Ausländerfeindliche Straftaten und die Erfassung nichtdeutscher Tatverdächtiger
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Ausländerfeindliche Straftaten und die Erfassung nichtdeutscher Tatverdächtiger
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/487
21. Wahlperiode 13.06.2025
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Martin Hess, Dr. Gottfried Curio, Dr. Bernd Baumann,
Christopher Drößler, Jochen Haug, Steffen Janich, Sascha Lensing, Markus
Matzerath, Arne Raue, Dr. Christian Wirth und der Fraktion der AfD
Ausländerfeindliche Straftaten und die Erfassung nichtdeutscher Tatverdächtiger
Im Jahr 2024 wurden 9 368 ausländerfeindliche Straftaten registriert. Diese
Fallzahl ist um 34,25 Prozent gegenüber dem Jahr 2023 gestiegen. Der
überwiegende Anteil wurde mit 93,73 Prozent dabei dem Phänomenbereich
Politisch motivierte Kriminalität (PMK)-rechts zugeordnet (www.bka.de/SharedDo
cs/Downloads/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/PMK/2024PMKFallzahle
n.pdf?__blob=publicationFile&v=2, S. 12). Wie das Nachrichtenportal „NIUS“
in Erfahrung bringen konnte, ist eine diesbezügliche Aufschlüsselung der
dazugehörigen Tatverdächtigen nach Staatsangehörigkeit zumindest teilweise
möglich (vgl. www.nius.de/statistik/news/bka-bestaetigt-offiziell-196-rechte-auslae
nderfeindliche-straftaten-wurden-von-auslaendern-begangen/3e1199d3-340f-41
86-89ad-97bd6f78325c). Entsprechend ergeben sich für die Fragesteller weitere
Anknüpfungsfragen.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie viele Tatverdächtige wurden im Phänomenbereich PMK-rechts
(Unterthemenfeld „Ausländerfeindlich“) für das Tatzeitjahr 2024 ermittelt (bitte in
absoluten Zahlen und nach deutscher und nichtdeutscher
Staatsangehörigkeit aufschlüsseln)?
2. Wie viele der in Frage 1 erfragten deutschen Tatverdächtigen besitzen
zumindest eine weitere Staatsangehörigkeit, und welche zehn dieser weiteren
Staatsangehörigkeiten sind in diesem Kontext in absoluten Zahlen am
häufigsten vertreten?
3. Wie schlüsseln sich die in Frage 1 erfragten nichtdeutschen Tatverdächtigen
weiter nach konkretem Begehungsort, Tatzeit und Tathergang sowie deren
Angriffszielen auf?
4. Wie verteilen sich Gewalt-, Äußerungs- und Propagandadelikte jeweils auf
deutsche und nichtdeutsche Tatverdächtige im Sinne von Frage 1 in
absoluten Zahlen?
5. Hat die Bundesregierung Erkenntnisse zu den Staatsangehörigkeiten der
Opfer dieser in Frage 1 erfragten nichtdeutschen Tatverdächtigen, und wenn
ja, welche Staatsangehörigkeiten haben diese Opfer in absoluten Zahlen
(bitte in absoluten Zahlen und welche ausländischen Staatsangehörigkeiten
am häufigsten vertreten sind, angeben sowie anschließend nach Tatorten in
Bezug auf Frage 3 aufschlüsseln)?
6. Können Tatverdächtige, die eine Politisch motivierte Straftat im Sinne von
Frage 1 begangen haben, von der Bundesregierung grundsätzlich nach
Vornamen gefiltert werden?
7. Warum wird in dem „Fact Sheet Bundesweite Fallzahlen 2024 Politisch
motivierte Kriminalität“ keine Aufschlüsselung nach Tatverdächtigen und
ihrer Herkunft vorgenommen, beziehungsweise wie hoch ist das
Erkenntnisinteresse der Bundesregierung an solchen Aufschlüsselungen?
Berlin, den 2. Juni 2025
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333]
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