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Rede von Saskia Esken (SPD) – Fertigstellung der Autobahn 20 vor der Bahn-Neubaustrecke Hamburg–Hannover priorisieren

dip / rede 10.09.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 93. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 6: Fertigstellung der Autobahn 20 vor der Bahn-Neubaustrecke Hamburg–Hannover priorisieren.

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Rede von Saskia Esken (SPD) – Fertigstellung der Autobahn 20 vor der Bahn-Neubaustrecke Hamburg–Hannover priorisieren Nein, ganz sicher nicht. – Doch wir müssen auch unser Bildungssystem in die Lage versetzen, soziale Nachteile so auszugleichen, dass sie nicht zu Nachteilen für die Bildungs- und Lebenschancen werden. Mit dem Startchancen-Programm, das die SPD-geführte Regierung von Olaf Scholz auf den Weg gebracht hat, sind wir da schon auf dem richtigen Weg. Aber ich denke, wir könnten ihn mehrspurig ausbauen. Wir investieren als Bund jedes Jahr 1 Milliarde Euro ganz gezielt da, wo der Bedarf am größten ist – zehn Jahre lang, mit wissenschaftlicher Begleitung, auf der Basis von Daten und Evidenz. Das ist genau das, was die OECD empfiehlt. Auch in der Kita wollen wir mit dem Startchancen-Ansatz, mit Qualitätsstandards, mit gezielter Förderung einen ganz entscheidenden Unterschied machen. Auch wenn sich das natürlich noch nicht in den PISA-Ergebnissen zeigen konnte: Wir tun also schon viel, aber natürlich lange nicht genug. PISA ist erneut ein riesiger Weckruf, und wir dürfen ihn nicht zerreden. Es darf nicht wieder dabei bleiben, sich zwei Tage aufzuregen, und dann war es das. Es ist jetzt an der Zeit, alle Kräfte zu mobilisieren, damit wir allen Kindern, jedem einzelnen von ihnen, eine gute und gerechte Zukunft ermöglichen können. Ich nehme an der Stelle den Bundeskanzler gerne beim Wort. Alle müssen jetzt zusammenwirken, damit Bildung endlich als das zentrale Thema für eine gerechte Gesellschaft und für eine erfolgreiche Wirtschaft begriffen wird und nicht als das Thema, bei dem beim kleinsten Rückgang der Geburtenzahlen der Rotstift angesetzt wird. Deshalb sage ich: Die sehr hohen Erbschaften in Deutschland müssen mehr zur Finanzierung einer solchen Kraftanstrengung beitragen. Ich bin sicher, die meisten sind damit einverstanden. Denn mit ihrer Hilfe können wir die Bildung in der Kita leistungsstark und gebührenfrei aufstellen. Mit ihrer Hilfe können wir mit dem Startchancen-Programm nicht nur 10 Prozent der Schulen erreichen, sondern ein Drittel oder sogar die Hälfte. Das wäre dann nicht mehr Leuchtturm; das wäre Wirksamkeit in der Fläche. Und es wäre eben auch wirklich eine tatkräftige Unterstützung für alle, die mit ganz, ganz viel Herzblut gute Arbeit leisten: in unseren Kitas und Schulen ebenso wie in der Kinder- und Jugendhilfe. Lassen Sie mich zum Abschluss diesen Menschen ein Wort sagen: Danke!

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