]: Sag nein!)
dass sich in unseren Reihen viele Menschen
verschiedener Konfessionen befinden, dass – auch wenn das
vielleicht nicht in Ihr oder in das Weltbild der CDU/CSU
passt – auch Menschen, die sich eher dem Atheismus
oder dem Laizismus verpflichtet fühlen, Weihnachten als
eine wichtige Familientradition anerkennen und
praktizieren
und dass insofern Menschen, egal ob sie einer
Konfession angehören oder konfessionslos sind, das Recht auf
ein schönes Weihnachtsfest haben?
(Beifall bei der LINKEN – Dirk Niebel [FDP]:
Das waren viele Fragen! Da musst du lange
antworten!)