Frage von Michael Kellner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/4849)
Teil von Protokoll der 67. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages. Zu Protokoll gegeben (Anlage), nicht im Plenum gesprochen.
Text
Frage von Michael Kellner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) mit Antwort – Schriftliche Antworten auf Fragen der Fragestunde (Drucksache 21/4849)
Wie setzen sich die von der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, mehrfach erwähnten Kosten von rund 3 Milliarden Euro für nicht erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien genau zusammen, und wie haben sich die einzelnen Kostenposten in den vergangenen drei Jahren entwickelt?
Antwort der Parl. Staatssekretärin Gitta Connemann:
Um Netzengpässe, also die Überlastung eines Leitungsabschnitts, zu bewältigen, regeln die Netzbetreiber die Stromerzeugung vor dem Engpass herunter und weisen Erzeuger hinter dem Engpass an, zum Ausgleich zusätzlichen Strom zu produzieren. Beides verursacht Kosten. Im Jahr 2024 lagen die gesamten Kosten des Netzengpassmanagements bei rund 3 Milliarden Euro. Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über die einzelnen Kostenpositionen.
Kosten des Netzengpassmanagements (in Millionen Euro)
Jahr
Redispatch mit konventionellen Marktkraftwerken
Countertrading
Einspeisemanagement (bis 2021)
Redispatch mit EE-Anlagen (ab 2022)
Redispatch mit Reservekraftwerken
Summe
2015
412
24
478
0
228
1142
2016
223
12
373
0
286
894
2017
392
29
610
0
480
1 511
2018
388
37
635
0
416
1 476
2019
227
64
710
0
278
1 279
2020
240
135
761
0
296
1 432
2021
590
397
807
0
492
2 286
2022
2 514
373
0
186
992
4 065
2023
1 882
177
0
580
697
3 335
2024
1 231
98
0
555
1 050
2 934
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