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Rede von Hanna Steinmüller (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Endlich raus aus dem Elternhaus – Junge Menschen auf dem Wohnungsmarkt unterstützen

dip / rede 24.09.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 96. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 17a bis 17c: Endlich raus aus dem Elternhaus – Junge Menschen auf dem Wohnungsmarkt unterstützen.

Das Protokoll 21/96 liegt bei DIP nur als Vorabfassung vor: Der Text endet vor dem Schluss der Sitzung, zu Protokoll gegebene Reden fehlen in polradar (der endgültige Bericht war für den 29.09.2026 angekündigt). Vollständig im Plenarprotokoll (PDF) ↗.

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Text

Rede von Hanna Steinmüller (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Endlich raus aus dem Elternhaus – Junge Menschen auf dem Wohnungsmarkt unterstützen Vielen Dank. – Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Das Ausbildungsjahr hat gerade gestartet; das Wintersemester startet in zwei Wochen. Viele junge Menschen freuen sich auf den neuen Lebensabschnitt, darauf, was Neues zu lernen und in die Selbstständigkeit zu starten. Gleichzeitig haben viele Tausende junge Menschen noch immer kein Zimmer gefunden. Was bedeutet das? Wer keine Eltern mit Geld hat, muss entweder zu Hause wohnen bleiben, muss stundenlang pendeln oder kann den Wunschstudienplatz nicht antreten. Studierende mit eigener Wohnung zahlen aktuell 54 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen. Zwei Drittel der Studierenden sind überlastet. Ein WG-Zimmer in Berlin kostet 650 Euro, die BAföG-Pauschale beträgt aktuell nur 380 Euro. Selbst wenn Sie das endlich erhöhen, was Sie gerade angekündigt haben, gibt es da noch ein Riesendelta. Für Azubis ist es sogar noch schlimmer. Die Mindestvergütung liegt bei 724 Euro – bei 650 Euro Miete in Berlin. Da bleiben 74 Euro im Monat zum Leben. Es gibt das Sprichwort: Lehrjahre sind keine Herrenjahre. – Für uns muss aber vollkommen klar sein: Lehrjahre dürfen auch keine Hungerjahre sein. Chancengerechtigkeit beginnt auf dem Wohnungsmarkt. Kein Zimmer bedeutet keine Chancen. Deswegen fordern wir die Bundesregierung auf: Tun Sie endlich was für junge Menschen! Belehren Sie sie nicht! Sagen Sie nicht, alle seien faul, sondern sorgen Sie dafür, dass es bezahlbare Wohnungen gibt und jedes Kind und jeder junge Mensch Chancen bekommt! Deswegen fordern wir eine Wohnheimoffensive und Gelder im „Jungen Wohnen“, die wirklich nur für junge Menschen da sind. Wir fordern 1 000 Euro Starthilfe für Azubis, damit ihr euch die Kaution leisten könnt. Wir wollen ein BAföG, das sich an den echten Mieten orientiert. Und wir fordern: Schluss mit der Abzocke bei Untervermietung und möbliertem Wohnen!

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