Rede von Wolfgang Dahler (CDU/CSU) – Einwanderungspolitik als Ursache der Krise im deutschen Bildungssystem benennen und konsequent angehen
Teil von Protokoll der 96. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 15: Einwanderungspolitik als Ursache der Krise im deutschen Bildungssystem benennen und konsequent angehen.
Das Protokoll 21/96 liegt bei DIP nur als Vorabfassung vor: Der Text endet vor dem Schluss der Sitzung, zu Protokoll gegebene Reden fehlen in polradar (der endgültige Bericht war für den 29.09.2026 angekündigt). Vollständig im Plenarprotokoll (PDF) ↗.
Text
Rede von Wolfgang Dahler (CDU/CSU) – Einwanderungspolitik als Ursache der Krise im deutschen Bildungssystem benennen und konsequent angehen
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Über Bildung zu debattieren, ist eigentlich immer gut. Das Thema Bildung und die Schlüsse aus der PISA-Studie sind in einer Debatte von 30 Minuten nicht ausreichend zu diskutieren – vor allem nicht angesichts der Eindimensionalität dieses AfD-Antrags.
Die Ergebnisse der PISA-Studie 2025 sind desaströs, auch wenn wir sie vorhergesehen haben und sie nicht überraschend kamen. Bundesministerin Karin Prien ist seit Amtsantritt dabei, gemeinsam mit den Ländern Konzepte für eine bessere Schulbildung zu entwickeln – mit absolut höchster Priorität. Wir fragen nicht, was zu tun ist; wir machen.
Mit der gemeinsamen Roadmap für Bildung von Bund und Ländern haben wir ein klares Ziel vereinbart: weniger Kinder unter den Mindeststandards und gleichzeitig die Leistungsspitze stärken. Ziel ist es, den jungen Menschen das Rüstzeug und die Fähigkeiten für den späteren Lebensweg mitzugeben.
Im Antrag der AfD – wir haben es schon mehrfach gehört – wird Masseneinwanderung als der entscheidende Faktor für den Leistungsabfall bezeichnet. Das gibt die PISA-Studie schlicht nicht her. Migration ist nicht der entscheidende Faktor. Aber: Zuwanderung ist ein Faktor und stellt Schulen vor Herausforderungen.
Der PISA-Studienleiter warnt ausdrücklich vor der verkürzten Erzählung, die wir jetzt mehrfach gehört haben, der Abwärtstrend würde sich im Wesentlichen mit Zuwanderung erklären lassen.
Die gemeinsame Aufgabe in der Bildungspolitik ist es, jedem Kind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schulzeit mitzugeben – beginnend bereits nach der Geburt. Denn wir wissen, dass bereits in der frühen Phase wichtige, ja entscheidende Entwicklungen des kindlichen Gehirns stattfinden. Deshalb setzen wir auf Frühe Hilfen, frühe Diagnostik und frühe Förderung.
Diesen Weg werden wir auch in den Kitas und in der Schule weitergehen. Deshalb werden wir mit dem Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz unsere Kitas stärken. Deshalb brauchen wir eine verbindliche Sprach- und Entwicklungsstandserhebung spätestens im Alter von vier Jahren. Hier werden wir – unabhängig von der Herkunft der Kinder – den Sprach- und Förderbedarf feststellen, damit der Schulstart optimal gelingen kann.
Deshalb investieren wir mit dem Startchancen-Programm weiter dort, wo die Herausforderungen am größten sind.
Und wir haben doch längst erkannt, dass wir mehr tun müssen, um Lesen, Schreiben, Rechnen und sozial-emotionale Kompetenzen zu fördern. Wir müssen früh erkennen, wo ein Kind Schwierigkeiten hat, fördern, bevor aus kleinen Rückständen große werden. Und wir müssen Leistung fordern und Leistung ermöglichen.
Wir werden uns in der nächsten Sitzungswoche auch im Ausschuss intensiv mit den Ergebnissen der PISA-Studie beschäftigen. Sie sind herzlich eingeladen, sich ausnahmsweise mal zu beteiligen.
Und wenn wir uns um jedes einzelne Kind kümmern, früh fördern und auch Leistung fordern, dann bin ich überzeugt: Wir werden Schritt für Schritt auch bei Studien wie PISA wieder nach vorne kommen, und die Kinder werden davon profitieren.
Vielen Dank.
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